Tennessee, 1817. Den wohlhabenden Farmer John Bell suchen Geistererscheinungen heim: Ein unheimliches Wesen treibt sich auf seinen Feldern herum, eine Frau löst sich vor Johns Augen in Luft auf, es klopft des Nachts an Fensterläden und Wänden des Farmhauses – ohne, dass ein Verursacher zu finden wäre. Über Wochen wird die ganze Familie immer wieder aus dem Schlaf gerissen. Schließlich vertraut sich John seinem besten Freund James Johnston an. Aber sowohl Johns eigene Versuche, den ungebetenen Gast loszuwerden, als auch die von James scheitern. Immer mehr Familienmitglieder leiden unter dem Poltergeist. Und schließlich wird Bell krank. Doch liegt das wirklich an übernatürlichen Manifestationen? John beginnt zu zweifeln …Laut der „Legende der Bellhexe“ wird der siebzigjährige John Bell 1820 im heutigen Tennessee durch einen Poltergeist vergiftet. Der Roman ist die Anatomie dieses Mordes: So nah wie möglich an den echten Ereignissen, jedoch fast ohne Einbeziehung übernatürlicher Kräfte, versucht die Autorin, den Mordfall zu lösen.
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Ein interessantes Cover, ein metallischer Hintergrund mit Ornamenten darauf ein Schlüsselloch durch das man eine Frau in einem langen Kleid sieht. Es deutet auf Geheimnisse hin, aber verrät noch nichts macht aber neugierig. Es wirkt schlicht und doch edel. Sehr schön
Der Klappentext:
Tennessee, 1817. Den wohlhabenden Farmer John Bell suchen Geistererscheinungen heim: Ein unheimliches Wesen treibt sich auf seinen Feldern herum, eine Frau löst sich vor Johns Augen in Luft auf, es klopft des Nachts an Fensterläden und Wänden des Farmhauses – ohne, dass ein Verursacher zu finden wäre. Über Wochen wird die ganze Familie immer wieder aus dem Schlaf gerissen. Schließlich vertraut sich John seinem besten Freund James Johnston an. Aber sowohl Johns eigene Versuche, den ungebetenen Gast loszuwerden, als auch die von James scheitern. Immer mehr Familienmitglieder leiden unter dem Poltergeist. Und schließlich wird Bell krank. Doch liegt das wirklich an übernatürlichen Manifestationen? John beginnt zu zweifeln … Laut der „Legende der Bellhexe“ wird der siebzigjährige John Bell 1820 im heutigen Tennessee durch einen Poltergeist vergiftet. Der Roman ist die Anatomie dieses Mordes: So nah wie möglich an den echten Ereignissen, jedoch fast ohne Einbeziehung übernatürlicher Kräfte, versucht die Autorin, den Mordfall zu lösen.
Der Klappentext ist für meinen Geschmack zu lang und verrät zu viel vom Inhalt. Ich mag es lieber kurz und knapp. Aber das ist natürlich Geschmacksache
Eine Geschichte voller Geheimnisse, es beginnt mit seltsamen Vorkommnissen und diese steigern sich im Laufe des Buches.
John Bell ist ein reicher Plantagenbesitzer in Tennessee. Und er scheint von unerklärbaren Spukerscheinungen heimgesucht werden, Spuk,Zufall oder spielt ihm Jemand grausame Streiche.
Am Anfang ist dieser John Bell einfach ich sag es mal einfach der typische Vertreter eines Mannes seines Standes, wie gesagt, reich, von sich überzeugt, rigoros, selbstsicher, er herrscht über das Land, seine Angestellten und die Familie, hat eine angesehene Stellung in der Gesellschaft und auch in Sachen religiösem Stand hat er eine sehr gehobene Stellung.
Doch nach und nach lernt man diesem Mann besser kennen, denn er selbst erinnert sich als er überlegt wenn es denn ein Fluch ist der ihn getroffen hat wer dafür verantwortlich ist.
Und bei jeder Erinnerung kommen mehr schreckliche und grausame Details über sein Leben ans Licht und er scheint sich trotzdem keiner Schuld bewusst zu sein. Er hat mit einer gnadenlosen Selbstverständlichkeit das Leben vieler Menschen auf die eine oder andere Art zerstört, ist rücksichtslos nur auf den eigenen Vorteil bedacht.
Oh ja dieser Mann ist schon ziemlich abstoßend Sympathien kann man da nicht wirklich empfinden.
Und auch die anderen Figuren des Buches erwecken zwar in gewisser Weise Mitleid, aber auch hier ist es nicht wirkliche Sympathie.
Was soll ich sagen, die Autorin schildert das Leben in der besagten Epoche sehr authentisch und detailliert, es wirkt glaubwürdig, trotz der seltsamen Ereignisse. Die gesellschaftlichen Zwänge, die strikten Regeln, die bigotte Religiosität all das hat seinen Platz in diesem Buch.
