Die Hexe des Volkes Ostösterreichische Hexenprozesse als Ausdruck einer gesamtgesellschaftlichen Krise im 16. und 17. Jahrhundert
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- Deutsch ausgewählt
32,90 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
03.04.2019
Verlag
AV AkademikerverlagSeitenzahl
124
Maße (L/B/H)
22/15/0,9 cm
Gewicht
203 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-620-2-22307-2
Im Mittelpunkt steht die Untersuchung der auslösenden Faktoren der Hexenverfolgungen in Nieder- und Oberösterreich im 16. und 17. Jahrhundert. Anhand ausgewählter Prozessakten wird das elaborierte Hexenbild analysiert und in Zusammenhang mit der sozioökonomischen Situation gesetzt. Besonders in der Zeit sozialer und wirtschaftlicher Spannungen, die sich in Form von Ernteausfällen, daraus resultierenden Hungersnöten und Epidemien äußerten, kam es vermehrt zu Hexenverfolgungen. Es lässt sich eine Synchronität der Krisenzeit und der Anklagen wegen Hexerei feststellen. Dabei stechen die Vorwürfe der Schadenszauberei und des Wetterzaubers in der Zeit zwischen 1570 und 1630, sowie 1680 bis 1715 hervor. In ebenjenem Zeitraum lassen sich Auswirkungen der Kleinen Eiszeit nachweisen, die von wiederkehrenden strengen Wintern und nasskalten Sommern geprägt war und zu schwerwiegenden Ernteverlusten führte. Es handelte sich um eine belastende und beschwerliche Zeit für die Bevölkerung, die unter der sozioökonomischen Krise litt. Die Hexe diente als Ventil der gepeinigten Gesellschaft. Sie war der Sündenbock, der für alle Missstände verantwortlich gemacht und zur Rechenschaft gezogen wurde.
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