Visualisierung von Geschichte am Beispiel von William Kentridges Werk "Stereoscope"
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Sprache:Deutsch
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
24.02.2020
Verlag
GRINSeitenzahl
22 (Printausgabe)
Dateigröße
642 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346119100
Im Film "Stereoscope" (1999) spielt Kentridge mit der Bedeutung des stereoskopischen Sehens, bei welchem mit dem biologischen Prinzip des Sehens gearbeitet wird, wobei die beiden Bilder der Augen, die aus verschiedenen Winkeln schauen, im Gehirn zu einem räumlichen Bild zusammengefügt werden. Der Protagonist in "Stereoscope" wird durch Splitscreen-Technik zu zwei verschieden handelnden Entitäten gemacht, die in der Logik des stereoskopischen Sehens zu einem Bild zusammengefügt werden müssten, um eine wahre Darstellung der Welt zu erhalten. Kentridge zeigt hier durch Doppelungen die potentielle Unmöglichkeit, die verschiedenen Aspekte der eigenen Person harmonisch zusammenzufügen. Die gespaltene oder verdoppelte Persönlichkeit des Protagonisten wird mit seinen Erinnerungen an ein Johannesburg konfrontiert, auf dessen Straßen die Gewalt herrschte. Auf sein Leben in Südafrika der Post-Apartheid bezogen, behandelt Kentridge die Art der Auseinandersetzung mit Fragen der Schuld und Begriffen wie Täter und Opfer, Erinnerung und Vergessen und die im Film explizit genannte Begriffen For/Give/Forgive, also Schuld und Vergebung.
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