Drei Frauen zwischen Hoffnung, Freiheit und Neuanfang. St. Peter an der Nordsee, 1953. Anni, Edith und Helena haben eines gemeinsam: Nach den Kriegsjahren wollen sie das Leben genießen und den Neubeginn wagen. Annis Traum ist es, das Hotel ihrer Eltern zu modernisieren, doch ihr Vater weigert sich, ihr sein Geschäft zu überlassen. Edith kämpft für die Rechte der Frauen, dann bekommt sie ein Angebot, das sie zwar finanziell absichern würde, aber ihren Idealen widerspricht. Die Ärztin Helena sucht nach schmerzhaften Erfahrungen während des Krieges den Weg zurück ins Leben und erkennt, dass sie eine große Aufgabe hat. In ihrem Wunsch, unterdrückten Frauen zu helfen, wagt sie es sogar, an den Rand der Legalität zu gehen. Authentisch und mit viel Wärme erzählt: Der Auftakt der großen Zeitenwende-Trilogie.
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St. Peter an der Nordseeküste, endlich sind die Kriegsjahre vorbei und die Freundinnen Anni, Edith und Helena wollen ihr Leben genießen und einen Neubeginn wagen.
Annis großer Traum ist es aus dem Hotel ihrer Eltern ein modernes Badehotel zu mache, nur ihr Vater lässt sich nicht so leicht überzeugen wie gedacht. Edith engagiert sich für die Rechte der Frauen, aber dann erhält sie ein Angebot das alles verraten würde für was sie kämpft. Helena ist Ärztin und wagt an der See einen Neuanfang, recht schnell versucht auch sie Frauen zu helfen und begibt sich dafür an den Rand der Legalität.
Ich muss gestehen, dass ich noch nie einen Roman von Steffi von Wolff gelesen habe, hier hatte mich der Klappentext neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht.
Der Roman spielt zu einen in St. Peter Anfang der 50er Jahre als es für Frauen nicht einfach war für sich selbst zu Sorgen und ja eigentlich keine Rechte hatte was hier im Roman recht anschaulich geschildert wird. Alle drei Frauen hatten keine leichte Zeit während des Krieges und danach auch nicht. Anni muss feststellen, dass sie zwar das Hotel führen darf aber nur die Männer Rechte haben bis sie nicht mehr weiter weiß.
Mir persönlich ist der Einstieg ins Buch mehr als leicht gefallen, Anni und auch ihre Freundin Rena fand ich von Anfang an sehr sympathisch und ja mir ist es mehr als schwer gefallen das Buch aus der Hand zu legen da es mich so in seinen Bann gezogen hat.
Den Erzählstil den die Autorin gewählt hatte empfand ich als sehr angenehm, er hat einen als Leserin gleich mit in den Roman hineingezogen und so fühlte es sich für mich an als wäre ich dabei.
Auch dem Handlungsverlauf konnte ich sehr gut folgen und auch wenn wir jetzt in einer emanzipierten Welt leben bzw. sollten konnte ich die getroffenen Entscheidungen immer nachvollziehen und verstehen.
Gut gefallen aht mir auch, dass der Spannungsbogen bis zum Schluss gespannt war und ich mir nie ganz Sicher war wie alles ausgehen würde.
Da ich St. Peter sehr gut kenne hatte ich ab und zu etwas Probleme mir die Handlungsorte trotz der anschaulichen Beschreibungen vorzustellen da die Ortsteile die in St. Peter das wichtigste sind fehlten. St. Peter wurde vier einzelne Orte: Ording, Bad, Dorf und Böhl gegründet ja und dies hat mir einfach gefehlt.
Die verschiedenen Figuren des Romans konnte man sich dagegen alle sehr gut anhand der Beschreibungen vorstellen und vor dem inneren Auge entstehen lassen.
Alles in allem hat mir der Roman wirklich sehr gut gefallen und ich habe schöne Lesestunden mit ihm verbracht. Nun freue ich mich auf den zweiten Teil der Trilogie und vergebe sehr gerne alle fünf Sterne.
Der schwierige Kampf um die Frauenrechte
Bewertung am 22.11.2019
Bewertungsnummer: 404156
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Bei diesem Buch haben mich vorrangig erst einmal tatsächlich das schöne Cover und der Klappentext überzeugt und ich habe mir dementsprechend das e-book heruntergeladen. Die Autorin Marie Sanders sagte mir gar nichts. Erst als ich anfing das Buch zu lesen, sah ich in der Autorenbeschreibung, dass es sich durchaus um eine bereits sehr erfolgreiche Autorin handelt. Allerdings hat sie viele Jahre in einem ganz anderen Romansegment geschrieben – total verrückte und lustige Frauenromane. Und deshalb bin ich in diesem Fall sogar froh, dass sie für diese Roman-Trilogie ein Pseudonym gewählt hat. Ich bin nämlich nicht sicher, ob ich diesem Roman sonst eine Chance gegeben hätte. Damit wir uns nicht falsch verstehen – ich mochte die Romane der Autorin sehr, aber dieses Thema hätte ich ihr nicht zugetraut! Sie ist übrigens eine der wenigen Autoren, von denen sich mir tatsächlich ein Satz eingeprägt hat: „Ruhe sanft auf beiden Seiten und wenn noch Platz ist, auf Wiedersehen.“ Wer die Autorin ist, verrate ich Ihnen jetzt nicht. Aber wahrscheinlich haben Sie es ja bereits hier bei thalia.de entdeckt.
