Rezension
Dieter Roscheck ist der Beschützer von Witzen und Weisen Die inspirierende Zahnbürste Von Christel Niemann Das ist mal ein Buchtitel: "Undichtigkeiten - Schräges - Poetisches - Prosaisches". Unter diesem eher ungewöhnlichen Buchnamen versteht es der Autor Robin Hut mit seinem literarischen Debüt, die Neugierde einer potentiellen Leserschaft zu wecken. Und die wird sicher noch gesteigert, wenn beim Blättern beziehungsweise Lesen der Lektüre nach und nach die wahre Identität des Verfassers zutage kommt: Dieter Roscheck, der gemeinsam mit seiner Frau Sylvia Casaretto jahrelang die Galerie Casaretto-Art in der Brückstraße in Verden betrieben hat. Nun hat Roscheck sich auf gänzlich neue Pfade begeben, wo er mal frech, mal provozierend, mal nachdenklich und klug, vor allem aber originell und wortspielend, um die imaginäre Buchecke schielt und der geneigten Leserschaft Verflechtungen mit Niveau auf 167 Seiten liefert. Die titelgebenden "Undichtigkeiten", die teils biografisch und überwiegend humorvoll daherkommen, sind literarisch gemischte Kost. Denn thematisch hat Roscheck, der sich hier selbstbewusst als Verbalextremist outet, sein Erstlingswerk breit aufgestellt, hat Menschen, Tieren, Natur oder den ihm eigenen Gedankenkarussell insgesamt 16 eigenständige Artikel gewidmet. So lässt das Kapitel "Wer bin ich?" den Leser zunächst hinein in die Vita des Autors und dann tief in seine erstaunlich offene Seele blicken, um wenige Seiten später im Kapitel "Von früh bis spät" in dessen heiteren Alltagsbetrachtungen zu landen, wo die Palette überbordender Gefühle von Schmunzeln über selbsterkennendem Lachen bis zur Schadensfreude reicht, da Roscheck, pardon Robin Hut, kaum ein Blatt vor den Mund nimmt. Und so darf - gleichgültig welchen thematischen Kontext er auch immer (selbstironisch) zerzaust - geschmunzelt, gelächelt, laut gelacht und hin und wieder auch mal nachgedacht werden. Ja, er hat wahrlich Humor dieser Mann und den Mut, den Lesern inhaltlich in Gedichtform einen Spiegel vorzuhalten. Das teilt sich dem Leser zwar nicht immer unmittelbar mit, führt aber spätestens beim zweiten Leseversuch an die sprachlich teils derben und teils kreativ-verspielt verhüllten Absichten des Autors, der nicht nur das Schöne aufgreift, sondern seine Zeilen auch Körperteilen und Ergüssen widmet, die für gewöhnlich verschwiegen werden. Im Gespräch erzählt Roscheck dann, warum er für sein Buch ein Pseudonym gewählt hat, und wie es überhaupt dazu gekommen ist. "Das Pseudonym setzt auf einen Aha-Effekt und darauf, dass es ad-hoc ein Schmunzeln bei der Leserschaft auslöst." Inhaltlich hätten seine Gedanken einfach mal rausgemusst. "Die teils schrägen Einfälle fliegen mir vor allem morgens beim Zähneputzen oder während der morgendlichen Hundespaziergänge mit unserer Miss Sophie zu." Inzwischen ist bereits der zweite Band aus der Feder von Robin Hut erschienen. Diesmal hat der Autor unter dem Titel "Wendepunkte und andere Schicksale" Kurzgeschichten verfasst, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln mal humorvoll, mal nachdenklich machend die Frage "Was wäre wenn …?" beleuchten.
Ehemaliger Galerist Dieter Roscheck bringt als Robin Hut sein erstes Buch heraus Verflechtungen mit Niveau Verden/Luttum – „Undichtigkeiten – Schräges – Poetisches – Prosaisches“ – mit diesem eher ungewöhnlichen Buchtitel, versteht es der Autor mit dem ebenso ungewöhnlichen Namen Robin Hut, bereits vor der offiziellen Vorstellung seines literarischen Debüts, die Neugierde einer potenziellen Leserschaft zu wecken. Und die wird sicher noch gesteigert, wenn beim Lesen der Lektüre nach und nach die wahre Identität des Verfassers zutage kommt: Dieter Roscheck, der gemeinsam mit seiner Frau Sylvia Casaretto die Galerie Casaretto-Art in Verden betrieben hat. Nun hat Roscheck sich auf gänzlich neue Pfade begeben, wo er mal frech, mal provozierend, mal nachdenklich und klug, vor allem aber originell und wortspielend daherkommt und der geneigten Leserschaft gedankliche Verflechtungen mit Niveau auf 167 Seiten liefert. Die titelgebenden „Undichtigkeiten“ sind literarisch gemischte Kost. Denn thematisch hat Roscheck, der sich hier selbstbewusst als Verbalextremist outet, sein Erstlingswerk breit aufgestellt. Menschen, Tieren, Natur und dem ihm eigenen Gedankenkarussell hat er insgesamt 16 eigenständige Kapitel gewidmet. So lässt das Kapitel „Wer bin ich?“ den Leser zunächst in die Vita des Autos und dann tief in dessen Seele blicken, um wenige Seiten später im Kapitel „Von früh bis spät“ in dessen heiteren Alltagsbetrachtungen zu landen. Schmunzeln, selbsterkennendes Lachen und selbst Schadenfreude sind die Folgen, da Roscheck, pardon Robin Hut, kaum ein Blatt vor den Mund nimmt. Ja, er hat wahrlich Humor. Und den Mut, den Lesern in Gedichtform einen Spiegel vorzuhalten. Auch wenn sich dies dem Leser manchmal erst auf den zweiten Blick offenbart. Im Gespräch erzählt Roscheck, warum er für sein Buch ein Pseudonym gewählt hat und wie es überhaupt dazu gekommen ist. „Das Pseudonym setzt auf einen Aha-Effekt und darauf, dass es ad hoc ein Schmunzeln bei der Leserschaft auslöst.“ Im Übrigen hätten seine Gedanken einfach mal raus gemusst. „Die teils schrägen Einfälle fliegen mir vor allem morgens beim Zähneputzen oder während der morgendlichen Hundespaziergänge mit unserer Miss Sophie zu.“ Der Titel „Undichtigkeiten“ sei dem Inhalt geschuldet, der ja nicht immer ganz ernstzunehmen sei, genau wie die neckischen Zeichnungen, die jedes Kapitel flankieren. „Ich liebe nun einmal schräge Wortspielereien“, sagt Roscheck. „Die habe ich schon als Junge in die alte Reiseschreibmaschine meines Großvaters getippt.“ Wie wird es mit Robin Hut weitergehen? „Ich habe einen Band mit Kurzgeschichten geplant, der unter dem Titel ,Wendepunkte’ erscheinen wird. Und es gibt noch weitere Ideen und Manuskripte, aus denen sich etwas machen lässt und die ich so nach und nach anpacken und umsetzen will. ,Schau’n wir mal’, wie schon Franz Beckenbauer sagte.“ Zum Buch „Undichtigkeiten – Schräges-Poetisches-Prosaisches“ ist erschienen im Verlag tredition. Es kostet als Hardcover 17,99, als Paperback 8,99 und als E-Book 3,99 Euro. Von Christel Niemann