Der Schreibstil passt zum Buch, es wechselt zwischen verschiedenen Zeitebenen, aber man hat keine Probleme sich zurecht zu finden.
Als Leser war ich mir eigentlich nie klar was diese Vorkommnisse wirklich waren, war die Bellhexe wirklich eine Frau aus der Vergangenheit des John Bells die Rache verüben wollte? Diese Unklarheit macht eine Menge der Spannung des Buches aus, man wartet auf Erklärungen und doch ist genau diese Ungewissheit der besondere Reiz.
Man muss sich auf dieses Buch einlassen, es ist nicht ganz einfach, nichts für zwischendurch. Es ist auch nichts für schwache Nerven, schlimme, grausame Szenen, es gibt fast keine Verbrechen was nicht verübt wird und das mit einer Selbstverständlichkeit, ohne Reue und Gewissensbisse.
Ja man kann schon sagen John Bell verdient alles was er erleidet.
Aber was ist die Rolle seiner Frau, sie die ihm obwohl er sie schlecht behandelt scheinbar loyal zur Seite steht oder führt sie etwas ganz anderes im Schilde?
Mein Fazit:
Es ist schon ein besonderes Buch, auf keinen Fall Mainstream, man muss sich wie erwähnt einlassen auf den besonderen Schreibstil, auf die Personen und ihre Geschichte, die amerikanische Vergangenheit, hart und gnadenlos beschrieben. Ja wer Harmonie und Beschaulichkeit, Heldentum oder edlen Pioniergeist sucht, ist hier fehl am Platz. Realität und Fiktion, Spuk oder die Rache einer gequälten Frau, die Suche nach der Wahrheit faszinierend beschrieben. Sympathien empfindet man wie ich schon sagte sehr wenig. Eine Bewertung ist nicht ganz einfach, eben weil dieses Buch anders ist als ich erwartet habe. Aber ich denke wenn ein Buch mich als Leser fesselt, wenn es mir ständig unerwartete Dinge präsentiert, wenn es eben ganz anders ist und mich zum nachdenken zu Mutmaßungen anregt, dann hat es die 5 Sterne verdient.
Bewertung
aus Heusenstamm
5/5
01.09.2020
Buch (Taschenbuch)
John Bells Erzählung
Das Buch hat schon durch seinen Titel bei mir seine Aufmerksamkeit gewonnen gehabt, da es sich um eine Heimsuchung eines Geistes handelt und mich solche Paranormalen Phänomene einfach magisch anziehen.
Zu dem finde ich es einfach klasse, dass es sich hierbei um eine echte Geschichte handelt, wo sich die Autorin viel Mühe gegeben hat mit ihren Recherchen um die Familie Bell und ihre Heimsuchung.
Die Geschichte spielt im 18. Jahrhundert wo es noch viele Farmer gab und den Sklavenhandel. Eine für mich sehr schlimme Zeit, wenn man bedenkt wie es den Afro Amerikanern damals erging und sie für die weißen arbeiten mussten in Armutsverhältnissen. Zu dem wurden Kinder gehandelt, verheiratet und misshandelt, was leider auch heute noch ein Thema ist.
Die Autorin hat sich sehr darum bemüht diese Gefühle der verschiedenen Nationen Emotional wieder zu geben, was ihr sehr gut gelungen ist. Oft habe ich mit den Charakteren mitgefühlt und mich in ihre Position hinein versetzt gefühlt.
Man lernt viel dazu, was die Geschichte Amerikas betrifft. Das Buch wird von Seiten des John Bell erzählt, wie er alles erlebt hat mit seiner Familie. Deshalb freue mich auch schon auf den nächsten Band aus der Sicht von John Bells Frau.
Michas wundervolle Welt der Buecher
5/5
06.06.2020
Buch (Taschenbuch)
Familie Bell
Meinung
Diese Geschichte hat sich wirklich zugetragen und macht somit das ganze noch spannender zu lesen.
Der Autorin ist die Umsetzung einen Roman super gelungen und ich habe mich mit dem super flüssigen Schreibstil sofort angefreundet , das Buch lies sich kaum aus der Hand legen .
Die Beschreibungen der damaligen Zeit wurden super umgesetzt man hat sich richtig in die Geschichte hineinversetzt gefühlt.
Von mir ein Lese tipp.
