Verschwunden auf Fehmarn
Das Abitur hat sie glänzend bestanden, ein neues Leben wird für sie beginnen: raus aus Hamburg, Studium, neue Freunde. Doch kann man in die Zukunft schauen, wenn man mit der Vergangenheit nicht abgeschlossen hat?
Erinnerungen plagen Laura. Ihre Eltern sind bei einem Unfall ums Leben gekommen. Jetzt fehlen sie ihr. Genauso wie ihr Bruder, der beim gemeinsamen Urlaub auf Fehmarn verschwunden ist. Spurlos. Einfach aus Lauras Leben herausgerissen.
Laura reist auf die Insel. Vielleicht kann sie doch eine Spur von ihrem Bruder finden? Ein sehr gefährliches Vorhaben …
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Für einen guten Krimi bin ich immer zu haben, so zog im Urlaub ein Ankündigungsplakat für eine Lesung direkt vor Ort meine Aufmerksamkeit auf sich. „Düsterstrand“ klang sehr gut, der Schauplatz, meine Herzensinsel Fehmarn – sowohl Ort der Krimihandlung als auch der Lesung –, ließ mich einen genaueren Blick auf das Plakat zu werfen. Der Name der Autorin, Meike Messal, sagte mir gar nichts. Um es vorweg zu nehmen, sie hätte sowohl wie ihr Krimi weit mehr Aufmerksamkeit verdient, als es bisher der Fall ist.
Denn „Düsterstrand“ kombiniert einen gut gemachten, packenden Kriminalfall mit interessant gezeichneten Charakteren, einigen Überraschungen und einer unglaublich gut eingearbeiteten Wende zum Schluss hin, die dem Können namhafterer Autoren* in nichts nachstehen – und das alles vor der tollen Kulisse der wunderschönen Ostseeinsel. Wäre der tiefgründige Fall nicht, man könnte sich ob des intensiven Lokalflairs fast wie im Urlaub fühlen. So hat es mir ganz besonders viel Freude bereitet, das Buch direkt vor Ort zu lesen, denn natürlich musste ich es sofort kaufen, um es vor der Lesung wenigstens anzulesen.
„Düsterstrand“ fällt unter meine Kategorie „24 Stunden Krimi“, denn – und das lag nicht nur an der vielen freien Zeit – ich habe ihn binnen zweier halber Tage durchschmökert. Schuld daran war der flüssige, einnehmende Schreibstil der Autorin und das Schicksal ihrer Hauptfiguren. Zum einen gibt es das Opfer, einen kleinen Jungen, der gefangen gehalten und von seinem Peiniger für bestimmte Aufgaben eingesetzt wird. Diese Szenen ließen mir immer wieder das Herz zerreißen, obwohl Meike Messal keine großen Grausamkeiten schildert und auch nicht sehr ins Detail geht. Hier verfilmte mein Kopfkino intensiv. Die Hauptfigur des anderen Erzählstrangs, der den größten Teil des Buches einnimmt, ist die frischgebackene Abiturientin Laura, die in einen nahezu unkontrollierbaren Strudel gerät, als sie sich auf die Suche nach ihrem Bruder begibt. Der ist vor vielen Jahren im Urlaub auf Fehmarn einfach verschwunden, jede Suche nach ihm ist erfolglos geblieben. Laura glaubt fest daran, dass er, warum auch immer, noch lebt, und hat nun endlich die Gelegenheit und Reife dazu, die vagen Spuren von damals zu verfolgen. Tatsächlich macht sie – eher zufällig – eine Entdeckung, die der Polizei damals nicht aufgefallen ist, und ermittelt mehr oder weniger auf eigene Faust weiter, was sie in manch brenzlige Situation bringt.
Während ihres Aufenthaltes auf Fehmarn frischt sie alte Bekanntschaften auf und schließt neue. Natürlich war ich beim Lesen jedes Mal auf der Hut, las sorgenvoll und aufmerksam, wenn Laura Zeit mit ihnen verbrachte. Verdächtig war natürlich jede Person für mich, mein Miss Marple Gen war überaktiv, sah Verbindungen, wo es keine gab, und übersah dabei das, worauf es schließlich hinauslaufen sollte. Und das war für mich allererste Krimisahne! Sowohl was den Täter betrifft, als auch, was manche Personenkonstellation angeht. Da ich Literatur besonders mag, wenn sie mir neben guter, kurzweiliger Unterhaltung einen Mehrwert bietet, konnte „Düsterstrand“ ein weiteres Mal punkten. Denn die spezielle Erziehungsmethode, die hier der Dreh- und Angelpunkt allen Übels ist, wird später im Anhang – auch in ihren wissenschaftlichen Grundlagen – erläutert.
