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Kaiserdämmerung

Berlin, London, Paris, St. Petersburg und der Weg in den Untergang

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Beschreibung


Eine fulminante Gesamtdarstellung und Neudeutung des wilhelminischen Reichs, über die man lange diskutieren wird.

Mit großem Weitblick erzählt und deutet Rainer F. Schmidt die Geschichte vom Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs im europäischen Zusammenhang: die längst überfällige, glänzend geschriebene Darstellung und Neuinterpretation des wilhelminischen Deutschlands auf seinem Weg – bis hin zu seinem Ende im Ersten Weltkrieg.

Das wilhelminische Kaiserreich steht bis heute in keinem guten Ruf. Kryptoabsolutismus, Sonderweg und Weltmachtstreben – so lauten die Etiketten, die ihm angeklebt werden. Ein irrlichternder Kaiser, unfähige Kanzler, Welt- und Flottenpolitik nach außen und die zähe Verteidigung der Vorherrschaft der alten Eliten im Innern: All das führte auf den Weg, der im Ersten Weltkrieg endete und den eigenen Untergang besiegelte. Rainer Schmidts glänzend geschriebene Darstellung bietet eine alternative Sichtweise zu diesem gängigen Bild. Umfassend beschreibt er das wilhelminische Reich in seinen wichtigsten Strukturen, aber auch in seinen modernen Elementen. In einem grandiosen Panorama schildert und deutet der Autor die internationalen Beziehungen zwischen 1890 und 1918 nicht monokausal von Berlin her, sondern bettet sie in den gesamteuropäischen Kontext ein. Dabei ergibt sich der Befund einer komplexen Gemengelage, die 1914 in den Krieg mündete: eigene Fehleinschätzungen, die Berlin in die Isolation führten, aber auch eine gezielte Einkreisungs- und Erpressungsstrategie der anderen Mächte, womit die große Katastrophe fast unausweichlich wurde. Eine fulminante Gesamtdarstellung und brisante Neuinterpretation einer der umstrittensten Epochen der deutschen Geschichte, über die man lange diskutieren wird.

»Eine fulminante Gesamtdarstellung und brisante Neuinterpretation einer der umstrittensten Epochen der deutschen Geschichte, über die man lange diskutieren wird.«
Bernd Kielmann, Buch-Magazin, November 2021

Details

  • Verkaufsrang

    15387

  • Einband

    gebundene Ausgabe

  • Erscheinungsdatum

    18.09.2021

  • Verlag Klett Cotta
  • Seitenzahl

    878

Beschreibung

Details

  • Verkaufsrang

    15387

  • Einband

    gebundene Ausgabe

  • Erscheinungsdatum

    18.09.2021

  • Verlag Klett Cotta
  • Seitenzahl

    878

  • Maße (L/B/H)

    23,1/16,8/6,7 cm

  • Gewicht

    1359 g

  • Auflage

    2.Druckaufl. 2021

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-608-98318-0

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Sehr empfehlenswert

Bewertung aus Moosburg am 18.11.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Eine fulminante Gesamtdarstellung und Neudeutung des wilhelminischen Reichs, über die man lange diskutieren wird. Mit großem Weitblick erzählt und deutet Rainer F. Schmidt die Geschichte vom Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs im europäischen Zusammenhang: die längst überfällige, glänzend geschriebene Darstellung und Neuinterpretation des wilhelminischen Deutschlands auf seinem Weg – bis hin zu seinem Ende im Ersten Weltkrieg. Das wilhelminische Kaiserreich steht bis heute in keinem guten Ruf. Kryptoabsolutismus, Sonderweg und Weltmachtstreben – so lauten die Etiketten, die ihm angeklebt werden. Ein irrlichternder Kaiser, unfähige Kanzler, Welt- und Flottenpolitik nach außen und die zähe Verteidigung der Vorherrschaft der alten Eliten im Innern: All das führte auf den Weg, der im Ersten Weltkrieg endete und den eigenen Untergang besiegelte. Rainer Schmidts glänzend geschriebene Darstellung bietet eine alternative Sichtweise zu diesem gängigen Bild. Umfassend beschreibt er das wilhelminische Reich in seinen wichtigsten Strukturen, aber auch in seinen modernen Elementen. In einem grandiosen Panorama schildert und deutet der Autor die internationalen Beziehungen zwischen 1890 und 1918 nicht monokausal von Berlin her, sondern bettet sie in den gesamteuropäischen Kontext ein. Dabei ergibt sich der Befund einer komplexen Gemengelage, die 1914 in den Krieg mündete: eigene Fehleinschätzungen, die Berlin in die Isolation führten, aber auch eine gezielte Einkreisungs- und Erpressungsstrategie der anderen Mächte, womit die große Katastrophe fast unausweichlich wurde. Eine fulminante Gesamtdarstellung und brisante Neuinterpretation einer der umstrittensten Epochen der deutschen Geschichte, über die man lange diskutieren wird. (Klappentext) Es ist ein Buch, das man jedem an neuerer Geschichte interessierten Leser unbedingt empfehlen kann. Es ist gut strukturiert und trotz der Informationsfülle sehr gut „lesbar“; man kann es auch zur Seite legen, ohne den Anschluss zu verlieren. Es deckt von gesellschaftlich relevanten Kriterien und der Innenpolitik bis zur Außenpolitik und hin zum Weltkrieg und dem Ende der Monarchie die wesentlichen Aspekte auf gelungene Weise ab. Es unterscheidet sich auch in verschiedenen Punkten, wie zum Beispiel der Alleinschuld-These am Ausbruch des Weltkrieges (die immer noch bemüht wird), von den Werken anderer Autoren. 100 Jahre nach Abschluss des Versailler Vertrages ist es Zeit, sich mit dieser Thematik aus einer globalen Sicht heraus neu zu befassen. Das Buch von Rainer Schmidt bildet hierzu eine beachtliche Grundlage und sollte eine breite Leserschaft finden. Hilfreich und interessant dürfte hierbei auch das Werk von Gerry Docherty & Jim Macgregor „Verborgene Geschichte“ sein.

