Seelische, körperliche und sprachliche Zerrissenheit in Kleists 'Penthesilea'
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
09.04.2018
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
616 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668679153
Nicht nur von der Wortwahl her, entweder als Adjektiv ("Penthesilea, / Wie Sturmwind ein zerrissenes Gewölk, / Weht der Trojaner Reihen vor sich her"(V.34f.), "Das Heer [...]/ Zerrissen, aufgelöst, ins Land verstreut"(V.1327f.) oder Verb ("Von dem gefleckten Tigerpferd gerissen"(V.225), "Gefangenen entreißt er dir"(V.735), "niederreißen"(V.1161) oder als Substantiv ("Jetzt hat sie [Penthesilea] jeden sanften Riß [sic!] versucht [im Felsen]" (V.311) bzw. in der unbewussten Prolepse des Odysseus: "Todt [sic!] sinken die Verbißnen [sic!] heut noch nieder, / Des einen Zahn im Schlund des anderen. - "(V.10f.), ist die Zerrissenheit in der Penthesilea präsent. Die Wortwahl sei Signum der gebrechlichen moralischen Ordnung, die mit Penthesileas finalem Selbstmord ohne Nachkommen endgültig zusammenbricht, und ihrer brüchigen Psyche. Auch in der Syntax, der physischen Zerreißung sowie in der Diskrepanz zwischen Gesagtem und Körpersprache lässt sich dieses Phänomen wiederfinden, was in dieser Arbeit untersucht werden soll.
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