Alma Mater

Alma Mater

Buch (Taschenbuch)

15,95 € inkl. gesetzl. MwSt.

Weitere Formate

Beschreibung

Marburg in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges:
Georg Kammann hätte sich nie träumen lassen, dass ausgerechnet er einmal Theologie studieren würde. Doch ein Überfall auf sein Heimatdorf, ein erhörtes Gebet und die Großzügigkeit seiner adeligen Patentante führen ihn in die Universitätsstadt Marburg. Hier eröffnen sich dem einfachen Lehrerssohn ungeahnte Möglichkeiten. Doch dann wird Marburg immer mehr zum Spielball der Mächtigen. Der Streit zwischen den Hessen-Kasselischen und den Hessen-Darmstädtischen entflammt neu und wird schonungslos auf dem Rücken der einfachen Bevölkerung ausgetragen. Während die Kanonen donnern, muss Georg plötzlich selbst kämpfen: um seine Zukunft, seine Berufung, seinen Glauben und um das Mädchen, das er liebt.

Birthe zur Nieden hat in Marburg Geschichte studiert, weil sie die Geschichten hinter den Jahreszahlen faszinieren. Danach blieb sie einfach dort und lebt und arbeitet bis heute in ihrer Wahlheimat. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit Schreiben, Lesen, Träumen oder im Pferdestall.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.08.2020

Verlag

Francke-Buch

Seitenzahl

555

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.08.2020

Verlag

Francke-Buch

Seitenzahl

555

Maße (L/B/H)

20,3/13,6/4,5 cm

Gewicht

567 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96362-157-4

Das meinen unsere Kund*innen

4.9

8 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Kund*innenkonto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Marburg und der Dreißigjährige Krieg - ein fesselnder Schmöker!

smillas_bookworld aus Rheinland Pfalz am 11.07.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Als Marburg-Kennerin war dieser historische Roman ein Muss für mich! Viele der Schauplätze, die in diesem Buch genannt und beschrieben werden, wurden mir dadurch noch plastischer vor Augen geführt. Birthe zur Nieden macht es dem Leser/der Leserin leicht, in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges einzutauchen und aus der Perspektive des jungen Georg mitzuerleben. Aus ärmlichen Verhältnissen kommend hat er das Glück, sein Theologie-Studium an der Marburger Universität von seiner „Patin“ bezahlt zu bekommen. Leider deckt das nicht die Kosten für den Lebensunterhalt und auch nicht die einer Unterkunft. Die muss sich Georg erst einmal suchen, was gar nicht so leicht ist. Niemand möchte ihn aufnehmen und er muss viele Nächte draußen im Freien verbringen. Aber er lässt sich von all den Unannehmlichkeiten und der Unruhe und Ungewissheit, die der Krieg mit sich bringt, nicht unterkriegen – zumindest anfangs nicht. Eines Tages wird Marburg belagert und nichts ist mehr sicher – auch das eigene Leben nicht. Die Autorin schreibt im Nachwort, dass ihr Roman sich von anderen über den Dreißigjährigen Krieg unterscheidet. Sie beleuchtet nur einen kleinen Teil davon, nämlich den, der die Stadt Marburg betraf. Das allein fand ich aber sehr, sehr spannend, interessant und äußerst informativ. Den Bürgern Marburgs war es schlicht egal, wer gerade die Herrschaft über ihre Stadt hatte – sie mussten Tribut zahlen, fremde Soldaten bei sich unterbringen und vieles andere. Es änderte sich wenig für sie außer dem, der gerade das Sagen hatte: Die Hessen-Kasselischen, die Hessen-Darmstädtischen oder die Schweden – vollkommen egal! Überleben hieß die Devise. Das Buch ist ein ziemlich „dicker Schinken“ und vom Gefühl her wollte es anfangs einfach nicht voran gehen beim Lesen, was nicht am Schreibstil der Autorin lag. Es war durchweg spannend für mich, dennoch fehlte mir anfangs lange der „Leseerfolg“. Ich konnte immer gut in die Handlung reinfinden, auch dann noch, wenn ich das Buch mehrere Tage liegen lassen musste. Der Glaube spielt eine wesentliche Rolle, worüber sich niemand wundern sollte, schließlich studiert Georg Theologie und setzt sich aus vollem Herzen für Gott ein. Sein Wunsch, Theologe zu werden, entspringt einem Erlebnis zu Beginn der Romanhandlung, in der er Gott verspricht, ihm sein Leben zu widmen. Dieses Erlebnis trägt ihn durch die Jahre seines Studiums hindurch, trotzdem gibt es auch Momente des Zweifels, was Georg und seinen Glauben sehr authentisch machen. Überhaupt ist mir Georg ziemlich ans Herz gewachsen … Ihn am Ende es Buches ziehen zu lassen, fiel mir richtig schwer.

