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Sempre Susan Erinnerungen an Susan Sontag

5

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.09.2020

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

141

Maße (L/B/H)

19,8/12/1,7 cm

Gewicht

215 g

Auflage

2. Auflage

Übersetzt von

Anette Grube

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-03849-6

Beschreibung

Rezension

»eine Liebeserklärung an eine wahrhaftige Intellektuelle« ("Berliner Morgenpost")
»Das nie weitschweifige oder sich in Anekdoten verlierende Buch ist glänzend geschrieben und geradezu ein Musterbeispiel, wie man ein öffentliches Leben auf der Bühne der Kultur aus einem auch, aber niemals nur privaten Blickwinkel noch einmal neu beleuchten kann.« ("ORF")
»Sigrid Nunez gelingt es mit jedem ihrer Romane mühelos, ihre Leserschaft noch mehr zu begeistern als mit dem jeweiligen Vorgänger.«
»Man erlebt hier den Star als empathielose Gestalt, bösartig bis zur Grausamkeit, weinerlich, schrill.« ("DIE ZEIT")
»Sontags Egozentrik, ihre manchmal aggressive Art – die begnadete Beobachterin Nunez lässt nichts aus, doch nie wird sie denunziatorisch, immer bleibt sie respektvoll, voller Sympathie.« ("Der SPIEGEL")
» Sigrid Nunez schreibt sehr, sehr plastisch, sehr eindrucksvoll.« ("RBB Kulturradio")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.09.2020

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

141

Maße (L/B/H)

19,8/12/1,7 cm

Gewicht

215 g

Auflage

2. Auflage

Übersetzt von

Anette Grube

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-03849-6

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

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  • Bewertung

    aus Oberursel

    5/5

    28.12.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erinnerungen an eine grosse Essayistin

    Susan Sontag, die grosse amerikanische Essyistin, Autorin, Publizistin und Feministin starb 2004 in New York, und Sigrid Nunez, zeitweise die Freundin ihres Sohnes David, lässt in diesem Buch noch einmal ihre Erinnerungen aufleben. Es ist der Frühling 1976 in New York City, und die 25jährige Sigrid, angehende Schriftstellerin, erhält den Auftrag, bei einer Autorin, die nur ein paar Ecken von ihr entfernt lebt, mit der Korrespondenz auszuhelfen. So trifft sie auf Susan Sontag, und lernt die „glamuröse Denkerin“ privat kennen. Sie verliebt sich in deren Sohn David und zieht schliesslich bei den bei den beiden ein. Fast ein Jahr soll dieses Arrangement dauern, und auch nach der Trennung von Sigrid und David soll Sigrid Susan noch oft begegnen. „Sempre Susan“ ist ein Erinnerungsbuch, und die Vogue sagt: „Sigrid Nunez liefert das bis heute lebendigste und schillernste Portrait von Susan Sontag.“ Ich habe Susan Sontag als Verfasserin feministischer Essays kennengelernt, und fand ihre Schriften immer kompromisslos klasse. Ist schon eine weile her, dass ich sie gelesen habe, vielleicht wäre mein Blick auf Sie heute anders, aber zu meinen Studienzeiten in den 90ern habe ich die Frau echt bewundert, also war ich jetzt auf dieses Buch gespannt. Ich habe es bei einem Gewinnspiel als Wunschbuch gewonnen. Aaaaaber: lohnt sich! Sigrid Nunez hat einen ziemlich ungeschönten, ziemlich realistischen Blick auf Sontag, und gibt uns hier fast schon intime Einblicke in Sontags Persönlichkeitsstruktur. Und das ist nicht immer positiv. Das Zusammenleben mit ihr konnte wohl, freundlich ausgedrückt, ziemlich anstrengend sein. Eine nette Person geht anders. Von Sontag ist bekannt, dass sie eine sehr besitzergreifende, verstörend enge Beziehung zu ihrem Sohn hatte, und nun bricht Sigrid in das Nest hinein – das kann nicht nur gutgehen. Die Autorin schafft es aber, den Respekt nie zu verlieren; Sontags herausragende Persönlichkeit trotz allem nicht zu demontieren, und ihr Werk auch nicht anzukratzen, aber sie schiebt Sontag auf eine normale Grösse zurück, und lässt uns an ihren liebenswerten als auch nicht so liebenswerten Marotten teilhaben. Das Büchlein ist auf diese weise ziemlich lebendig, es ist so, als erzähle die Autorin neben einem sitzend aus ihren Erinnerungen. Sie springt durchaus auch mal von einem Thema zum anderen, und wir sind auch nicht immer im Jahre 76, sondern oftmals pflegt sie weitere Anekdoten aus späteren Jahren mit ein, aber das ist ok, Es ist keine Biographie (a propos, da ist dieses Jahr auch eine von Susan auf den markt gekommen, die werde ich bestimmt auch noch lesen!), sondern schlicht eine Aneinanderreihung von privaten Erinnerungen. Erinnerungen an eine grosse Essayistin, Erinnerungen an eine coole Zeit der Boheme in New York, Erinnerungen aber auch an eine Beziehung, die unter anderem an der übergross im Hintergrund stehenden Mutter scheitern musste. Das Buch ist kurz, flüssig zu lesen, oft mit feinem Humor (dem von Nunez, nicht den von Sontag – die hatte davon reichlich wenig zu bieten ), und mir hat es sehr gut gefallen. Um hieran gefallen zu haben, muss man aber zwangsweise ein Interesse an Susan Sontag haben – wie gesagt, das ist keine Biografie. Ein wenig ein „special interest“ – Büchlein also. Daher tu ich mich mit einer generellen Empfehlung schwer. Im englischen ist das Buch übrigens betitelt „A Memoir of Susan Sontag“, und das finde ich irgendwie sehr passend. Ach ja, der Titel: Susan war weder Mom noch Ms Sontag, noch mochte sie irgendwelche Spitznamen, sie war immer nur Susan, für alle. Sempre Susan halt