„Die Frauen vom Nordstrand 01 – Ein neuer Anfang“ ist ein Roman in der Art von Carmen Korns Jahrhundert-Trilogie. Es ist eine Geschichte, bei der man eine Frauenfreundschaft über mehrere Jahre verfolgt und dabei sehr viel über die entsprechende Zeit entdecken kann. Wobei es in diesem Fall nicht um so eine große Zeitspanne geht. Der erste Band spielt nur in dem Jahr 1953, der zweite, der leider erst im Juli 2020 erscheint, beginnt im Jahr 1956. Wir lernen vier sehr unterschiedliche Frauen kennen, die Anfang der Geschichte zwischen Mitte Zwanzig und Dreißig sind. Diese Frauen, die das dritte Reich und den zweiten Weltkrieg bereits als junge Erwachsene erlebt haben, wollen einen kompletten Neubeginn. Und sie wollen ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Aber das ist in den 50er Jahren bei weitem nicht so einfach, wie wir es uns heute vorstellen.
Die vier Freundinnen sind:
- Anni, das einzige Kind der Besitzer des Strandhotels „Seeperle“. Sie möchte das in die Jahre gekommene Hotel renovieren, scheitert aber an dem Widerstand des Vaters. Dabei ist Annis Mutter eigentlich die Erbin des Hotels, das bereits seit 200 Jahren im Familienbesitz ist.
- Rena, Annis beste Freundin schon aus Kinderzeiten. Rena will den deutlich älteren Wiener Gerhard heiraten, muss aber schon vor der Eheschließung eine schreckliche Erfahrung machen.
- Edith, eine junge Lehrerin aus Essen, betreut Kinder in St. Peter, die dorthin zur Kur geschickt werden. Edith macht sich stark für Frauenrechte, hat aber selbst ein trauriges Schicksal erlebt, von dem die Freundinnen erst im Laufe der Geschichte erfahren.
- Helena, eine Ärztin, die den langjährigen Landarzt ersetzt. Auch sie birgt ein schreckliches Geheimnis, was erst spät zu Tage tritt. Sie setzt sich ebenfalls sehr für Frauen ein, aber auf einer ganz anderen Ebene.
Um diese vier Frauen geht es in diesem Roman. Wobei Rena tatsächlich heiratet und schon früh St. Peter verlassen muss. Ich hoffe aber, dass sie uns im zweiten Band wieder mehr begegnet.
Natürlich gibt es in diesem Band auch Männer, wobei diese zumeist sehr schlecht wegkommen. Der einzig wirklich sympathische Mann in diesem Roman ist Hans. Zu Kriegszeiten war die „Seeperle“ ein Lazarett. Und Hans war einer der Patienten. Anni hat sich sehr liebevoll um ihn gekümmert. Daraus ist eine tiefe Freundschaft entstanden, und Hans besucht sie immer wieder in St. Peter. Dann gibt es Ole, Annis Vater und seine beiden Kumpels Gerd und Knut, die häufig bei einem Bier über ihr Leben jammern. Und nicht zuletzt Hinnerk, Annis Verlobter.
In diesem Roman geht es sehr viel um die Rechte der Frauen. Und es ist erschreckend, wie wenig Rechte die Frauen in den 50er Jahren hatten. Sie durften fast nichts ohne das Einverständnis ihrer Väter oder später ihrer Ehemänner. Nicht einmal ein eigenes Bankkonto durften sie haben! Ich will jetzt gar nicht alles aufzählen, um was für Frauenrechte es in diesem Roman geht, denn sonst können Sie eins und eins zusammenzählen und kennen bereits den Inhalt. Aber ich muss sagen, dass es mich extrem erschreckt hat. Mir war es natürlich teilweise bereits bekannt, aber ich habe es bisher nie so hervorgehoben gelesen. Irgendwie sind die Frauen in Romanen dieser Zeit sonst immer besonders stark und durchsetzungsfähig, oder sie haben einfach ganz andere Männer kennengelernt als solche, wie die, die in diesem Roman eine Rolle spielen. Wir können gar nicht dankbar genug sein, dass die Frauen sich in den 50er, 60er und 70er Jahren so für unsere Rechte eingesetzt haben. Heute ist es einfach unvorstellbar, dass es sich für unsere Eltern und Großeltern noch ganz anders darstellte.
Was mich an diesem Roman ebenfalls sehr erschreckt hat, ist die damalige Moralvorstellung und Scheinheiligkeit der Gesellschaft. Die Hauptsache das Bild nach außen stimmt. Ob der Mensch dabei zerbricht ist zweitrangig.
Ich bin von diesem Roman begeistert gewesen und kann es gar nicht abwarten, dass die Geschichte weitergeht. Leider müssen wir bis zum Juli 2020 warten. Und das ist richtig gemein, denn die Geschichte endet mit einem Cliffhanger!
Meinung aus der Buchhandlung
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Ein berührender Roman über drei Freundinnen, deren Leben und die Rechte der Frauen in den 1950er Jahren. Manche der damaligen Gesezte und deren Auswirkungen auf die Frauen sind heute kaum noch nachvollziehbar. Wir sollten stolz auf die Kämpferinnen von damals sein.
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Drei Frauen mit unterschiedlichen Zielen kämpfen gegen Vorurteile, Grenzen und gehen unbeirrbar ihren Weg.
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