Funktion des Apostrophs. Die Geschichte des Apostorophs, Apostrophsetzung in der Praxis
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
27.05.2019
Verlag
GRINSeitenzahl
13 (Printausgabe)
Dateigröße
455 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668948129
In dieser Hausarbeit sollen die Regeln und die Funktionen des Apostrophs ausführlich dargestellt werden und kurz auf die praktische Nutzung durch Schreiber übertragen werden.
Erste Apostrophschreibungen findet man schon im antiken Griechenland. Schon damals wurde der Apostroph dazu genutzt, Auslassungen anzuzeigen.
Die Apostrophschreibung im Deutschen ist keinesfalls eine moderne Erscheinung. Die ersten Schreibungen mit dem Apostrophen findet man schon in mittelhochdeutschen Handschriften, wo man ihn als Abbreviaturzeichen setzte. Diese Schreibweise kann man bis zum 16. Jahrhundert nachweisen. In der Geschichte der Drucksprache des Deutschen findet man Apostrophe erst seit dem 17. Jahrhundert- mit einer Verzögerung gegenüber dem Englischen und Französischen. Seit dem 17. Jahrhundert findet man den Apostrophen verstärkt in der Rechtschreibung. Bereits in der Mitte des 17. Jahrhunderts wird der Apostroph als Elisionszeichen beschrieben. Außerdem wird er nicht mehr als phonographisch motiviertes Auslassungszeichen gesetzt, sondern auch aus logographisch motiviertes Zeichen - das Stammformapostroph (A.A.O.). Hinzu kommt die Funktion als Genitivapostroph bei Personennamen, wodurch die Grenze zwischen Grundform und Flexiv markiert wird. Im Deutschen wurde der Apostroph vor allem durch die Dichtung geprägt und ermöglichte Wortformen zu generieren und zu verschriftlichen, so dass sie in das jeweilige metrische Maß des Gedichtes passten. Anfangs wurde es dazu genutzt, Apokopierungen anzuzeigen, später im 18. Jahrhundert auch dazu, Aphäresen zu kennzeichnen. Der Apostroph wird erstmals von Adelung im späten 18. Jahrhundert beschrieben, der das Genitiv-s nach einem finalen gespannten Vollvokal durch einen Apostrophen abtrennen will, um die Endsilbenbetonung zu verhindern.
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