Carl Schmitts Sicht auf die außereuropäische Welt
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- Taschenbuch ausgewählt
- eBook
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Sprache:Deutsch
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
27.02.2020
Verlag
GRINSeitenzahl
44
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,4 cm
Gewicht
79 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-346-12082-3
Hierzu kann man den deutschen Staatsrechtler Carl Schmitt (1888-1985) zählen. Nach einem Überblick über sein Leben und Denken und über einige historische Hintergründe seiner Thesen soll daher im Folgenden anhand seines 1950 erschienenen Buches "Der Nomos der Erde im Völkerrecht des Jus Publicum Europaeum" seine Sicht auf die außereuropäische Welt dargestellt werden. Eine kurze Zusammenfassung dieses Werkes erscheint indessen bereits an dieser Stelle angebracht: Der "Nomos der Erde" ist vor allem ein rechtshistorisches Werk; Schmitt behandelt darin die Entstehung und Auflösung des europäischen Völkerrechtssystems der Neuzeit, des ius publicum europaeum. Er sieht in diesem System eine konkrete, nur für Europa praktikable und dessen weltweite Vorherrschaft sichernde Ordnung, deren Übertragung auf die ganze Welt Europa seine Stellung als "sakrale Mitte der Erde" gekostet habe.
Diese 'Entthronung' Europas verbindet Schmitt mit dem Aufstieg der Vereinigten Staaten von Amerika zur führenden globalen Großmacht, der seinen Ursprung in einem seit der Entdeckung der Neuen Welt verlaufenden, von England ausgelösten Wandel im Völkerrechtsdenken gehabt habe: An die Stelle eines 'terranen' (europäischen), auf die Einhaltung des europäischen Gleichgewichts und die Hegung des Krieges ausgerichteten Denkens sei ein 'maritimes' (globales) Denken getreten, das jenes Gleichgewicht zerstört habe, ohne eine neue Ordnung, einen neuen Nomos, zu schaffen. Wegen dieser negativen Beurteilung hat man den 'Nomos der Erde' auch "eine spekulative Endgeschichte des Abendlandes im Spiegel der Völkerrechtsgeschichte" genannt.
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