In Aquae Calicis riecht die Freiheit nach Lavendelseife. Aber ganz gleich, ob nun entflohene Gefangene die Stadt unsicher machen, eine Richterin Geister sieht oder drei nicht allzu Weise aus dem Abendland einer jungen Familie einen Besuch abstatten: Mit Drachen und Walküren ist immer zu rechnen.
Zehn miteinander verflochtene Geschichten entführen in eine verzauberte Welt.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Über den Inhalt möchte ich so wenig wie möglich konkret verraten, da es sich um kürzere Texte handelt und ich so wahrscheinlich zu viel vorwegnehmen würde. Klar ist, wer "Tricontium", das "Rattenlied" und "Tee und Teufel" mochte und auch den ersten Kurzgeschichtenband "Greifen, Grabraub und Gelichter", wird auch an diesem sehr viel Spaß haben und eine kurzweilige Unterhaltung finden. Ich persönlich würde sagen, dass dieses Buch auch separat gelesen werden kann, aber in dem Fall hat man mehr davon, wenn man die entsprechenden Figuren bereits kennt.
Maike Claußnitzers „Immergrün und Walküren“ lädt mit seinen vielfältigen Kurzgeschichten zu weiteren Streifzügen durch die Straßen von Aquae Calicis und Umgebung ein, wo hinter so manchem Winkel ein Abenteuer wartet in Gestalt von Falken, die keine sind, Geisterhunden und anderen übernatürlichen Wesen, diebischen Drachen, Verwandtschaft auf Abwegen oder allzu umtriebigen Bischöfen.
Die Geschichten rund um Hauptmann Ardeija, Richterin Herrad und die drei Generationen von Wölfen ihres Haushalts sind allesamt spannend, mit ernsten Untertönen und doch zugleich humorvoll, sie machen nachdenklich und sind trotzdem von herzerfrischender Leichtigkeit, versehen mit einer großen Portion an Wunderbarem und sie leben nicht zuletzt von den liebgewonnenen, teils altvertrauten Figuren, deren Erlebnisse einen stets berühren, während man Einblicke in ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erhält und so neue Facetten an ihnen kennenlernt – wenn etwa Ardeijas alte Liebe noch ein ernstes Wort mit ihm zu reden hat, ehe sie ihr Malereiwerkzeug kunstvoll zweckentfremdet, ein eher ruppiger Geselle – der noch einiges gutzumachen hat! – sich als erstaunlich fürsorglicher Bruder und beinahe aufrechter Bürger entpuppt (im Rahmen seiner Möglichkeiten) oder Enkelkinder unerwartete Wege einschlagen.
Nur eines wird sich nie ändern, ob da nun sprechende Katzen, Walküren oder allzu menschliche Ratten daherkommen: Mit Ivar und seiner Familie und deren unorthodoxer Art, Probleme zu lösen, muss man glücklicherweise immer rechnen!
Kurzum: „Immergrün und Walküren“ bietet wieder ein herrliches Lesevergnügen und schafft es ganz nebenbei, einem sogar eine bislang eher zweifelhafte Figur ans Herz wachsen zu lassen.
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