Und dann kamen die Russen Meine Kindheit in Seebad Heringsdorf
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- Deutsch ausgewählt
17,90 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
13.09.2019
Abbildungen
mit 44 Farbabbildungen
Verlag
BoD – Books on DemandSeitenzahl
112
Maße (L/B/H)
22,6/17,5/1,1 cm
Gewicht
372 g
Auflage
2. erweiterte Ausgabe
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7494-8171-2
"Und dann kamen die Russen" errinnert an die Zeit der sowjetischen Besatzung nach dem Zweiten Weltkrieg. Für das Seebad Heringsdorf auf Usedom waren dies ganz besondere Jahre, denn weite Teile des Ortes, so auch der gesamte Promenadenbereich, wurden zu einem Sperrbezirk erklärt, zu dem jahrelang nur Militärangehörige freien Zutritt hatten. Die SMAD (Sowjetische Militäradministration in Deutschland) hatte sie beschlagnahmt, damit sich Offiziere der Roten Armee hier wie in einem "Sanatorium" von den Kriegsfolgen erholen sollten. Der Bevölkerung war der Zutritt nur mit besonderen Passierscheinen möglich. Viele Bewohner sprachen deshalb später von der sogenannten "Russenzeit" oder von der "Zeit des Sanatoriums".
Jürgen Nickel, der Autor dieses Buches, Jahrgang 1939, hat die Jahre 1945/50 als Kind mit wachen Augen erlebt, sowohl was den Einmarsch der Russen betrifft als auch deren Versuch, die Jugend im Sinne der sowjetischen Ideologie zu erziehen. Er hat Zeitzeugen interviewt, die ihm über die eine oder andere Veränderung im Alltagsleben berichteten, und vor allem hat er dargestellt, wie er selbst diese Jahre erlebt hat.
Im Mittelpunkt steht immer wieder das Leben seiner Familie, die sehnsüchtig auf die Rückkehr des Vaters aus sibirischer Kriegsgefangenschaft wartete, sich aber auch und zuerst arrangieren musste mit der "neuen" Zeit und Mittel und Wege finden musste, um die Versorgung mit dem Allernotwendigsten zu sichern. Seine Heimat im engeren Sinne war dabei die Delbrückstraße, wo auch heute noch, inzwischen allerdings kaum wiederzuerkennen, das einstige Haus seiner Großeltern steht.
Dieses Buch ist in jeder Hinsicht etwas Besonderes, da es bisher keine zusammenhängende Darstellung über die "Russenzeit" in Heringsdorf gab. Anschaulich erzählt, nimmt es den Leser mit auf die Reise durch jene Anfangsjahre der Nachkriegszeit mit all ihren speziellen Problemen.
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