Produktbild: Meerestiere

Meerestiere

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11,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

18 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

08.08.2019

Verlag

Epubli

Seitenzahl

240

Maße (B/H)

12,5/19 cm

Gewicht

286 g

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7485-7956-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

18 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

08.08.2019

Verlag

Epubli

Seitenzahl

240

Maße (B/H)

12,5/19 cm

Gewicht

286 g

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7485-7956-4

Herstelleradresse

epubli
Köpenicker Str. 154a
10997 Berlin
Deutschland
Email: kontakt@epubli.de
Url: www.epubli.de
Telephone: +49 30 25559540

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  • Bewertung

    aus Luckenwalde

    5/5

    08.05.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Poetisch und voller Bilder

    "Meerestiere" von Iris Antonia Kogler ist ein Roman über Menschen, die jeder ein anderes Problem mit sich führen und die sich dann zufällig treffen auf ihrer Reise ans Meer. Jeder dieser Menschen kommt hier zu Wort, sei es Alfred, ein älterer Herr, der von seiner Tochter ins Heim verfrachtet werden soll, Jen, die von ihrem Liebhaber versetzt wird oder auch Jakob, der mit einem Fisch reist, um seinen Vater loslassen zu können. Sie alle und noch mehr erzählen von sich und aus ihrem Leben. Dadurch kommt es zu abwechselnden Perspektiven, was das Buch sehr lebendig gestaltet. Nach und nach lernen wir sie alle besser kennen und mögen. Jeder hat gute Seiten und auch Schwächen, das ist ganz lebensnah beschrieben. Der Autorin gelingt es mit Humor und auch viel Ernsthaftigkeit diese Menschen zusammenzuführen und sie auch dem Lesenden nahe zubringen. Sie sind so sehr dem Alltag entsprungen, haben Probleme und Gedanken, die ich so sehr nachfühlen kann, es ist eine sehr gelungene und emotionale Geschichte. Die Themen Trauer und Trennung und Loslassen von Altem, um Neues zu beginnen, sind sehr schön verarbeitet. Die Autorin beschreibt sehr feinfühlig Details, lässt uns genauer hinsehen, trifft genau die richtigen Worte, dass ich Bilder vor Augen hatte und mich fühlte, als gehöre ich dazu. Ein sehr schönes Buch, das ich nicht als Roadtrip bezeichnen würde, es aber gerne weiter empfehle.

  • Bewertung

    5/5

    24.04.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Einfach das Leben

    Jakob ist eben von seiner Frau verlassen worden und muss sich mit einem sprechenden Fisch herumschlagen, der gerne ins Meer zurück möchte. Alfred wird von seiner gestressten Tochter zum weit entfernten Betreuten Wohnheim gefahren. Sonja und Richard, Anfang sechzig, brechen zu einem Urlaub auf dem Campingplatz auf und merken, dass sie sich in den letzten Jahren entfremdet haben. Jen hat sich mit ihrem Liebhaber, einem verheirateten Familienvater, in einem Hotel verabredet. Wir lernen sie alle unabhängig voneinander kennen, wohlgeordnet in die entsprechenden Unterkapitel aufgeteilt. Sie lassen uns in ihren Alltag, ihre Vergangenheit und ihre Gedankenwelt eintauchen. „Alfred fühlte, wie die Dinge näher rückten, wenn er nicht hinsah, wie bei diesem Kinderspiel, bei dem sich die Kinder nur dann bewegen durften, wenn das Kind, das vorne stand, sich wegdrehte und die Augen zuhielt.“ (32) Sie alle leben das, was allgemeingültig als normal gilt; sie haben gewöhnliche Berufe gelernt, machen mittelmäßige Karrieren und gehen unscheinbaren Hobbys nach. Trotzdem spürt die Autorin auch den kleinen Besonderheiten nach – und gerade das entwickelt seinen eigenen Reiz, mindestens für alle, die ebenso gerne über diese „kleinen Dinge“ sinnieren, die unsere durchschnittlichen Leben liebenswert machen. „… durch Jens Blick durch die Kamera bekamen diese alltäglichen Dinge plötzlich eine ganz andere Bedeutung. Der Schatten einer Gabel auf eine weiße, glatte Fläche, ein Graffiti auf einer Mauer genau in dem Moment, in dem ein Sonnenstrahl durch die Lücke einer Häuserfront darauf scheint und das Wort Peace erhellt.“ (439) Und so unterschiedlich sie mit ihren jeweiligen Lebenssituationen auch scheinen: Sie alle haben mit geplatzten Träumen, mit nicht verwirklichten Wünschen und geheimen Sehnsüchten zu kämpfen. „Sonja schien ihm schon seit Jahren unzufrieden zu sein. Es war ein schleichender Prozess gewesen, und oft war diese Unzufriedenheit von irgendeinem Aktionismus überlagert worden. Er hätte gerne gewusst, über welche Dinge sie nachdachte, während sie den Stau betrachtete, der vor ihnen entstanden war.“ (122) Ihre Leben kreuzen sich im gleichen Hotel an einer Autobahnraststätte. Charmant und warmherzig bekommen wir erzählt, wie sie sich einander annähern. Und schließlich, wie aus mehreren gescheiterten Plänen ein neuer, gemeinsamer entsteht... Diese Geschichte „Roadtrip“ zu nennen, finde ich leider eine unglückliche Wahl, denn die Weiterreise unserer fünf Hauptprotagonisten mitsamt ihren tierischen Begleitern nimmt nur einen kleinen und relativ unbedeutenden Teil davon ein. Alles andere an diesem kurzen Roman ist jedoch sehr gelungen. Die Autorin versteht es, jede einzelne Figur ernst zu nehmen und ihr Tiefe zu verleihen. Der Humor kommt trotzdem nicht zu kurz und findet sich insbesondere in den Dialogen mit dem Fisch wieder, dem eine ganz wichtige Bedeutung zukommt. Sie baut Wendungen auf, die im ersten Moment klischeehaft wirken und dann doch in letzter Sekunde eine andere Richtung einnehmen. Zu guter Letzt schenkt sie uns ein bewegendes Happy End – ach nein, sogar gleich mehrere Happy Enden! Und das ohne Klamauk, ohne Zuckerguss und ohne Kitsch. Einfach das Leben.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    24.04.2022

