Welche Rolle spielt der Umgang mit Gleichaltrigen bei der Sozialisation in der frühen Kindheit?
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
19.06.2019
Verlag
GRINSeitenzahl
13 (Printausgabe)
Dateigröße
457 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668961944
"Maxi (19 Monate) und Julia (20 Monate) stehen am Holzgitter, das den hervorstehenden Heizkörper umrandet. Beide Kinder schauen sich kurz an und beginnen wie auf Kommando an dem Gitter zu wackeln und lauthals zu lachen und zu hüpfen. Aus den Augenwinkeln heraus blicken sie zur Erzieherin. Die nimmt den Blickkontakt auf, sie stellt sich ,böse' und sagt übertrieben betont: "Aber Kinder, ihr sollt doch nicht immer am Gitter wackeln!" Die beiden Kinder juchzen, laufen lachend weg und lassen sich auf die Matratze plumpsen."
Diese kurze sequenzielle Beschreibung einer Situation in einer Kindertageseinrichtung zeigt beidseitige Freude über das gemeinsame "Quatsch machen", das gemeinsame Spiel, und dass die beiden Kinder die eigentlich geltenden Regeln genau verstanden haben und offen spielerisch damit umgehen können. Es wird außerdem deutlich, dass eine nonverbale Kommunikation stattgefunden hat, eine Verständigung über den gemeinsamen "Spielablauf" und so eine gemeinsame Handlung entsteht. Ähnliche Situationen, in welchen Kinder miteinander gemeinsame Interaktion herstellen, treten im Alltag von Kindertageseinrichtungen sehr häufig auf, was bei gemeinsamer Betreuung von Kindern in einer Kindergruppe nur logisch erscheint. Vergleicht man diese, unter Kindern hergestellte, gemeinsamen Spiel- beziehungsweise Interaktionsmomente, lassen sich schnell große Unterschiede bezüglich des Ausmaßes der beidseitigen Freude, den gemeinsamen Tätigkeiten, sowie der Übereinstimmung der Interessen der Beteiligten feststellen, was wiederum aufzeigt, dass bei Interessensgegensätzen Konflikte entstehen können und deren Lösung von kommunikativen, kognitiven und besonders sozialen Fähigkeiten der beteiligten Kinder abhängig ist.
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