Marburg und der Dreißigjährige Krieg - ein fesselnder Schmöker!

smillas_bookworld aus Rheinland Pfalz am 11.07.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Als Marburg-Kennerin war dieser historische Roman ein Muss für mich! Viele der Schauplätze, die in diesem Buch genannt und beschrieben werden, wurden mir dadurch noch plastischer vor Augen geführt. Birthe zur Nieden macht es dem Leser/der Leserin leicht, in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges einzutauchen und aus der Perspektive des jungen Georg mitzuerleben. Aus ärmlichen Verhältnissen kommend hat er das Glück, sein Theologie-Studium an der Marburger Universität von seiner „Patin“ bezahlt zu bekommen. Leider deckt das nicht die Kosten für den Lebensunterhalt und auch nicht die einer Unterkunft. Die muss sich Georg erst einmal suchen, was gar nicht so leicht ist. Niemand möchte ihn aufnehmen und er muss viele Nächte draußen im Freien verbringen. Aber er lässt sich von all den Unannehmlichkeiten und der Unruhe und Ungewissheit, die der Krieg mit sich bringt, nicht unterkriegen – zumindest anfangs nicht. Eines Tages wird Marburg belagert und nichts ist mehr sicher – auch das eigene Leben nicht. Die Autorin schreibt im Nachwort, dass ihr Roman sich von anderen über den Dreißigjährigen Krieg unterscheidet. Sie beleuchtet nur einen kleinen Teil davon, nämlich den, der die Stadt Marburg betraf. Das allein fand ich aber sehr, sehr spannend, interessant und äußerst informativ. Den Bürgern Marburgs war es schlicht egal, wer gerade die Herrschaft über ihre Stadt hatte – sie mussten Tribut zahlen, fremde Soldaten bei sich unterbringen und vieles andere. Es änderte sich wenig für sie außer dem, der gerade das Sagen hatte: Die Hessen-Kasselischen, die Hessen-Darmstädtischen oder die Schweden – vollkommen egal! Überleben hieß die Devise. Das Buch ist ein ziemlich „dicker Schinken“ und vom Gefühl her wollte es anfangs einfach nicht voran gehen beim Lesen, was nicht am Schreibstil der Autorin lag. Es war durchweg spannend für mich, dennoch fehlte mir anfangs lange der „Leseerfolg“. Ich konnte immer gut in die Handlung reinfinden, auch dann noch, wenn ich das Buch mehrere Tage liegen lassen musste. Der Glaube spielt eine wesentliche Rolle, worüber sich niemand wundern sollte, schließlich studiert Georg Theologie und setzt sich aus vollem Herzen für Gott ein. Sein Wunsch, Theologe zu werden, entspringt einem Erlebnis zu Beginn der Romanhandlung, in der er Gott verspricht, ihm sein Leben zu widmen. Dieses Erlebnis trägt ihn durch die Jahre seines Studiums hindurch, trotzdem gibt es auch Momente des Zweifels, was Georg und seinen Glauben sehr authentisch machen. Überhaupt ist mir Georg ziemlich ans Herz gewachsen … Ihn am Ende es Buches ziehen zu lassen, fiel mir richtig schwer.

Spannender historischer Roman

Bewertung aus Glauchau am 15.11.2020

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„...Georg zog es vor, nicht zu antworten, obwohl er ganz bestimmt niemals Pfarrer werden wollte. Schon gar nicht in diesen Zeiten...“ Georg wird von Gleichaltrigen gehänselt, weil er den Glauben noch ernst nimmt. Als Sohn des Schullehrers verfügt er über eine gute Bildung. Doch wir schreiben das Jahr 1641. Der Krieg hat das Land ausgelaugt. Auch beim Lehrer geht es knapp zu. Trotzdem teilt er mit Bedürftigen. Die Ernte ist den Soldaten zum Opfer gefallen. Es soll aber noch schlimmer kommen. Die Schweden sind im Anmarsch. Das Dorf flieht geschlossen in die nahegelegene Stadt Grünberg. Dort sind sie nicht willkommen. Heftig entgegnet einer der Dörfler: „...Wir haben so manche Marodeure überstanden, aber bei einer ganzen Armee bleibt uns nichts anderes übrig, als zu fliehen hinter die armseligen Mauern Seiner Stadt. […] Lasse Er uns wenigstens einen Rest unserer Würde und behandele Er uns nicht, als verlangten wir Ungebührliches!...“ Die Autorin hat einen spannenden historischen Roman geschrieben. Sie beschränkt sich auf das Kriegsgeschehen um Marburg. Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Georg wird zurück ins Dorf geschickt, um Heu zu holen. Dabei fällt er den Schweden in die Hände und kommt in letzter Minute mit dem Leben davon. Als Dank dafür möchte er Pfarrer werden. Eine adlige Patin bezahlt das Schulgeld, und er macht sich auf den Weg nach Marburg. Georg besteht die Aufnahmeprüfung mit Bravour. Jetzt muss er sich um Unterkunft und seinen Lebensunterhalt kümmern. Gut wird gezeigt, wie schwierig das war. Auch das erste Jahr als Student bedeutet für ihn eine harte Schule. Die Pennäler waren den älteren Jahrgängen Dienstverpflichtet. Sein Leben bessert sich, als er beim Drucker Konrad ein Zimmer erhält und dessen Sohn Johannes unterrichten soll. Es dauert, bis Konrad Georg akzeptiert, denn seine Erfahrungen mit Studenten waren bisher negativ. Die Gespräche zwischen beiden gehören für mich zu den stilistischen und inhaltlichen Höhepunkten des Buches. „...Das Wichtigste, Georg Nicolaus Kammann, ist die Tatsache, dass Christus am Kreuz starb, um dich zu retten. Das Wichtigste ist das Kreuz und die Tatsache, dass du jederzeit dorthin kommen kannst, schwach und sündig wie du bist...“ Konrad fängt Georg auf, als der an seinem Weg zweifelt. In Zeiten von Tod und Gewalt spricht er über Glaube und Vertrauen, denn der Krieg holt Georg in Marbach ein. Er muss kämpfen. Er erlebt Einquartierungen und Plünderungen. Von seiner Familie erfährt er nur durch seltene Briefe. In einem Gespräch mit einem Söldner erfährt Georg, dass es schon lange nicht mehr um Glaubensfragen geht, sondern allein um Machtansprüche. Und die Söldner folgen dem, der am besten zahlt. Eine Karte von Marburg und ein informatives Nachwort ergänzen das Buch. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeigt die ganze Sinnlosigkeit eines Krieges.

