Die komplexe posttraumatische Belastungsstörung. Eine kritische Beurteilung der geplanten Diagnose nach ICD-11 und ihre Behandlung
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
11.12.2019
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
590 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346080356
Gegen die Einführung spricht, dass sie Diagnose der komplexen PTBS einen unidirektionalen Zusammenhang zwischen dem traumatischen Ereignis und dem Symptom Emotionsregulation impliziert, wobei in einigen Fällen auch eine umgekehrte Ursache-Wirkungsbeziehung denkbar wäre. Ebenfalls besteht eine symptomatische Ähnlichkeit der komplexen PTBS mit der PTBS inklusive einer komorbiden Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS). Bei genauerem Hinsehen ist allerdings zu dem Schluss zu kommen, dass sich die Symptome in ihren Ausprägungen ausreichend voneinander unterscheiden. Im Hinblick auf die Beurteilung des Klinischen Nutzens, welcher insbesondere bei dem ICD-10 als defizitär kritisiert wurde, ist zunächst festzustellen, dass die Unterteilung in klassische und komplexe PTBS mit einer Erhöhung der Komplexität des Diagnosesystems einhergeht. Eine hohe Komplexität geht dann mit einem niedrigen Klinischen Nutzen einher, wenn diese außerhalb des Forschungskontexts nicht notwendig ist. Jedoch lässt sich damit die Symptomatik einiger Patienten spezifischer und differenzierter abbilden, wodurch eine passgenauere Behandlung abgeleitet werden kann. Die Validität der Diagnose konnte durch statistische Verfahren wie der latent- profile analysis (LPA) und der konfirmatorischen Faktorenanalyse nachgewiesen werden.
Als Therapiemaßnahme der komplexen posttraumatischen Belastungsstörung hat sich eine multimodale Behandlung etabliert, die innerhalb einer von der ISTSS veranlassten Expertenbefragung gewonnen wurde. Sie enthält drei aufeinanderfolgende Phasen, die jeweils ihren eigenen Schwerpunkt setzen: (1) Stabilisierung, (2) Konfrontation und (3) Teilnahme am Gemeinschaftsleben.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice