Die Auswirkungen von Noten auf Selektionsfunktion und Leistungsfeststellung. Akzeptanz und Aussagekraft
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
29.06.2020
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
494 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346191366
Die Bewertung der Schülerleistungen mit Ziffernnoten hat lange Tradition und konnte sich trotz der Kritik an ihnen bis heute als Bewertungsinstrument durchsetzen. Noten erfahren breite Akzeptanz bei Lehrern, Eltern und Schülern und kaum jemand kann
sich eine Schule ohne Noten vorstellen. Die Frage ist, weshalb diese Art der Leistungsbeurteilung so großen Anklang in der Gesellschaft findet.
Das kann damit zu tun haben, welches Ziel eine Bewertung haben soll. Sieht sich die Schule in aller erster Linie als Institution, die Bildung an die Kinder vermitteln will, so erwartet die Gesellschaft von der Schule, dass diese sie auf das spätere Leben vorbereitet, um ihnen bestmögliche Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu bereiten. Denn in unserer heutigen Zeit hat der Beruf einen so hohen Stellenwert, dass er nicht mehr dem vorrangigen Ziel dient den Lebensunterhalt zu verdienen, sondern zum Sinn der Existenz selbst wird.
Der Schule kommt also die Aufgabe zu, die Kinder anhand ihrer Leistungen zu beurteilen, wobei Ziffernnoten als geeignetes Mittel dafür erscheinen, um den weiteren Lebensweg der Kinder zu bestimmen. Sie befindet sich somit im Dilemma, zwischen diesen beiden Funktionen einen Ausgleich zu finden. Dadurch ist ein "dialektisches Spannungsfeld" zwischen Bildung und Qualifikation gegeben.
Um dieses Spannungsfeld aufzulösen, müsste man sich für eine dieser Funktionen entscheiden. Doch dies scheint nicht machbar zu sein, da ein solches Vorhaben nicht genügend Unterstützer finden würde. Auch Duncker sieht nicht die Möglichkeit nur eine der beiden Funktionen umzusetzen und stellt die These auf, dass "das Spannungsverhältnis von Bildung und Qualifikation nicht auf eine der beiden Seiten aufgelöst werden kann" und resultiert dann, dass "die Qualifikationsfunktion droht den Bildungsauftrag zu verdrängen".
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