Die Erde stirbt und für die Menschen ist es an der Zeit, sich auf eine verzweifelte Reise zu den Sternen zu begeben. Für die Besatzung von zwei Archen gibt es ein böses Erwachen. Obwohl sie laut Navigation im Zielsystem angekommen sind, ist nichts so, wie es scheint. Dennoch beginnen die Siedler mit dem Bau einer Kolonie - bis der Kontakt zu einem der Schiffe abbricht und ein düsteres Phänomen das Firmament spaltet. Doch die Gefahr droht nicht nur aus dem All, sondern auch durch die von der Vergangenheit zerrütteten Seelen der Menschen ...
Begleite drei Generationen einer Familie: Jaron, ein von Trauer und Angst zersetzter Mann. Erst im Alter entdeckt er seinen Kampfgeist wieder. Noah, verfolgt von der Ablehnung seines Vaters. Er versucht das Beste für die Siedlung zu tun und trotzt dabei jeglichen Gefahren. Juna, ein Sonnenschein in der kalten Welt. Sie wird gezwungen, diese zu verlassen und Jarons Düsternis zu erhellen.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Ergreifende Familiengeschichte eingebettet in ein spannendes, gut recherchiertes Scifi-Abenteuer.
Packend, emotionsreich und unfassbar spannend…
Nachdem die Menschen ihren Planet Erde zugrunde gerichtet haben, brechen 5 Archen auf, um in einem neuen Sternensystem das Überleben der Menschheit zu sichern. Als die Besatzung der Loungevity aus dem Kälteschlaf erwacht, finden sie sich jedoch, vom Kurs abgekommen, in einem weitgehend unerforschten System wieder. Um überleben zu können, müssen sie gegen unerwartete Gefahren aus dem All, aus den eigenen Reihen und vor allem auch mit sich selbst, kämpfen.
Die Autorin hat hier eine bildgewaltige Welt erschaffen. Mit ihrem Schreibstil schafft sie es uns mitten ins Geschehen eintauchen zu lassen, die wissenschaftlichen Hintergründe sind sehr gut recherchiert und erklärt, sodass ich einiges über das Weltall lernen konnte. Die Handlungsstränge sind so spannend und voller Wendungen, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und neben der ganzen Aktion schafft R. M. Amerein es auch noch tiefe Emotionen hervorzurufen.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, meistens lesen wir aus der Perspektive der 3 Brewster Generationen. Zeitsprünge in der Geschichte ermöglichen uns, die Entwicklung der Charaktere über einen langen Zeitraum begleiten zu können, sie altern und heranwachsen zu sehen. Der führende Astrophysiker Jaron ist, nachdem seine Frau bei der Geburt ihres Sohnes Noah kurz vor dem Aufbruch der Arche gestorben war, mit dem Neugeborenen allein, mit dem Rest der Besatzung, die Reise angetreten. Die Trauer um seine Frau zerfrisst ihn und lässt keinen Platz für andere Gefühle. Während er auf der Arche bleibt, um an seinen Forschungen zu arbeiten, zieht Noah mit anderen Siedlern auf den Planeten Sirona, um dort eine Kolonie zu erbauen. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist durch die Ablehnung und Gefühlskälte Jarons geprägt und verläuft dramatisch. Noahs Tochter Juna ist ein Sonnenschein und für ihr Alter sehr stark. Als sie Sirona verlassen muss, um bei ihrem Großvater Jaron in die Lehre zu gehen, wird beiden viel abverlangt.
Ich hatte nicht erwartet in einer so abenteuergeladenen Geschichte, mit einem so emotionalen Familiendrama konfrontiert zu werden. Es hat mich nicht nur einmal zu Tränen gerührt. Die Protagonisten bringen sehr viel Tiefe und Charakter mit, aber auch die Nebenfiguren sind liebevoll und detailreich ausgearbeitet.
Die Gestaltung des Buchs ist neben dem wundervoll passenden Cover auch innen sehr gut gelungen. Kleine, unterschiedliche Planetenbilder vor den Abschnitten kündigen uns an, ob wir uns in der Geschichte gerade auf der Arche oder auf Sirona befinden. Am Ende des Buchs ist ein Lexikon integriert, welches uns Hintergrundinformationen liefert und die Autorin hat eine wundervolle Spotify-Playlist erstellt, die das Lesen stimmungsvoll untermalt.