Mal abgesehen von einigen Szenen, die gerne etwas ausführlicher hätten dargestellt werden können, habe ich rein gar nichts zu beanstanden!
Wenn ich nun schreibe, dass ich mich sehr auf den nächsten Krimi der Autorin freue, der im Frühjahr 2022 erscheinen soll, wird das vermutlich niemanden wundern. Ich bin wirklich begeistert von „Düsterstrand“ und kann das Buch jedem Krimifreund nur ans Herz legen! Auch die Lesung war toll! Die Autorin – hier merkt man ihr ein wenig die Deutschlehrerin an – hat sie gut strukturiert, etwas von sich selbst erzählt, passende Stellen zum Vortrag ausgewählt, um dann jeweils am spannendsten Punkt aufzuhören, und zudem interessante, gut platzierte Erläuterungen eingebaut. Wer die Gelegenheit zu einer Lesung mit der Autorin hat, sollte sie nutzen!
Mehr über mein liebstes Hobby gibt es auf meinem Bücherblog irveliest.wordpress.com, der Facebookseite „Irve liest“ und dem Instagram-Account „irveliest“ zu erfahren. Hier zeige ich zeitnah, was ich gerade höre oder lese und geben dabei gerne einen ersten Eindruck preis. Über virtuelle Besucher und freundlichen, buchigen Austausch freue ich mich dort sehr.
Bewertung
aus Bergneustadt
5/5
12.12.2020
Buch (Taschenbuch)
Düsterstrand spannen packend perfekt geschrieben
das hätte ich nicht erwartet, eine tolle spannende und packende Geschichte, die durch unseren Urlaub auf Fehmarn noch interessanter wurde, ich kann dieses Buch sehr Empfehlen, habe mir heute bereits das zweite Buch ("Inselmörder) der Autorin bestellt , bin schon jetzt wieder sehr gespannt
Bewertung
5/5
08.11.2020
Buch (Taschenbuch)
Spannender und mitreißender Fehmarn-Krimi!
"Düsterstrand" ist das erste Buch, dass ich von der Autorin Meike Messal gelesen habe und ich bin begeistert. Der Krimi ist spannend, mitreißend und einfach toll geschrieben. Das Buch war sehr flüssig zu lesen, was mir große Freude bereitet hat. Ich wollte es meist gar nicht erst zur Seite legen. Die Geschichte mit einem grausigen Verbrechen ist sehr gut konstruiert. Auch die Charaktere sind gut ausgemalt und überzeugend. Meine große Sympathie gilt natürlich der Hauptperson Laura und ihrer Verbündeten Wiebke. Meike Messal hat mich nach Fehrman entführt und mich dieser tollen Kriminalgeschichten folgen lassen. Das Flair der Insel kommt sehr gut rüber und in die Geschichte war es leicht rein zu finden.
Nun möchte ich aber doch noch einen kurzen Überblick über die Story geben. Also die Geschichte spielt sich auf Fehrmarn ab. Die Hauptperson Laura hat einige Schicksalsschläge hinter sich. Ihr Bruder verschwand vor vielen Jahren spurlos auf Fehmarn und nur ein Jahr später verunklückten ihre Eltern mit dem Auto tödlich. Sie saß ebenfalls in dem Auto und hat seit dem panische Angst davor sich in ein Auto zu setzen. 10 Jahre später macht sich Laura auf Fehmarn noch einmal auf die Suche nach ihrem kleinen Bruder, da sie ihn immer noch schmerzhaft vermisst und sein Verschwinden nie geklärt werden konnte. Laura erfährt auf der Insel schnell neue Hinweise die ihr bei der Klärung helfen könnten. Ihre Recherchen könnten jedoch auch für Sie gefährlich werden. Mehr wird zur Story hier nicht verraten. Ich kann nur empfehlen "selber lesen" denn es lohnt sich.
Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen und kann ihn nur weiterempfehlen. Demnächst werde ich mir mal ein weiteres Buch dieser Autorin schnappen, da ich gespannt bin, ob mir diese ebenso gut gefallen.
