Das letzte Hemd ist bunt

Inhaltsverzeichnis

Inhalt
Vorwort 11 Teil I
1. Der fremde Tod 19
"Outsourcing" des Sterbens 19
Die enteigneten Toten 22
Hilflose Trauer 25
2. Die stille Revolte 28
Vom Unbehagen zum Ungehorsam 28
Individuelle Freiheit und ihre Grenzen 30
Krisen in Perspektiven wandeln 32
3. Gemeinsam einsam 34
Der Tod "in Nahaufnahme" 34
Kult und Kultur des Sterbens 35
Wir konsumieren uns zu Tode 37
Moderne Gesellschaft - moderne Ängste 43
4. Memento mori: ein Blick zurück 47
Die Bedeutung von Totenritualen in der Geschichte 47
Das Individuum und das kollektive Gedenken 49
Der Tod als Weltverbesserer 51
5. Den Tod neu denken 55
Ungewissheiten aushalten 55
Trauer-Power: Die Kraft der Trauer 56 Teil II
6. Der Trauer eine Heimat geben 63
Ein Ort der Begegnung 63
Ein Trauerritual ist wie ein Bilderrahmen 66
Trauer braucht Vertrautheit 69
Sich Zeit nehmen zum Trauern 74
7. Der Tod und die Liebe 78
Was Sterbehemd und Brautkleid gemein haben 78
Abschied als Anfang einer neuen Verbundenheit 82
Geteilte Erinnerungen 84
Trauerzeit ist Lebenszeit 87
8. Jeder Abschied ist einzigartig 90
Individuelle Gestaltung statt Pomp 90
Kreativer Ungehorsam 93
Trauer ist ein Reifeprozess 96
9. Verwandlungen 100
Lebendigkeit ist unsterblich 100
Zeit für die großen Fragen 102 Teil III
10. Der Tod als Lehrmeister 107
Die a-mortale Gesellschaft 107
Vom Wert der Bindung 109
Leben in der Gegenwart 111
Unendliche Erwartungen 111
Verluste akzeptieren 113
Die Angst vor dem Alter 114
Grenzen der Kontrolle 114
11. Krise und Aufbruch 117
Krisenbewältigung als Lebenskompetenz 117
Die Unvorhersehbarkeit von Krisen 120
12. Verdrängte Verluste 123
Königsdisziplin Change Management 123
Der Aufstand des Individuums 125
Der Preis der Flexibilität 126
Die Kehrseite der Veränderungen 128
Überlebenden-Depression 130
13. Der Tod und sein Preis 133
Die Kosten-Nutzen-Brille 133
Friedhofszwang versus Vielfalt 135
Die TrauerOase 136
14. Der letzte Wille (Sterben und sterben lassen) 137
Hilfe für die Hinterbliebenen 137
Selbstbestimmung am Ende des Lebens 138 Teil IV
15. Aus dem Schatten der Trauer 145
Die guten Ratschläge der anderen 145
Credo ergo sum 146
Die Bedeutung von Trauergruppen 149
Wer macht den ersten Schritt? 151
Berufsvorbereitung für Trauerbegleiter 152
Der Tod kommt immer unerwartet. Über Selbstverständlichkeiten und Tabus153
16. Individuelle Abschiede 155
Der Tod hat viele Farben 155
Fünf Tage Abschied 156
Das eigene Hemd 157
Ein Fest für Horst 158
Reisebegleiter 159
Ahnengalerie 161
Ein Stein als Skulptur 161
Fußball für immer 162
Digitale Ewigkeit 163
Der letzte Tag - und ein Koffer 164
Ein handbemalter Sarg 165
Darf man erleichtert sein, wenn jemand stirbt? 166
Wenn Kinder trauern 168
17. Traueralltag am Arbeitsplatz 171
Funktionieren um jeden Preis 171
Verantwortung der Unternehmen - auch im eigenen Interesse 172
18. Fazit - Der Tod gehört ins Leben 175
Leseempfehlungen 184
Weitere Quellen und Artikel 188