Das Debüt der Autorin hat mich absolut beeindruckt. Besonders gelungen ist die Kombination aus Spannender Handlung und tiefen Emotionen durch die bewegende Familiengeschichte. Nichts kommt zu kurz, es ist wunderbar ausgeglichen. Ich hoffe sehr, dass Amerein noch fleißig weiterschreibt und wir noch mehr Abendteuer in diesem Universum begleiten dürfen.
Von mir gibt es vollkommen verdiente 5/5 Sterne.
thrill.tastic
5/5
12.05.2020
Buch (Taschenbuch)
Verschollen zwischen fremden Welten
Unsere Erde ist unbewohnbar geworden und die Menschen machen sich, verteilt auf mehrere Archen, auf den Weg zu einem neuen bewohnbaren Planeten. Doch all die Planung und Vorbereitung scheint umsonst, als zwei der Archen aus ungeklärten Gründen unbemerkt vom Kurs abkommen und die Siedler in einem fremden, unerforschten System erwachen. Zum Glück weist einer der Planeten Bedingungen auf, die das Überleben möglich machen, doch die Probleme fangen erst an. Bedrohungen an der Oberfläche und eine Gefahr aus den tiefen des Alls legen den Pionieren Steine in den Weg. Und zu all dem haben sie auch noch mit sich selbst und ihrem Erbe zu kämpfen ...
Die Handlung von »Akkretion« klingt auf den ersten Blick nicht ganz neu aber die Autorin sprudelt nur so vor Ideen.
Alles nimmt seinen Anfang mit Jaron, leitender Astrophysiker der Arche Longevity, der schließlich auch bei der Erstbegehung des fremden Planeten dabei ist. Er bringt seinen neugeborenen Sohn Noah von der Erde mit auf die Arche. Dieser wächst im Laufe der Zeit zu einem erwachsenen Mann heran und bekommt selbst ein Kind – Juna. Sie löst Jaron im Laufe des Buches als Hauptfigur ab. Alle drei Protagonisten haben ihre Ecken und Kanten, was sie spannend macht. Jeder kämpft mit seinen eigenen Problemen und auch untereinander tun sich Konflikte auf. Das Potential, das sich hier bietet, wird aber nicht immer voll ausgeschöpft. Die Autorin R. M. Amerein besitzt ein Händchen für zwischenmenschliche Thematiken, deshalb hätte das Buch durchaus einige Seiten mehr vertragen, um die Figuren noch tiefgehender und ausgefeilter zu gestalten. Dennoch erhält man ein gutes Gespür für alle tragenden Charaktere.
Der flüssige, leicht zu lesende Schreibstil ist stellenweise richtig packend, nur manche Gespräche wirken etwas hölzern und der noch ganz kleinen Juna nehme ich ihr Alter nicht immer ab. Die Beschreibungen des Planeten beispielsweise überzeugen mich um so mehr. Auch bei der Recherche wurde sehr gute Arbeit geleistet; hier trifft fundiertes Wissen auf einen Wink künstlerische Freiheit.
Und was soll ich euch zur Handlung sagen: Wahnsinn! Hier passiert wirklich am laufenden Band etwas. Längen existieren nicht, sie werden durch Zeitspünge gekonnt umschifft.
Auch Kapitel gibt es keine, denn das Buch ist in sechs Teile und einzelne Szenen geteilt. Die Szenentrenner sind hübsch gestaltet und haben auch eine Bedeutung, die ihr selbst entdecken dürft. Überhaupt ist die komplette Optik ein Augenschmauß. Marie Graßhoff, die durch Neon Birds bekannt sein dürfte, leistete perfekte Arbeit bei der Covergestaltung.
Wegen der ein oder anderen holprigen Stelle vergebe ich 4 Sterne, im Gesamten betrachtet hat mich »Akkretion« aber sehr begeistert. Es hält sowohl für Science-Fiction-Einsteiger als auch für -Liebhaber etwas parat.
Bewertung
aus Belm
5/5
12.05.2020
Buch (Taschenbuch)
Abenteuer auf fernen Planeten
Schon allein das Cover ist so wunderbar gelungen und man hat sichtig Lust Abenteuer in fernen Galaxis zu erleben. Wer gern zu den Sternen hochsieht in einer kalten, klaren Nacht und darüber nachdenkt ob die Sterne zurückschauen und ob anderes Leben jenseits unseres Horizontes existiert, der sollte dieses Buch unbedingt lesen, er kommt garantiert auf seine Kosten.