Emma´s Bookhouse
aus Berlin
4/5
05.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Tolle Geschichte
Die Heimsuchungen der Familie Bell – Christiane Kromp
Verlag: Franzius
ISBN: 9783960501749
Erscheinungsdatum: 31. August 2020
Genre: Historisch / Krimi
Seiten: 360
Inhalt:
Tennessee, 1817. Den wohlhabenden Farmer John Bell suchen Geistererscheinungen heim: Ein unheimliches Wesen treibt sich auf seinen Feldern herum, eine Frau löst sich vor Johns Augen in Luft auf, es klopft des Nachts an Fensterläden und Wänden des Farmhauses – ohne, dass ein Verursacher zu finden wäre. Über Wochen wird die ganze Familie immer wieder aus dem Schlaf gerissen. Schließlich vertraut sich John seinem besten Freund James Johnston an. Aber sowohl Johns eigene Versuche, den ungebetenen Gast loszuwerden, als auch die von James scheitern. Immer mehr Familienmitglieder leiden unter dem Poltergeist. Und schließlich wird Bell krank. Doch liegt das wirklich an übernatürlichen Manifestationen? John beginnt zu zweifeln … Laut der „Legende der Bellhexe“ wird der siebzigjährige John Bell 1820 im heutigen Tennessee durch einen Poltergeist vergiftet. Der Roman ist die Anatomie dieses Mordes: So nah wie möglich an den echten Ereignissen, jedoch fast ohne Einbeziehung übernatürlicher Kräfte, versucht die Autorin, den Mordfall zu lösen.
Mein Fazit:
Zum Cover:
Das Cover passt gut zu der Zeit in dem die Geschichte spielt. Ein Schlüsselloch in der man eine junge Frau sieht. Passt meiner Meinung nach sehr gut. Mir gefallen auch die Farben sehr gut.
Zum Buch:
Ein Vater, der versucht seine Tochter zu retten, zumindest in seinen Augen. In meinen Augen sieht das etwas anders aus. Ist seine Tochter besessen? Er denkt es jedenfalls. Des Nachts klopft es überall und John fängt an verrückt zu werden.
Der Schreibstil ist mitunter beklemmenden, im positiven Sinne. Die Geschichte reißt einen mit und dass ohne viel drum rum. Christiane Kromp schaffte es mich zu fesseln und ich zweifelte manchmal selbst an der Wahrheit. Genauso muss eine Geschichte sein, sie muss einen mitreißen.
Die Charaktere sind gut herausgearbeitet und erzählt, John machte mich manchmal echt fertig und ich wollte ihn schütteln, aber das ist eben seine Geschichte, mehr oder weniger. Man muss ihn eben kennenlernen.
Seine Familie steht zu ihm, doch mitunter leiden sie auch unter ihm. Die Frage hier ist, spukt es wirklich, bildet er es sich ein oder spielt jemand ein grausames und perfides Spiel mit ihm?
Man erlebt die Geschichte, man zweifelt selbst und fragt sich immer wieder, was genau ist es nun. Mir gefiel das Buch gut und ich empfehle es gern weiter. Für all jene die ein bissl Grusel, Krimi und Historisches mögen, ist diese Geschichte garantiert ein Genuss.
Ich gebe hier 4 von 5 Sternen und bedanke mich bei Christiane Kromp für die Bereitstellung des Exemplars.
Die Bereitstellung hatte keinerlei Einfluss auf meine Bewertung!
Bewertung
aus Osterode
5/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
Nach einer wahren Begebenheit
Angelehnt an die Überlieferungen zu den Vorgängen um die Bell-Hexe hat die Autorin einen Roman geschaffen in dem sie ihre Sicht auf das Phänomen, den Mordfall und die Umstände zeigt.
Fundiert recherchiert, einzigartig in Worte gekleidet und mehr als spannend hat sie hier in unnachahmlicher Weise eine eine großartige Geschichte geschrieben, die beim Lesen unter die Haut geht.
Dem, dem Zeitgeist um 1800 angepassten Schreibstil, der hervorragenden Wortfindung und dem Verlauf der Handlung fehlt es in keinster Weise an Spannung, Dramatik, Nervenkitzel und Gänsehautmomenten.
Es war einfach immer wieder ein Erlebnis das Buch zur Hand zu nehmen und in die Geschichte um die Bell- Familie einzutauchen.
Geschickt hat die Autorin hier einen Handlungsbogen gezeichnet, der nicht nur das Leben der Farmersfamilie aufzeigt, sondern auch einen Streifzug durch die amerikanische Geschichte um 1800 bietet.
Äußerst lebendige und facettenreiche Charaktere, großartig beschriebene Szenerien, die Landschaft, das Farmleben und den starren Glauben betreffend, sowie die Lebensumstände und das unheimliche Wirken des Poltergeistes ergaben für mich eine unglaublich kurzweilige, interessante, lehrreiche und super spannende Lese-Zeit.
Sehr aufschlussreich war für mich das Nachwort der Autorin sowie der sehr aufwendig gestaltete Anhang des Buches.
Ein toller Roman, ganz nach meinem Geschmack!
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