Jeanette Lube
aus Magdeburg
5/5
04.10.2020
Buch (Taschenbuch)
Euch erwartet ein packendes Lesevergnügen!
Dieses Buch erschien 2020 Prolibris Verlag Rolf Wagner und beinhaltet 274 Seiten.
"Verschwunden auf Fehmarn"
Laura hat das Abitur glänzend bestanden. Nun wird sie ein neues Leben beginnen: raus aus Hamburg, Studium, neue Freunde. Kann man denn in die Zukunft schauen, wenn man mit der Vergangenheit noch nicht abgeschlossen hat? Erinnerungen plagen sie. Bei einem Unfall sind ihre Eltern ums Leben gekommen, die ihr jetzt fehlen. Und auch ihr Bruder fehlt ihr sehr. Er ist bei einem gemeinsamen Urlaub auf Fehmarn verschwunden, spurlos. Er wurde einfach aus Lauras Leben gerissen. Sie reist auf die Insel um vielleicht doch eine Spur von ihrem Bruder zu finden, was sich als ein sehr gefährliches Vorhaben herausstellt...
Der Schreibstil der Autorin Meike Messal gefällt mir sehr gut. Ich war sofort in der Geschichte, die mich dann so in ihren Bann gezogen hat, dass ich das Buch an einem Abend durchgesuchtet habe. Laura ist gerade 18 Jahre alt geworden und musste schon so viel Leid ertragen, den Verlust ihres Bruders und auch ihrer Eltern. Trotzdem meistert sie ihr Leben bei ihrer lieben Großmutter. Ich finde sie sehr sympathisch und so kam es, dass ich mich gedanklich gemeinsam nach Fehmarn begab. Sie versucht, herauszubekommen, was damals mit ihrem Bruder passiert ist und begibt sich damit selbst in große Gefahr... Ich habe die ganze Zeit mit Laura mitgelitten, aber auch gelacht und geweint. Wird sie ihren Bruder finden? Das werdet ihr nur erfahren, wenn ihr dieses Buch selbst lest! Macht euch darauf gefasst, dass es hier spannend, packend, aufregend und fesselnd zugeht! Es kam ein Ende, mit dem ich nicht gerechnet habe. Man kann hier wieder sehen, dass es nichts gibt, was es nicht gibt. Man, habe ich mitgefiebert... So, nun lest selbst und begebt euch gemeinsam mit Laura nach Fehmarn! Ich hatte wunderbare Lesestunden. Dieser Krimi ist ganz nach meinem Geschmack. Danke, Meike Messal, für dieses packende Lesevergnügen!
ech
aus Bochum
5/5
02.10.2020
Buch (Taschenbuch)
Packender Kriminalroman um eine junge Frau, die auf Fehmarn nach ihrem vor 10 Jahren verschwundenen Bruder sucht
Mit diesem Buch legt die Autorin Meike Messal einen packenden Kriminalroman vor, der uns auf die Insel Fehmarn entführt und dort neben ein wenig Urlaubsfeeling auch jede Menge Spannung beschert.
Die junge Hamburgerin Laura hat gerade ihr Abitur mit Bravour bestanden und nun alle Möglichkeiten der Welt, sich eine glänzende Zukunft aufzubauen. Doch wie soll das gelingen, wenn man mit der Vergangenheit noch lange nicht abgeschlossen hat. Und so nutzt Laura die neugewonnene Freiheit für eine Reise auf die Insel Fehmarn, wo vor 10 Jahren ihr Bruder Paul spurlos verschwunden ist. Doch wird sie nach all der Zeit wirklich noch eine Spur finden, die ihr endlich Gewissheit über das Schicksal von Paul verschafft ? Bei ihren Nachforschungen stößt Laura in ein Wespennest und weiß bald nicht mehr, wem sie noch trauen kann.
Mit einem packenden Schreibstil treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und lässt sie schließlich in einen fulminanten Showdown münden, der neben reichlich Spannung auch noch eine schlüssige Auflösung liefert. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die immer wieder für Überraschungen gut sind. Mit ihren bildhaften Beschreibungen fängt die Autorin das typische Inselfeeling sehr gut ein und lockert so die eher düstere Grundstimmung immer wieder gekonnt auf.
Wer auf spannende Krinminalromane vor einer Urlaubskulisse steht, wird hier bestens bedient und spannend unterhalten.
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