Das Argument für einen radikalen linguistic turn bei Jacques Derrida
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
28.07.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
34 (Printausgabe)
Dateigröße
494 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640970162
Innerhalb des theoretischen Diskurses meint ¿linguistic turn`, dass
vor allem dem geisteswissenschaftlichen Umgang mit jeglicher Form von Text eine kritische Reflektion über das Medium der Sprache vorangehen sollte. Diese Behauptung kann als grundlegende These dieser Arbeit angesehen werden. Sie gilt auch und insbesondere für den wissenschaftlichen Umgang mit Literatur. Die Erörterung dieser Behauptung werde ich, wie bereits dem Titel zu entnehmen ist,
mit der Unterstützung Jacques Derridas versuchen. Bevor ich es jedoch wage, es mit den Dimensionen des Titels aufzunehmen, beabsichtige ich auf die Zirkulationsbewegung einzugehen, die durch das initiiert wurde, was den Begriff ¿linguistic turn` letztlich hervorgebracht hat. Die Schlüsselbegriffe dieser Arbeit
(Theorie, Strukturalismus, différence, Poststrukturalismus, différance, Dekonstruktion) sind von dieser Zirkulation in besonderem Maße beeinflusst. Zunächst werde ich also auf die Früchte der linguistischen Wende Bezug nehmen, einerseits um die Anlagen der Dekonstruktion nachzuzeichnen, andererseits um das Argument für einen radikalen ¿linguistic turn` bei Jacques Derrida vorzubereiten. So verstanden ist Derridas Argument ein nachträgliches Argument für eine bereits am Anfang des letzten Jahrhunderts einsetzende Veränderung im Denken. Wenngleich jedoch nicht darüber hinweggetäuscht werden soll, dass die Beschäftigung mit der Sprache in der Philosophie eine weitaus längere Tradition hat, als der vergleichsweise junge Begriff ¿linguistic turn`.
Im Zuge der Beschäftigung mit den Anlagen der Dekonstruktion bin ich keineswegs
darum bemüht, den schon so oft unternommenen Versuch zu unternehmen, die
verborgene Ordnung in der Unordnung mit Konturen zu versehen, sondern - im
Gegenteil - zu zeigen, dass Konturen nur sfumato in das breiige Durcheinander der
Theorienlandschaft eingetragen werden können.
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