Spannender historischer Roman

Bewertung aus Glauchau am 15.11.2020
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„...Georg zog es vor, nicht zu antworten, obwohl er ganz bestimmt niemals Pfarrer werden wollte. Schon gar nicht in diesen Zeiten...“ Georg wird von Gleichaltrigen gehänselt, weil er den Glauben noch ernst nimmt. Als Sohn des Schullehrers verfügt er über eine gute Bildung. Doch wir schreiben das Jahr 1641. Der Krieg hat das Land ausgelaugt. Auch beim Lehrer geht es knapp zu. Trotzdem teilt er mit Bedürftigen. Die Ernte ist den Soldaten zum Opfer gefallen. Es soll aber noch schlimmer kommen. Die Schweden sind im Anmarsch. Das Dorf flieht geschlossen in die nahegelegene Stadt Grünberg. Dort sind sie nicht willkommen. Heftig entgegnet einer der Dörfler: „...Wir haben so manche Marodeure überstanden, aber bei einer ganzen Armee bleibt uns nichts anderes übrig, als zu fliehen hinter die armseligen Mauern Seiner Stadt. […] Lasse Er uns wenigstens einen Rest unserer Würde und behandele Er uns nicht, als verlangten wir Ungebührliches!...“ Die Autorin hat einen spannenden historischen Roman geschrieben. Sie beschränkt sich auf das Kriegsgeschehen um Marburg. Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Georg wird zurück ins Dorf geschickt, um Heu zu holen. Dabei fällt er den Schweden in die Hände und kommt in letzter Minute mit dem Leben davon. Als Dank dafür möchte er Pfarrer werden. Eine adlige Patin bezahlt das Schulgeld, und er macht sich auf den Weg nach Marburg. Georg besteht die Aufnahmeprüfung mit Bravour. Jetzt muss er sich um Unterkunft und seinen Lebensunterhalt kümmern. Gut wird gezeigt, wie schwierig das war. Auch das erste Jahr als Student bedeutet für ihn eine harte Schule. Die Pennäler waren den älteren Jahrgängen Dienstverpflichtet. Sein Leben bessert sich, als er beim Drucker Konrad ein Zimmer erhält und dessen Sohn Johannes unterrichten soll. Es dauert, bis Konrad Georg akzeptiert, denn seine Erfahrungen mit Studenten waren bisher negativ. Die Gespräche zwischen beiden gehören für mich zu den stilistischen und inhaltlichen Höhepunkten des Buches. „...Das Wichtigste, Georg Nicolaus Kammann, ist die Tatsache, dass Christus am Kreuz starb, um dich zu retten. Das Wichtigste ist das Kreuz und die Tatsache, dass du jederzeit dorthin kommen kannst, schwach und sündig wie du bist...“ Konrad fängt Georg auf, als der an seinem Weg zweifelt. In Zeiten von Tod und Gewalt spricht er über Glaube und Vertrauen, denn der Krieg holt Georg in Marbach ein. Er muss kämpfen. Er erlebt Einquartierungen und Plünderungen. Von seiner Familie erfährt er nur durch seltene Briefe. In einem Gespräch mit einem Söldner erfährt Georg, dass es schon lange nicht mehr um Glaubensfragen geht, sondern allein um Machtansprüche. Und die Söldner folgen dem, der am besten zahlt. Eine Karte von Marburg und ein informatives Nachwort ergänzen das Buch. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeigt die ganze Sinnlosigkeit eines Krieges.

Unsere Kund*innen meinen

Alma Mater

von Birthe zur Nieden

4.9

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Alma Mater