  • Lesendes Federvieh

    aus München

    5/5

    12.11.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Grandioser Blick auf das Leben von Susan Sontag

    Sigrid Nunez, eine der beliebtesten Autorinnen der amerikanischen Gegenwartsliteratur lebte 1976 einige Zeit mit Susan Sontag und deren Sohn David in New York. Ihre Erinnerungen daran hat sie in diesem Buch zusammengefasst... Sigrid Nunez hat mit ihren Erinnerungen an Susan Sontag ein Portrait der Schriftstellerin gezeichnet, wie man es nicht besser hätte tun können. Feinfühlig, lebendig und ohne etwas zu beschönigen, konzentriert sie sich auf die Zeit in der Susan etwa Mitte vierzig war. Die Erzählkunst von Sigrid Nunez liegt für mich darin, dass sie die Dinge beim Namen nennt, sie erzählt geradlinig und ohne Umschweife wie sie Susan in dieser Zeit wahrgenommen hat. Dabei schafft sie es Stimmungen einzufangen, die Charaktereigenschaften von Susan mit all ihren Eigenheiten und Eigenschaften darzustellen, ohne wertend zu wirken. Gleichzeitig gibt sie aber auch einen Einblick in ihre eigene Lebenssituation und Erfahrungen als junge Frau Ende der 1970iger Jahre. Gerade das passt perfekt, denn "Sempre Susan" ist keine Biografie von Susan Sontag, sondern ein ganz persönlicher Rückblick von Sigrid Nunez, indem sie dem Leser die Autorin so bildhaft nahebringt, dass man glaubt sie zu kennen. Für mich waren es 141 Seiten reinstes Lesevergnügen.

  • Bewertung

    5/5

    04.10.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Susan Sontag privat

    Schauplatz New York. Sigrid Nunez erzählt in ihrem Buch "Sempre Susan" über ihre Begegnungen mit Susan Sontag ... und der Leser erkennt: Nunez nimmt kein Blatt vor den Mund. Ungeschminkt und klar werden Sontags Facetten und Charakterzüge genannt. Dabei wählt Nunez eine sehr persönliche Sicht auf Susan Sontag: Susan Sontag, die Essayistin, Schriftstellerin, die Filmemacherin, die Mutter, die Partnerin, die Künstlerin - (die Liste ließe sich weiter fortsetzen) - eine Frau, die schließlich vom Krebs besiegt wurde.

  • yellowdog

    4/5

    04.10.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine amerikanische Ikone

    Ich mochte schon Sigrid Nunez Roman Der Freund sehr und das gilt auch für ihre Erinnerungen an Susan Sontag, die sie schon 2011 verfasste. Von der 2004 verstorbenen Essayistin und Autorin Susan Sontag habe ich viel gehalten, daher ist dieses Buch für mich ein Geschenk. Sigrid Nunez war Susan Sontags Assistentin und Freundin ihres Sohnes. Sie ist selbst eine erfolgreiche Autorin, mit sehr individueller Note, also ganz ähnlich wie ihre Mentorin. Nunez startet hier keine Verherrlichung von Susan Sontag sondern zeichnet ein sehr realistische Porträt der amerikanische Ikone Susan Sontag, die so klarsichtig über amerikanische Verhältnisse schrieb. Dabei benennt sie auch Schwächen, die Sontag umso menschlicher für den Leser machen.

  • TochterAlice

    aus Köln

    3/5

    08.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Susan - mitten aus dem Leben…

    Susan - mitten aus dem Leben Susan Sontag - eine ebenso imposante wie anstrengende Person. Das kommt rüber in diesem sehr persönlichen Werk der Autorin Sigrid Nunez über diese unvergessene Amerikanerin. Und ein bisschen bleibt bei mir der Eindruck, das auch Sigrid Nunez sich damit unvergessen machen, über sich als Person einen bleibenden, ewigen Eindruck hinterlassen. Es ist durchaus stellenweise spannend und eindringlich, aber aus meiner Sicht ein wenig so geschrieben wie eine Art Tagebuch. Die großen Worte einer erfolgreichen Schriftstellerin - Nunez meine ich - fehlen hier. Ein eher beiläufiges, stellenweise nicht uninteressantes Werk, das Eindrücke von Susan Sontag als einer recht kapriziösen Person hinterlässt - ich muss sagen, sehr viel Neues oder Besonderes hat dieser persönliche Bericht nicht gebracht.

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