Das letzte Hemd ist bunt

Die neue Freiheit in der Sterbekultur

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Beschreibung

"Der Tod ist der beste Lehrmeister zu bürgerlichem Ungehorsam." Fritz Roth

Unser ganzes Leben lang streben wir nach Selbstbestimmtheit und Autonomie. Doch als Trauernde lassen wir uns unsere Toten stehlen. Wir haben gelernt, zu delegieren, uns auf »Experten« zu verlassen. Und spätestens, wenn wir persönlich mit dem Verlust eines nahe stehenden Menschen konfrontiert sind oder wenn uns eine lebensbedrohliche Krankheit überkommt, erkennen wir schmerzlich, dass die alten Rituale nicht mehr passen.
Wir sind als Individuen und auch als Gesellschaft gefordert, eine neue Sterbe- und Trauerkultur zu entwickeln. Wollen wir unser Leben (bis zum Ende) gestalten oder nur verwalten? Wie ist es um den Wert der Individualität bestellt, wenn wir sie im entscheidenden Moment verschenken? Trauer sollte wie jede Krise nicht als lästiges Hindernis, sondern als langer Weg einer Veränderung verstanden werden. Dann erst können wir die Chancen dieser Erfahrung nutzen und erkennen: Auch allem Ende wohnt ein Zauber inne.

Fritz Roth, 1949-2012, arbeitete als Unternehmensberater, bevor er Trauerpädagoge wurde und ein Bestattungshaus in Bergisch-Gladbach übernahm. Der »Pionier des deutschen Bestattungswesens« galt vielen Kollegen zugleich als Enfant terrible der Branche. Er gründete den ersten privaten Friedhof Deutschlands, Zehntausende Manager, Theologen, Mediziner, Verbände und Jugendliche besuchen jährlich sein »Haus der menschlichen Begleitung«. Der Autor mehrerer Bücher zum Thema Trauer erklärte den Tod für die »Sendung mit der Maus« und war ein gefragter Redner.

30.11.2011, Hessischer Rundfunk
Das letzte Hemd ist bunt
"In seinem neuen Buch plädiert Roth für eine neue Sterbe-, Trauer- und Bestattungskultur und zeigt, wie ein individueller und nonkonformistischer Umgang mit dem Tod aussehen kann."

Details

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

12.09.2011

Verlag

1

Beschreibung

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Text-to-Speech

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Erscheinungsdatum

12.09.2011

Verlag

1

Seitenzahl

189 (Printausgabe)

Dateigröße

2283 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783593411576

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Die neue Freiheit der Sterbekultur

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine stille Revolte ist im Gange gegen die Vorschriften und Verordnungen zur Sterbekultur. Noch regieren Technik, Konventionen und Standards dort, wo wir selbst nicht steuern und gestalten können oder wollen. Der Tod wird, wie so vieles "hergestellt". Dabei brauchen wir viel mehr Auseinandersetzung und Nähe, damit wir die Realität des Todes erfahren können. Denn eines ist gewiss: Entgehen werden wir der Erfahrung, Abschied nehmen zu müssen, nicht. Trennung und Brüche sind charakteristisch für die modernen Zeiten, die wenige Gewissheiten bieten. Erfahrungen von Arbeitsplatzverlust, Scheidung, Abschied, Trennung ähneln oft dem, was mannach einem Todesfall erlebt. Trauer hilft dabei, sich neu zu erfinden.
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Die neue Freiheit der Sterbekultur

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine stille Revolte ist im Gange gegen die Vorschriften und Verordnungen zur Sterbekultur. Noch regieren Technik, Konventionen und Standards dort, wo wir selbst nicht steuern und gestalten können oder wollen. Der Tod wird, wie so vieles "hergestellt". Dabei brauchen wir viel mehr Auseinandersetzung und Nähe, damit wir die Realität des Todes erfahren können. Denn eines ist gewiss: Entgehen werden wir der Erfahrung, Abschied nehmen zu müssen, nicht. Trennung und Brüche sind charakteristisch für die modernen Zeiten, die wenige Gewissheiten bieten. Erfahrungen von Arbeitsplatzverlust, Scheidung, Abschied, Trennung ähneln oft dem, was mannach einem Todesfall erlebt. Trauer hilft dabei, sich neu zu erfinden.

