Die Theorie der Schweigespirale im Social-Media-Zeitalter
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
01.07.2020
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
509 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346193674
Die öffentliche Meinung gilt sowohl schon in den antiken Stadtstaaten als auch in der heutigen modernen Gesellschaft als ein ausschlaggebender Faktor im politischen Geschehen, zumal sie einen erheblichen Einfluss auf die freie individuelle Meinungsbildung der Menschen in der Demokratie ausübt. Zu den Meilensteinen der Forschung des öffentlichen Meinungsbildungsprozesses zählt sicherlich das 1974 erschienene Standardwerk "The Spiral of Silence - A Theory of Public Opinion" von Elisabeth Noelle-Neumann, welches einen Paradigmenwechsel in der Medienwirkungsforschung darstellte. Die Autorin fand aus Anlass der Gelegenheitsbeobachtung der Bundestagswahlkämpfe zum ersten Mal das Phänomen heraus und forschte in weiteren Untersuchungen den Ansatz nach.
Die schon seit mehr als 40 Jahren entstandene Schweigespirale war inhaltlicher und methodischer Kritik von den damaligen Wissenschaftlern ausgesetzt und ist gegenwärtig weiterhin ein umstrittenes Thema. Es gab zahlreiche empirische Studien, die das Konzept Noelle-Neumanns nachzuweisen versuchten, insbesondere im Kontext der computervermittelten Kommunikation. Mit dem nachhaltigen Entwicklungstempo des Internets fungieren heutzutage schon die sozialen Netzwerkseiten als Plattform sowohl für die Wissensvermittlung als auch für die Meinungsäußerung des Individuums. Ihm fällt es wesentlich leichter, nicht nur in den traditionellen Medien, sondern auch in virtuellen Diskussionsforen seine persönliche Meinung zu äußern. Daher hat die Frage nach der Rolle der elektronischen Massenmedien im politischen System, insbesondere die Frage nach der erfolgreichen Anwendung der Schweigespirale auf dem Social Web schon seit Ende des 20. Jahrhunderts ihre Anhänger und ihre Kritiker angefeuert, in der Hoffnung, dass Online-Kommunikationskanäle dabei helfen, Medienpluralismus und Meinungsvielfalt neugestalten zu können.
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