Emilia Moody tut alles, um ihr Mathematikstudium an der Aldridge Universität erfolgreich abzuschließen. Dabei kann sie keinerlei Ablenkung gebrauchen. Doch eines Tages läuft ihr der attraktive Footballspieler Taylor Bowman über den Weg. Sein zweifelhafter Ruf eilt ihm voraus. Außerdem scheint der Tight End jede Menge Probleme mit sich zu bringen. Dennoch berührt er etwas in ihr und ihre Wege kreuzen sich immer wieder, so dass Emilias gute Vorsätze bald ins Wanken geraten.
Taylor möchte nur Eines: Sein letztes Jahr an der Uni hinter sich bringen und in die NFL aufsteigen. Seine Pläne werden jedoch durchkreuzt und er muss ein weiteres Jahr unter seinem Coach absitzen. Der Drill ist hart und ein normales Leben ist Taylor kaum möglich, so dass ein Mädchen wie Emilia niemals Teil seines Lebens werden kann. Als Taylor glaubt, das Jahr nicht überstehen zu können, holen ihn plötzlich die Folgen eines tragischen Unglücks ein, die er jahrelang verdrängt hat. Taylor erkennt, dass er sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen muss, um die Ketten der Gegenwart sprengen zu können.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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„Am Ende des Spiels“ von Suza Hensson ist viel mehr als eine der üblichen College-Romanzen nach Schema F.
Taylor Bowman ist der strahlende Footballstar der Aldridge University, der kurz vor dem Aufstieg in die NFL steht. Doch sein Coach lässt ihn ein weiteres Jahr an der Uni sitzen, wo er das fast schon unmenschlich harte Training aushalten muss. Sein Leben steht komplett unter der unerbittlichen Kontrolle seines Coaches, der gleichzeitig auch sein Vater ist. Als Taylor die zurückhaltende Mathematikstudentin Emilia kennenlernt, glaubt er nicht, dass ein Mädchen wie sie Teil seines Lebens sein könnte. Aber immer häufiger muss er sich fragen, ob diese vorgezeichnete Zukunft wirklich gut für ihn ist.
Das Setting ist vielleicht das gleiche, wie in anderen College Romanzen, aber man merkt bei diesem Buch schnell, dass diese Geschichte in eine ganz andere Richtung geht. Die Lovestory von Taylor und Emilia ist nur einer der vielen spannenden und emotionalen Handlungsstränge, aber bei weitem nicht der wichtigste.
Taylor ist gefangen in einer Rolle, aus der er nicht zu entkommen scheint. Der Grund dafür lässt sich bereits nach dem Prolog erahnen. Ich will gar nicht zu viel verraten, denn das sollte man alles im Buch selbst entdecken und nachlesen. Taylor entspricht nicht dem Klischee des erfolgreichen Sportlers, auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht so aussieht. Genauso ist es mit Emilia, die viel mehr als nur eine nerdige Mathematikstudentin ist.
Die Handlung ist tiefgründig, emotional und enthält einige überraschende Wendungen. Die Haupt- und auch die Nebencharaktere sind facettenreich und dadurch nicht immer leicht zu durchschauen. Bei einigen Figuren hätte ich mir aber ein paar mehr Hintergrundinformationen gewünscht, um ihre Beweggründe besser verstehen zu können. So bleiben für mich am Ende ein paar Fragen offen. Ich könnte mir bei dieser Geschichte aber sehr gut eine Fortsetzung vorstellen.
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!
Bewertung
aus Darmstadt
4/5
11.05.2020
Buch (Taschenbuch)
Spannend mit Tiefgang und tollen Protagonisten
In „Am Ende des Spiels“ geht es einerseits um Taylor, der als Footballspieler in die NFL aufsteigen möchte und dabei unter dem harten Drill von seinem Vater und Coach leidet, der von ihm erwartet seinen Anforderungen gerecht zu werden. Auf der anderen Seite gibt es Emilia, für die ihr Mathestudium an der ersten Stelle steht – solange bis sie Taylor begegnet und beide merken, dass es da etwas zwischen ihnen gibt… Aber es gibt in den Leben der beiden zu viele Problemstellen damit dies klappen könnte oder?
Ich fange mal mit den Figuren an: Emilia ist einfach super süß, ich mochte sie von der ersten Seite an und habe mir ihr und all ihren Problemen mitgefiebert und mitgehofft. Dann gibt es Taylor, den ich auch sehr süß, ein bisschen verrückt aber vor allem auch sehr sympathisch fand. Jahre nach einem Unfall, der das Leben seiner Familie auf den Kopf gestellt hat, kämpft er immer noch mit seinen Schuldgefühlen und lässt sich auf Grund von diesen von seinem Vater voll und ganz unterdrücken. Dann gibt es noch Peyton, der auf einmal auftaucht, eine große Wendung und die Handlung mit seinem selbstsicheren Auftreten ein bisschen durcheinander und danach wieder in die richtigen Bahnen bringt. Und dann gibt es noch einige weitere Figuren, die aber leider zum Großteil nicht besonders sympathisch waren und sind.
Thematisch finde ich dieses Buch für das, was ich erwartet hätte, enorm. Schuldgefühle, die jahrelang unausgesprochen im Raum stehen, ein Vater, der seinen Sohn nur als „Projekt“ aber nicht als Menschen wahrnimmt und ständig klein hält und emotional und auch physisch fertig macht, ein Bruder, der längst über die Vergangenheit weggekommen ist und schon erwachsen geworden ist… und ein anderer Bruder, der für seine Familie und insbesondere seine Schwester nicht besonders viel übrig hat, Drogenprobleme unter Leistungsdruck, … es wurden so unglaublich viele wichtige und tiefe Themen angesprochen und thematisiert – das hat mir echt gut gefallen.
Was ich ein bisschen schade fand, war dass ich hier und da das Gefühl hatte, dass die Geschichte grade nicht ganz rund ist, es gab – zumindest aus meiner Sicht – hier und da ein paar Unklarheiten, die etwas unschön oder gar nicht aus der Welt geschaffen wurden. Insbesondere in Bezug auf die anderen Nebenfiguren und in Bezug auf Emilias Familie hätte ich mir doch mehr Informationen gewünscht… und auch am Ende hätte es für mich einen etwas klareren Ausgang geben dürfen – es sind mir, obwohl ich nichts gegen offene Enden habe – doch zu viele Fragen offen geblieben und ich fand insbesondere den letzten Abschnitt etwas zu schnell abgehandelt.
Ansonsten fand ich aber grade den Spannungsaufbau für einen Coming-of-Age-Roman klasse, schon im Prolog wird etwas angeschnitten, was dann gekonnt bis weit in die Geschichte spannend gehalten wird, das hat mir echt gut gefallen. Die Lovestory zwischen Emilia und Taylor war auch schön, hätte für mich aber hier und da noch einen Ticken „mehr“ sein können.
Insgesamt finde ich dieses Buch aber grade in Bezug auf die Spannung und die super wichtigen und tiefen Themen echt spitze gelungen. Wegen der oben angemerkten Kleinigkeiten gibt es von mir einen Stern Abzug und 4/5 Sterne. Ich würde dieses Buch allen empfehlen, die Geschichten mit Spannung und Tiefgang lieben und sich nicht so sehr an Kleinigkeiten aufregen sondern sich diese einfach selber dazu oder weiter denken.
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