    Buch (Taschenbuch)

    (K)ein Roadtrip...

    An einem heißen Sommertag treffen fünf Menschen aus unterschiedlichen Gründen in einem Hotel ein. Jakob ist mit einem Fisch ans Meer unterwegs, Sonja und Richard hatten eine Autopanne, Jen wartet vergeblich auf ihren Liebhaber, und Alfred wurde mit seinem Hund Judy von seiner Tochter vor dem Hotel ausgesetzt. Weil nur einer von ihnen ein Auto zur Verfügung hat, schließen sich diese Menschen zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammen, und gemeinsam fahren sie an die See, verbunden durch den Umstand, dass jeder von ihnen noch eine Sache im Leben zu klären hat. (Klappentext) “Schräger, tragikomischer Roadtrip, in dem fünf Menschen, ein Hund und ein sprechender Fisch sich gemeinsam auf den Weg zum Meer machen.” Das steht auch noch im Klappentext - und verwundert. Denn der sog. Roadtrip ist im Grunde keiner. Am Ende wird kurz die gemeinsame Fahrt zum Meer erwähnt, wo dann zumindest ein offenes Lebensthema zu einem Abschluss kommt. Aber der Schwerpunkt des Romans liegt keinesfalls auf dem Roadtrip… Glücklicherweise mochte ich den Roman dann auch trotz der falsch geschürten Erwartung - das ist in der Vergangenheit bei anderen Büchern gelegentlich schon mal komplett schief gegangen. Doch worum geht es hier denn jetzt eigentlich?   “Dinge mussten losgelassen werden, sonst war es unmöglich, weiterzugehen.”   Dieser Satz ist in meinen Augen bezeichnend für die Situation der fünf sehr verschiedenen Menschen, die hier im Roman eine Rolle spielen. Zunächst werden sie einzeln vorgestellt, ihre Lebenslage kurz angerissen, dann landen sie irgendwie alle in einem Hotel im Nirgendwo, und die Begegnung untereinander löst bei jedem einzelnen etwas aus, so dass Lebensthemen, die bei jedem von ihnen bedrückend präsent sind, endlich in Bewegung geraten. Da ist zum einen der 83jährige Alfred, dessen Tochter beschlossen hat, dass er künftig in einem betreuten Wohnen leben und seine Wohnung, in der er seit 48 Jahren lebt, aufgeben soll. Alfred lebt in tiefer Trauer, seitdem seine Frau, die er 61 Jahre lang lieben durfte, gestorben ist. Sein einziger Lichtblick und Anker im Leben ist seine ebenfalls schon betagte Hündin Judy. Als seine Tochter Alfred abholt, setzt sie ihn nach einem Streit unvorhergesehen an besagtem Hotel ab, mitsamt Judy und dem einzigen Koffer, den er mitnehmen wollte in sein neues Leben. Sonja und Richard sind ein langjähriges Ehepaar auf dem Weg in den Urlaub. Während der Fahrt hängen beide ihren Gedanken nach, und schnell wird klar, dass es mit ihrer Ehe nicht zum Besten steht. “Vor 25 Jahren war dieser Riss entstanden, hatte ihrer beider Leben mit Leere gefüllt.” Was hinter der kryptischen Andeutung steckt, erfährt man erst spät, nachdem eine Autopanne die beiden zwingt, ebenfalls in diesem Hotel zu übernachten. Jakob hat gerade die Nachricht erhalten, dass sich seine Frau von ihm trennen wird. Allein im Haus, beginnt plötzlich der Fisch in der Küche mit ihm