Zur Rolle der Aufseherinnen in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Werkzeug oder Täterin?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
08.07.2020
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
461 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346201249
Es liegt mir fern, die Rolle der KZ-Aufseherinnen zu verallgemeinern oder gar zu verteufeln. Es gab viele Frauen, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Häftlingen geholfen und somit unnötiges Leid verhindert haben. Wenn ich Aufseherinnen als Opfer ihrer Ideologie oder der damaligen Verhältnisse bezeichne, so soll damit ihr Verhalten in keiner Weise verharmlost oder entschuldigt werden. Gleichsam muss bedacht werden, dass neben den Aufseherinnen auch weibliche Häftlinge durch das sogenannte System der Funktionshäftlinge zu Täterinnen werden konnten. Die Grenzen zwischen Täter- und Opferwerdung in diesem Bereich sind offenbar fließend.
Zu Beginn möchte ich zunächst einen Überblick über die Ausbildung und Rekrutierung von KZ-Aufseherinnen geben. Dabei wird deutlich werden, dass es neben angeworbenen und dienstverpflichteten Aufseherinnen auch Frauen gab, die sich freiwillig für den Dienst in den Konzentrationslagern meldeten. Obwohl die Zahl der Aufseherinnen bisher nicht eindeutig zu ermitteln ist, lässt sich doch sagen, dass die weibliche Bewachung vor allem in den Frauenkonzentrationslagern eine große Rolle gespielt hat. "Die unmittelbare und direkte Herrschaft über die weiblichen Häftlinge übte (...) die weibliche Bewachung aus".
Mein Ziel ist es vor allem, das Verhalten der Aufseherinnen in den Konzentrationslagern näher zu beleuchten. Anhand von einigen Berichten von Opfern und Täterinnen möchte ich aufzeigen, wie die Frauen ihre Rolle als Aufseherinnen wahrgenommen haben.
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