Zur Wirkung der Tempora in Max Frischs "Homo Faber. Ein Bericht". Eine erzähltheoretische Untersuchung nach Gérard Genette
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Sprache:Deutsch
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
06.04.2020
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-346-14136-1
In Anbetracht dessen erscheint die Erfassung der zeitlichen Struktur des Romans interessant. Hierfür bietet sich unter Einbezug von Matías Martínez' und Michael Scheffels "Einführung in die Erzähltheorie" Gérard Genettes "Die Erzählung" geradezu an. Entgegen einer Reihe von Literaturwissenschaftlern, welche sich im Zuge ihrer Untersuchungen der Tempus-Kategorie widmen und dieser einen bedeutenden Stellenwert zuschreiben (an dieser Stelle soll mitunter auf Käte Hamburger und Harald Weinrich verwiesen werden), lässt Genette diese Kategorie in seinen Ausführungen allerdings außer Acht.
Da die vorliegende Untersuchung durchaus beabsichtigt, die Rolle der Tempora in ihrer Analyse miteinzubeziehen, erweist sich die angestrebte theoretische Grundlage dementsprechend als problematisch. Diese Problematik gilt fortfolgend als Anlass, zu untersuchen, wie umfassend Frischs Roman tatsächlich anhand von Genettes Erzählkategorien durchdrungen werden kann. Ist Genettes Aussparung der Tempus-Kategorie gerechtfertigt und gar ein Indiz dafür, dass eine separate Analyse der Tempora nicht notwendig ist? Um diese Frage zu beantworten, soll die Struktur des Romans nach Gérard Genette und separat die Funktion und Wirkung der Tempora in Frischs Homo Faber erfasst werden.
Zunächst verschafft der nachfolgende Theorieteil hierfür einen Überblick über die für die Textanalyse relevanten Kategorien nach Genette. Hierbei wird sich auch auf die Ausführungen von Martínez und Scheffel bezogen. Daraufhin erfolgt die erzähltheoretische Analyse des Gesamtwerks sowie die anschließende Untersuchung von Funktion und Wirkung der Tempora in Max Frischs Homo Faber. Hierfür werden sowohl der temporale Gesamteindruck des Romans als auch ausgewählte anachronische Textstellen erfasst. Schlussendlich erfolgt eine Zusammenfassung der Ergebnisse in Form des Fazits.
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