Im Buch geht es um 3 Generationen einer Familie. Zuerst um Jaron, der einen Teil seines Lebens auf der Erde verbracht hat, und der sich mit der Besatzung zweier Archen auf eine Reise zu einem fernen Planeten begibt. Dann geht es um seinen Sohn Noah, der ein Baby ist bei der Ankuft, vom Vater abgelehnt und auf dem fremden Planeten in einer Kolonie zum Mann heran wächst. Und um dessen Tocher Juna, die bald von der Kononie und ihrem Vater weg muss um die Ausbildung bei ihrem Grossvater auf einer Arche antreten. Viel mehr möchte ich vom Inhalt nicht berichten, im nicht zu viel vorneweg zu nehmen.
Ich war vom Buch begeistert! Ich finde es sehr gelungen, dass es eine "Realistische" Science-Fiction Geschichte ist, die ohne Jedi-Ritter und ähnlichem auskommt. Stattdessen kommen die Ängste und sorgen der Menschen vor, sowie der Bau einer neuen Kolonie und die Fortpflanzung der Menschheit, sowie auch die Schwierigkeit wenn man keinen oder nicht genug Ressourcen hat. Der Schreibstil ist sehr gelungen, einfach und verständlich geschrieben auch wenn man wenig technische Erfahrung hat. Ausserdem stimmt für mich einfach die Randgeschichte, bzw die Details im Buch. Warum sind sie überhaupt von der Welt aufgebrochen, warum gerade diese Personen usw. Einfach klasse! Die Geschichte hat mir rundum gefallen da auch viel zwischenmenschliches angesprochen wird von Großvater, Vater und Tochter. Ein toller Mix aus Science-Fiktion und Beziehungsproblemen.
Fazit: Für mich ein wahnsinnig tolles Debüt der Autorin, das mir so viel Spass gemacht hat und mit dem ich wirklich in ganz fremde Welten reisen durfte!
PMelittaM
aus Köln
5/5
03.05.2020
Buch (Taschenbuch)
Gut recherchiert mit interessanten Charakteren
Die Menschheit hat ihren Planet zugrundegerichtet und muss sich neuen Lebensraum suchen. Fünf Archen starten ins All, einen neuen, vorab gefundenen, passenden Planeten zu besiedeln. Als allerdings die ersten Menschen auf der Longevity aus dem Kälteschlaf erwachen, stellen sie entsetzt fest, dass sie nicht dort sind, wo sie sein sollen. Wie konnte das passieren? Und können die Menschen an Bord auch da überleben, wo sie gelandet sind? Zunächst sieht es so aus, als wäre ein Überleben möglich, doch dann kommt es zu einer unangenehmen Entdeckung.
Bereits das wunderschöne Cover von Marie Graßhoff lädt dazu ein, den Roman in die Hand zu nehmen – ein Eyecatcher, der zudem wunderbar, auch farblich, zum Inhalt des Romans passt, da haben Autorin und Grafikerin ein gutes Händchen gehabt.
Auch sonst ist der Roman wirklich gut gelungen, vor allem, wenn man bedenkt, dass es das Debüt der Autorin ist. Er lässt sich wunderbar lesen und bietet Kopfkino par excellence, so dass man schnell glaubt, sich mit den Protagonisten auf der Arche oder dem Planeten Sirona zu befinden. Die wissenschaftlichen Hintergründe hat die Autorin gut recherchiert und so in den Roman eingebracht, dass der Leser nicht davon überfordert wird. Spannung ist von Anfang an da und lässt im Laufe der Geschichte kaum nach. Immer wieder gibt es überraschende Wendungen, mit denen man so nicht gerechnet hätte, und man kann sich auch nicht darauf verlassen, dass alle Charaktere überleben.
Apropos Charaktere: Auch diese sind gut gelungen. Protagonisten sind drei Angehörige der Familie Brewster, Jaron, Astrophysiker, der als einer der ersten geweckt wird, als die Arche im falschen Sonnensystem ankommt, Noah, sein Sohn, der als Baby die Erde verlässt und sich auf dem Planeten Sirona ansiedelt, Juna, Noahs Tochter, die auf Sirona geboren wird, aber später auch auf der Arche lebt. Die Geschichte anhand dieser drei Charaktere zu erzählen, ist eine gelungene Strategie der Autorin, so erlebt man das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven und verschiedenen Erfahrungen. Neben diesen Drei gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Charaktere, die den Roman bereichern, aber nicht so viele, dass man den Überblick verlieren könnte.