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    1. Der fremde Tod 19
    "Outsourcing" des Sterbens 19
    Die enteigneten Toten 22
    Hilflose Trauer 25
    2. Die stille Revolte 28
    Vom Unbehagen zum Ungehorsam 28
    Individuelle Freiheit und ihre Grenzen 30
    Krisen in Perspektiven wandeln 32
    3. Gemeinsam einsam 34
    Der Tod "in Nahaufnahme" 34
    Kult und Kultur des Sterbens 35
    Wir konsumieren uns zu Tode 37
    Moderne Gesellschaft - moderne Ängste 43
    4. Memento mori: ein Blick zurück 47
    Die Bedeutung von Totenritualen in der Geschichte 47
    Das Individuum und das kollektive Gedenken 49
    Der Tod als Weltverbesserer 51
    5. Den Tod neu denken 55
    Ungewissheiten aushalten 55
    Trauer-Power: Die Kraft der Trauer 56 Teil II
    6. Der Trauer eine Heimat geben 63
    Ein Ort der Begegnung 63
    Ein Trauerritual ist wie ein Bilderrahmen 66
    Trauer braucht Vertrautheit 69
    Sich Zeit nehmen zum Trauern 74
    7. Der Tod und die Liebe 78
    Was Sterbehemd und Brautkleid gemein haben 78
    Abschied als Anfang einer neuen Verbundenheit 82
    Geteilte Erinnerungen 84
    Trauerzeit ist Lebenszeit 87
    8. Jeder Abschied ist einzigartig 90
    Individuelle Gestaltung statt Pomp 90
    Kreativer Ungehorsam 93
    Trauer ist ein Reifeprozess 96
    9. Verwandlungen 100
    Lebendigkeit ist unsterblich 100
    Zeit für die großen Fragen 102 Teil III
    10. Der Tod als Lehrmeister 107
    Die a-mortale Gesellschaft 107
    Vom Wert der Bindung 109
    Leben in der Gegenwart 111
    Unendliche Erwartungen 111
    Verluste akzeptieren 113
    Die Angst vor dem Alter 114
    Grenzen der Kontrolle 114
    11. Krise und Aufbruch 117
    Krisenbewältigung als Lebenskompetenz 117
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    12. Verdrängte Verluste 123
    Königsdisziplin Change Management 123
    Der Aufstand des Individuums 125
    Der Preis der Flexibilität 126
    Die Kehrseite der Veränderungen 128
    Überlebenden-Depression 130
    13. Der Tod und sein Preis 133
    Die Kosten-Nutzen-Brille 133
    Friedhofszwang versus Vielfalt 135
    Die TrauerOase 136
    14. Der letzte Wille (Sterben und sterben lassen) 137
    Hilfe für die Hinterbliebenen 137
    Selbstbestimmung am Ende des Lebens 138 Teil IV
    15. Aus dem Schatten der Trauer 145
    Die guten Ratschläge der anderen 145
    Credo ergo sum 146
    Die Bedeutung von Trauergruppen 149
    Wer macht den ersten Schritt? 151
    Berufsvorbereitung für Trauerbegleiter 152
    Der Tod kommt immer unerwartet. Über Selbstverständlichkeiten und Tabus153
    16. Individuelle Abschiede 155
    Der Tod hat viele Farben 155
    Fünf Tage Abschied 156
    Das eigene Hemd 157
    Ein Fest für Horst 158
    Reisebegleiter 159
    Ahnengalerie 161
    Ein Stein als Skulptur 161
    Fußball für immer 162
    Digitale Ewigkeit 163
    Der letzte Tag - und ein Koffer 164
    Ein handbemalter Sarg 165
    Darf man erleichtert sein, wenn jemand stirbt? 166
    Wenn Kinder trauern 168
    17. Traueralltag am Arbeitsplatz 171
    Funktionieren um jeden Preis 171
    Verantwortung der Unternehmen - auch im eigenen Interesse 172
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