Luthers deutsche Bibel. Ein Hebel zur protestantischen Alphabetisierung?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
25.10.2019
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
569 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346044358
Die Untersuchung dessen erfolgt zu großen Teilen auf Grundlage von Arbeiten von Gerald Strauss: "Lutheranism and Literacy: A Reassessment" sowie "Luthers House of Learning". Deren hauptsächliche Thesen werden aufgenommen und nutzbar gemacht für die eigene Arbeit. Zum einen stellt er hier die Frage, ob das Luthertum ein grundsätzliches, über den Katholizismus hinausgehendes Interesse am geschriebenen und gelesenen Wort hatte. Auf der anderen Seite thematisiert er die Instrumente der lutherischen Erziehung, und ob hierbei die Bibel eine überragende Rolle spielte. Die Vorstellung von der Heiligen Schrift als hauptsächlichem Mittel des reformatorischen Zugangs zu Alphabetisierung sollte laut Strauss hinterfragt werden. Denn es hatte sich zuweilen die Vorstellung durchgesetzt, dass die Bibel nur von Luther übersetzt worden war, um schließlich als Populärbuch bei einer reformatorischen Alphabetisierungsoffensive zu helfen. Dass im frühen 16. Jahrhundert ein Anstieg der allgemeinen Lese- und Schreibfähigkeit zu verzeichnen war, wird nicht bestritten. Bezweifelt wird aber, ob es bis zu ihrer Konsolidierung ein Ziel der Reformation blieb, mit dem allgemeinen Zugang zur Bibellektüre ein "allgemeines Priestertum" von im Lesen geschulten Menschen auf den Weg zu bringen.
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