Sehr gut hat mir auch die über die Geschichte hinausgehende Aufmachung des Romans gefallen. So werden einzelne Szenen grafisch abgetrennt, die Grafiken sind hübsch und vermitteln dem Leser direkt, wo er sich gerade befindet. Interessant ist der Anhang, neben einem Lexikon, das die wissenschaftlichen Hintergründe ebenso wie die Notwendigkeiten, die sich durch das Leben auf Sirona und der Arche ergeben, vertiefend darstellt, habe ich auch das Nachwort gerne gelesen.
Alles in allem hat mir dieser Roman sehr gut gefallen. Die Autorin legt, neben der interessanten und gut recherchierten SF-Geschichte, viel Wert auf ihre Charaktere, so dass der Roman auch für jene interessant sein kann, die einmal ins SF-Genre schnuppern wollen, aber auch SF-Fans nicht langweilen wird. Ich vergebe gerne volle Punktzahl und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.
Anna625
4/5
28.04.2020
Buch (Taschenbuch)
Packend von der ersten bis zur letzten Seite
"Wir sind der letzte Atemzug der Menschheit, Juna. Wir müssen tun, was nötig ist."
Es kam, wie es kommen musste: Die Erde ist vollkommen unbewohnbar. Gerade noch rechtzeitig werden einige Raumschiffe, die sogenannten Archen, in Richtung Alpha Centauri entsandt, um dort die Menschheit neu aufzubauen. Doch als die Besatzung der Longevity nach der langen Reise aus dem Kälteschlaf geweckt wird, ist der Schock groß - denn sie befinden sich keinesfalls in der Nähe der neuen Supererde, sondern weit entfernt in einem völlig anderen Sonnensystem. Gemeinsam mit der Themba, einer zweiten Arche, beginnt der Kampf ums Überleben, denn die Bedingungen auf jenem Planeten, welcher nun besiedelt werden soll, entsprechen keinesfalls dem, was sich die Menschen vor ihrer Reise erhofft hatten...
Die Handlung erstreckt sich über einen verhältnismäßig großen Zeitraum, um die Entwicklung der Menschen auf dem Planeten Sirona erfassen zu können. Dadurch gibt es häufiger Zeitsprünge, teils auch recht große, was jedoch kaum stört. Protagonist ist anfangs Jaron, ein Astrophysiker der ursprünglichen Besatzung, später treten dann erst sein Sohn Noah und daraufhin auch dessen Tochter Juna weiter in den Vordergrund. Verfasst ist das Ganze in der 3. Person und wir erhalten Einblicke sowohl in die Geschehnisse auf Sirona, als auch in die auf der Longevity, welche sich meist in der Nähe des Planeten aufhält und von dort wichtige Aufgaben koordiniert. Denn die Besiedelung des neuen Planeten läuft nicht ganz so reibungslos ab wie erhofft, und es tauchen immer wieder große Hindernisse auf, die es zu bewältigen gilt.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen - man fliegt förmlich durch das Buch und merkt kaum, wie die Zeit vergeht. Das wird auch noch davon unterstützt, dass die ganze Handlung durchweg sehr spannend ist: Schon ganz zu Beginn auf den ersten paar Seiten beginnt man, mit den Protagonisten mitzufiebern und mitzuhoffen, und auch gegen Ende des Buches lässt die Spannung keinesfalls nach, im Gegenteil. Längen sind schlichtweg keine vorhanden, was sicher auch den Zeitsprüngen zu verdanken ist. Durch die werden häufig zwar wichtige Entwicklungsschritte übersprungen und man sieht sich öfters mit vollendeten Tatsachen konfrontiert, doch gerade dadurch wird es ja erst möglich, die Ereignisse über mehrere Generationen hinweg so gut aufzuzeigen. An einigen Stellen hätte ich mir dennoch einen etwas tieferen Einblick in das Gefühlsleben und die Gedankenwelt der Figuren gewünscht; das kommt in meinen Augen etwas kurz und hätte einem die Protagonisten vielleicht noch etwas nähergebracht. Sympathisch und interessant waren sie aber auf jeden Fall!
Insgesamt kann ich sagen, dass ich froh bin, dass ich eine Reise in diesen weit entfernten Winkel des Universums unternehmen durfte - es hat mir sehr gut gefallen und ich hatte einige tolle Lesestunden! Ich bin schon gespannt auf weitere Abenteuer aus dieser Welt!
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