Die Studentin und Aushilfskellnerin Liane findet sich, ohne Erinnerung an die letzten Stunden in einer Sackgasse in Bochum abgelegt, wieder. Nur widerstrebend lässt sie den Gedanken zu, dass sie anscheinend ermordet wurde. Kurz vor der Obduktion wird ihr Körper aus dem Kriminalpathologischen Institut entführt. Die scheinbar sinnlose Tat stürzt den Polizeiapparat in hektische Betriebsamkeit, aber die Leiche wird nicht gefunden. Die Kriminalbeamten Luppert und Frauke stürzen sich verbissen in die Suche nach dem Mörder, der sie mehrfach auf falsche Fährten führt. Mit ihren ganz eigenen Methoden sucht auch die aufstrebende Journalistin Anne Greis nach dem Mörder. Sie ist es auch, die als Erste entdeckt, dass es sich um einen Serienmörder handelt. Soll sie den sympathischen Frauke einweihen oder auf eigene Faust handeln?
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Ein lustiger Ruhrpottkrimi? Geht das? Das geht! Die Studentin und Aushilfskellnerin Liane liegt in einer Sackgasse, zwischen Müllcontainern abgelegt, ohne Erinnerung daran, was passiert sein könnte. Als sie ausgeraubt wird, ohne sich wehren zu können, und ohne dass ihre Hilfeschreie gehört werden, kommt ihr das etwas seltsam vor, aber als dann noch eine Ratte an ihr knabbert, ohne dass sie Schmerzen empfindet, ist ihr klar, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Wieso hört sie keiner, warum fühlt sie nichts und wenn sie wirklich, wie die Müllmänner, die sie schließlich finden, behaupten, tot ist; wo bleibt dann das Licht, das man doch angeblich sehen kann, wenn man stirbt?
„Ich bin die Leiche. Die Leiche bin ich. La Leiche c‘est moi. Was heißt denn Leiche auf Französisch? Wahrscheinlich irgendetwas mit cadaver oder cadavre oder so. Hätte mir damals in der Schule jemand gesagt, wozu ich mein Französisch mal brauchen könnte, hätte ich besser aufgepasst.“ (Seite 28)
Herrlich! Dieses Buch ist ein Angriff auf die Lachmuskeln, ohne ins lächerliche abzurutschen. Aus der Sicht der Leiche, der Ermittler, einer Reporterin sowie natürlich der schuldigen Person erfahren wir nach und nach, welchen Grund es hat, dass nicht nur die Leiche von Liane aus der Pathologie verschwindet, sondern es plötzlich von verschwundenen Menschen nur noch so wimmelt.
Mir hat die Story sehr gefallen. Der Lesefluss hat lediglich darunter gelitten, dass manchmal nicht klar abgegrenzt war, wer denn nun da an der Reihe ist. Und auch eine Erklärung dafür, warum Liane kommunizieren konnte, fehlt letztendlich. Dafür war es aber wirklich lustig und unterhaltsam, sodass ich darüber hinwegsehen kann. Ich vergebe 4 1/2 Sterne und freue mich auf weitere Bücher der Autorin.
Ein etwas anderer Regionalkrimi
Bewertung am 08.08.2021
Bewertungsnummer: 1546818
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Die Studentin und Aushilfskellnerin Liane findet sich, ohne Erinnerung an die letzten Stunden in einer Sackgasse in Bochum abgelegt, wieder. Nur widerstrebend lässt sie den Gedanken zu, dass sie anscheinend ermordet wurde. Kurz vor der Obduktion wird ihr Körper aus dem Kriminalpathologischen Institut entführt. Die scheinbar sinnlose Tat stürzt den Polizeiapparat in hektische Betriebsamkeit, aber die Leiche wird nicht gefunden. Die Kriminalbeamten Luppert und Frauke stürzen sich verbissen in die Suche nach dem Mörder, der sie mehrfach auf falsche Fährten führt. Mit ihren ganz eigenen Methoden sucht auch die aufstrebende Journalistin Anne Greis nach dem Mörder. Sie ist es auch, die als Erste entdeckt, dass es sich um einen Serienmörder handelt. Soll sie den sympathischen Frauke einweihen oder auf eigene Faust handeln?
Der Krimi begann sehr literarisch. Die Schilderung der Stadt in Kombination mit den Gefühlen der Leiche - echt großes Kopfkino. Im Anschluss folgte ein steter Wechsel zwischen den Perspektiven. Mal äußerte sich die Leiche, mal wurde die Perspektive der ermittelnden Kommissare gewählt, dann wieder die des Täters und die der Journalistin Anne Greis. Diese Wechsel sind zwar gekonnt gemacht und auch der Stil ändert sich jeweils sehr gut angepasst, aber mir fiel es dadurch schwer, mich mit den Personen zu identifizieren.
Zum Ende hin wurde es ein richtig guter Regionalkrimi. Mit Spannung und einer Prise Humor.
Was mich sehr gestört hat, war der Buchsatz. Er wirkt sehr unprofessionell und es sind viele Absätze an der falschen Stelle, woanders fehlen sie. Da hat die Geschichte mehr Sorgfalt verdient.
Leseempfehlung für alle Freunde von Regionalkrimis
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