zu sprechen. Dem Alkohol nicht abgeneigt, beschließt Jakob schließlich auf die Bitte des Fisches hin, sich mit diesem auf den Weg zur Nordsee zu machen. Zwischenhalt ist besagtes Hotel. Jen schließlich, gerade einmal 30 Jahre alt, Finanzbuchhalterin in einem Autohaus, will in dem Hotel John treffen, ihren Liebhaber, der mit einer anderen Frau verheiratet ist. Doch wider Erwarten kommt John nicht - und Jen ist ratlos… Die unterschiedlich lange Vorstellung der Charaktere hier in der Rezension ist tatsächlich bezeichnend dafür, welchen Zugang ich zu den verschiedenen Personen fand. Mit Alfred, dem wohl der letzte Umzug in seinem Leben bevorsteht, konnte ich am meisten mitfühlen. Sonja und Richard fand ich eindrucksvoll realitätsnah, und auch ihr Lebensthema sowie die Auflösung am Ende konnten mich berühren. Jakob dagegen blieb mir in seiner Eigenart eher fremd, und Jen war für mich die blasseste Figur, die ich irgendwie nicht so recht zu fassen bekam. Die geisterhafte Geliebte im Hintergrund - sie gab sich mir nie so richtig zu erkennen.   “Routine konnte einen am Leben halten (…), aber jetzt hatte sie das Gefühl, dass die Routine alles Lebendige in ihrem Leben abtötete, als sei es Unkraut, das sich einen Weg durch den Asphalt der blinden Gewohnheit erkämpft.”   Ich empfand die Vorstellung der einzelnen Figuren in der Summe fast schon zu niederdrückend - alles ist von Melancholie durchzogen, das Leben ein Stillstand. Die Reise der Einzelnen ist da schon eine Wohltat, einfach weil etwas in Bewegung gerät. Durch die Begegnung der vorgestellten Personen löst sich die Melancholie zunehmend auf, werden harte Krusten aufgeweicht, bekommenmen starre Fassaden allmählich Risse. So viele Verletzungen, so viel Traurigkeit - und dann diese liebevollen Begegnungen in der lauen Sommernacht, das tat beim Lesen wohl. Insofern empfand ich den Aufbau als sehr gelungen. Und zum Glück gibt es da auch noch den sprechenden Fisch. Klingt skurril? Ist skurril! Er nimmt kein Blatt vor den Mund, und in seiner direkten Art nimmt er der Melancholie, die den Roman über weite Strecken durchzieht, doch die Spitze. Das empfand ich als sehr angenehm. Und was zu Beginn fast übernatürlich erscheint (ein sprechender Fisch, hallo?!), klärt sich letzten Endes ganz schlüssig auf, was mir ebenfalls gut gefiel. Der Schreibstil von Iris Antonia Kogler ist hier noch besonders hervorzuheben. Trotz der schweren Themen wirkte er leicht auf mich, bildhaft an vielen Stellen, poetisch mitunter. Zuweilen hatte ich den Eindruck, tatäschlich ein Bild vor mir zu sehen, deutlich in Details und Farben. Daher kann es kaum verwundern, dass es auf der Basis des Romans eine Fotoausstellung gab - leider gibt es hierzu keinen Link, da wäre ich doch sehr neugierig gewesen, ob die Bilder der Fotograf:innen sich mit meiner Vorstellung von einigen Szenen deckten… Alles in allem ein besonderer Roman, der trotz der Melancholie nicht erdrückt und sprachlich etwas Besonderes hat.   © Parden

