Ableitung von Ansätzen zur Integration des militärischen Kameradschafts-Gedankens in privatrechtlich strukturierte (deutsche) Unternehmen
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
10.05.2019
Verlag
GRINSeitenzahl
106 (Printausgabe)
Dateigröße
8823 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668935563
Ziel dieser Ausarbeitung ist, die Kameradschaftspflicht in der Bundeswehr als Vorbild für Vertrauen genauer zu untersuchen und Ansätze des Kameradschafts-Gedankens abzuleiten, die sich in einem Unternehmen etablieren lassen. Sowohl Kameradschaft (in der Bundeswehr) als auch Kollegialität (in Unternehmen) beinhalten ein friedfertiges Verhalten und die unterstützende Zusammenarbeit von Mitgliedern, unterscheiden sich diese jedoch enorm in ihrer Tragweite. Kameradschaft kann dabei als die höher entwickelte Form angesehen werden, da sie auch über die Grenzen der Organisation hinaus wirkt. Eine Aktivierung der militärischen Kameradschaft findet im Wesentlichen über Vertrauen statt. Um den direkten Zusammenhang zwischen Kameradschaft und Vertrauen herauszustellen, kann Vertrauen in die Einzelbereiche Systemvertrauen, Personenvertrauen und Selbstvertrauen eingeteilt werden. Aus der Zuordnung ergibt sich, dass Kameradschaft als einzige Ausprägungsform über alle drei Kernbereiche des Vertrauens wirkt und daher das intensivste Vertrauen gebildet wird. Der Aufbau von Vertrauen kann dabei wesentlich über die drei vertrauensbildenden Faktoren Transparenz, Kommunikation und Partizipation unterstützt werden. Kameradschaft zielt so vor allem auf Komplexitätsreduktion ab und stärkt gleichzeitig die Kohäsion ("Wir-Gefühl"), die Lokomotion sowie das Commitment.
Die gesetzlich normierte Kameradschaftspflicht ermöglicht zudem eine Verkürzung des Teambildungsprozesses und fördert das Mitunternehmertum. Daneben kann sie zur Stressreduktion beitragen und wirksamen Schutz vor Mobbing bieten. Mit der Formalisierung der "Kameradschaftspflicht" nimmt die Bundeswehr aktiv Einfluss das erwartete Verhalten ihrer Mitglieder. Die militärischen Rahmenbedingungen und Strukturen können als wesentlich Stütze für den Vertrauensaufbau (Kameradschaft) verstanden werden. Um Kameradschaft erfolgreich in ein Unternehmen zu integrieren, müssen die hilfreichen militärischen Rahmenbedingungen und Strukturen in das Unternehmen überführt werden und vor allem vertrauens-bildende Maßnahmen in den Fokus der Betrachtung rücken.
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