Inwiefern verschmelzen Romantik und Realismus in E. T. A. Hoffmanns 'Des Vetters Eckfenster'? Eine Analyse des "deutlichen Schauens"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
16.12.2019
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
534 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346082947
Der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Werks 46-jährige Hoffmann, der ebenso wie der Vetter gelähmt war, scheint in dieser Erzählung sich selbst und seine Gedanken als Invalide in einen literarischen Kontext zu setzen. Ein von "hartnäckiger Krankheit" geplagter Mann - Schriftsteller, Kunstkenner und vieles mehr, dem nicht nur die Beine, sondern auch die Finger den Dienst versagten. Alles was bleibt, ist ein wacher Geist und erprobte Augen, die in dieser Erzählung dazu genutzt werden, um das alltägliche Leben zu beschreiben und zu deuten. Die Wohnung des Vetters, hoch oben in einem Berliner Eckgebäude, dient hierbei als Aussichtsplattform, die den beiden Vettern einen Panoramablick auf den Gendarmenmarkt bietet. Die freie Sicht auf den Trubel eines Markttages und trotz allem abgeschieden in weiter Ferne. Zwar ist Hoffmann als einer der bedeutendsten Schriftsteller der Epoche der Romantik zuzuordnen, dennoch suggeriert das Stadtmotiv, so romantisch es auf den ersten Blick scheinen mag, in Kombination mit dem Motiv eines "Auges, welches wirklich schaut", eine gewisse Nähe zum Realismus. Darüber hinaus sind allerdings mindestens ebenso viele Motive der Romantik zu erkennen; darunter vor allem die Abgeschiedenheit, der Künstlerbegriff und die romantische Ironie, die typischer nicht sein könnten.
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