  • Buechermango

    3/5

    27.04.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Nicht mein Buch

    Im Rahmen einer Lovelybooks Leserunde durfte ich Meerestiere von Iris Antonia Kogler lesen. Versprochen wurde hier ein amüsanter Radtrip, mit besonderen Charakteren. Ein bisschen was davon habe ich bekommen.. Fünf unterschiedliche Menschen treffen an einem heißen Sommertag in einem Hotel an. Alle hatten andere Ziele, kommen sich aber doch schnell nahe und beschließen eine gemeinsame Tour ans Meer. Einer hat seinen Hund dabei, der andere redet mit seinem Fisch. Vereint werden sie durch die Trauer, die sie alle in sich tragen. Wir bekommen hier eine bewegende Geschichte über Trauer, Verlust und Trennung. Wir sehen Menschen, die aufeinander zugehen und sich gegenseitig stärken. Aber leider bekommen wir davon ganz schön wenig. Zu Beginn werden erstmal alle Charaktere eingeführt und das hat ordentlich Zeit und Nerven gekostet. Die erste Hälfte werden erstmal alle Figuren genau analysiert und ihre Eigenschaften klar benannt. Das alles war für mich einfach nicht flüssig, hat sich zu erzwungen angefühlt und mich leider oft gelangweilt und immer wieder frustriert. Diese Seiten tragen eine so tiefe Trauer in sich, und behandeln eigentlich interessante Themen. Leider hat mich das aber überhaupt nicht berührt. An sich finde ich, dass die Autorin eine besondere Beobachtungsgabe hat und interessante Aspekte einbringt. Leider schafft sie es in meinen Augen nicht, diese Dinge packend zu umschreiben. Und sorry, aber was juckt mich der BMI einer Person? Mal davon abgesehen, dass der BMI Bullshit ist, gerade um einen Frauenkörper zu beschreiben, kann sich irgendjemand groß was unter diesen Zahlen vorstellen? Der Schreibstil der Autorin macht es mir auch nicht unbedingt leichter. Immer wieder schleichen sich lange Schachtelsätz ein, in denen zwei mal das gleiche gesagt wird. Jeder Schritt, jedes Blinzeln wird erklärt und ich hatte zwischendurch zu stark das Gefühl, dass die Autorin mir die ganze Zeit sagen will, was ich zu fühlen und zu denken habe. Die Charaktere waren so zwar wirklich realistisch und ich bewundere die Gedanken und die Arbeit, die sich die Autorin hier gemacht hat. Mir wäre es nur lieber gewesen, das alles wirklich im Geschehen zu erleben. Die Charaktere kamen bei mir leider trotzdem nicht wirklich an. Sie sind mir anfangs entweder zu klischeehaft und eindimensional, oder zu viel. Gerade Jakob war mir wahnsinnig unsympathisch. Alle Frauen die vorkamen, waren am Anfang erstmal super zickig und anstrengend. Ich fand es aber wirklich schön, wie sich das Blatt dann gewendet hat, nachdem sie irgendwann alle endlich im Hotel gelandet sind. Die Figuren waren im Kontakt weniger eindimensional, wurden immer greifbarer. Teilweise sogar fast sympathisch. Zum Thema roadtrip dann noch mal: Es wird kurz erwähnt, dass sie alle sechs Stunden im Auto saßen und dann am Meer landen. That’s it. Das Ende war dann natürlich wunderschön. Alle haben was für sich mitgenommen, fassen neuen Mut und sind Happy. Yay. Das ging mir alles viel zu schnell. Nachdem ich mich so lange durch das Drama gearbeitet habe, hätte ich wirklich mehr schöne Moment der Protagonist*innen gemeinsam verdient. Vielleicht war meine Erwartungshaltung Teil des Problems, vielleicht bin ich zu jung, um mich mit dem teilweise veralteten Weltbildern der Charaktere identifizieren zu können. Keine Ahnung. Für mich war das Buch einfach nichts, wobei ich sogar irgendwo nachvollziehen kann, warum einige Spaß dran haben.

  • Tanja

    5/5

    12.01.2021

    eBook (ePUB)

    Als ob ich selber an dem Pool dabei wäre ;-)

    Sehr gefühlvolle und überraschende Erzählungen über die einzelnen Personen. Mehr wird nicht verraten. Unbedingt lesen! Auch wenn die Autorin einem noch unbekannt ist.

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