Sehr empfehlenswert

Bewertung aus Moosburg am 18.11.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Eine fulminante Gesamtdarstellung und Neudeutung des wilhelminischen Reichs, über die man lange diskutieren wird. Mit großem Weitblick erzählt und deutet Rainer F. Schmidt die Geschichte vom Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs im europäischen Zusammenhang: die längst überfällige, glänzend geschriebene Darstellung und Neuinterpretation des wilhelminischen Deutschlands auf seinem Weg – bis hin zu seinem Ende im Ersten Weltkrieg. Das wilhelminische Kaiserreich steht bis heute in keinem guten Ruf. Kryptoabsolutismus, Sonderweg und Weltmachtstreben – so lauten die Etiketten, die ihm angeklebt werden. Ein irrlichternder Kaiser, unfähige Kanzler, Welt- und Flottenpolitik nach außen und die zähe Verteidigung der Vorherrschaft der alten Eliten im Innern: All das führte auf den Weg, der im Ersten Weltkrieg endete und den eigenen Untergang besiegelte. Rainer Schmidts glänzend geschriebene Darstellung bietet eine alternative Sichtweise zu diesem gängigen Bild. Umfassend beschreibt er das wilhelminische Reich in seinen wichtigsten Strukturen, aber auch in seinen modernen Elementen. In einem grandiosen Panorama schildert und deutet der Autor die internationalen Beziehungen zwischen 1890 und 1918 nicht monokausal von Berlin her, sondern bettet sie in den gesamteuropäischen Kontext ein. Dabei ergibt sich der Befund einer komplexen Gemengelage, die 1914 in den Krieg mündete: eigene Fehleinschätzungen, die Berlin in die Isolation führten, aber auch eine gezielte Einkreisungs- und Erpressungsstrategie der anderen Mächte, womit die große Katastrophe fast unausweichlich wurde. Eine fulminante Gesamtdarstellung und brisante Neuinterpretation einer der umstrittensten Epochen der deutschen Geschichte, über die man lange diskutieren wird. (Klappentext) Es ist ein Buch, das man jedem an neuerer Geschichte interessierten Leser unbedingt empfehlen kann. Es ist gut strukturiert und trotz der Informationsfülle sehr gut „lesbar“; man kann es auch zur Seite legen, ohne den Anschluss zu verlieren. Es deckt von gesellschaftlich relevanten Kriterien und der Innenpolitik bis zur Außenpolitik und hin zum Weltkrieg und dem Ende der Monarchie die wesentlichen Aspekte auf gelungene Weise ab. Es unterscheidet sich auch in verschiedenen Punkten, wie zum Beispiel der Alleinschuld-These am Ausbruch des Weltkrieges (die immer noch bemüht wird), von den Werken anderer Autoren. 100 Jahre nach Abschluss des Versailler Vertrages ist es Zeit, sich mit dieser Thematik aus einer globalen Sicht heraus neu zu befassen. Das Buch von Rainer Schmidt bildet hierzu eine beachtliche Grundlage und sollte eine breite Leserschaft finden. Hilfreich und interessant dürfte hierbei auch das Werk von Gerry Docherty & Jim Macgregor „Verborgene Geschichte“ sein.

Ein ganz hervrragendes Werk

Bewertung aus Berlin am 05.10.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Es widerlegt nicht nur die deutsche Alleinschuld. Es zeigt auch, dass die Entente nicht wie Schlafwandler in den Krieg schlitterte, sondern ihn, getrieben von Frankreichs Rachegelüsten für 1870/71, schon lange vorbereitet hatte. Deutschland hat nach Bismarcks Abschied einen Fehler nach dem anderen gemacht. Frankreich hat mit riesigen Devisenzahlungen an Russland dessen Aufrüstung gefördert, und die aggressive Bündnispolitik der Grossmächte führte dann dazu, dass das Kaiserreich irgendwann in Panik geriet und nicht abwarten wollte, bis es gänzlich unterlegen war. Man erkennt, dass der Weg zum WK II und zu den heutigen Machtverhältnissen bereits ab 1890 vorgezeichnet war. Ein hervorragendes Werk, das für jeden Geschichtsinteressierten und Geschichtslehrer ein absolutes Muss ist.

Ein ganz hervrragendes Werk

Bewertung aus Berlin am 05.10.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Es widerlegt nicht nur die deutsche Alleinschuld. Es zeigt auch, dass die Entente nicht wie Schlafwandler in den Krieg schlitterte, sondern ihn, getrieben von Frankreichs Rachegelüsten für 1870/71, schon lange vorbereitet hatte. Deutschland hat nach Bismarcks Abschied einen Fehler nach dem anderen gemacht. Frankreich hat mit riesigen Devisenzahlungen an Russland dessen Aufrüstung gefördert, und die aggressive Bündnispolitik der Grossmächte führte dann dazu, dass das Kaiserreich irgendwann in Panik geriet und nicht abwarten wollte, bis es gänzlich unterlegen war. Man erkennt, dass der Weg zum WK II und zu den heutigen Machtverhältnissen bereits ab 1890 vorgezeichnet war. Ein hervorragendes Werk, das für jeden Geschichtsinteressierten und Geschichtslehrer ein absolutes Muss ist.

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von Rainer F. Schmidt

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