Zur französischen Kolonialpolitik in Tunesien vom Berliner Kongress 1878 bis zum Beginn der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts Auf dem Weg zu einer neuen Großmachtstellung
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Produktdetails
Format
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Nein
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Nein
Erscheinungsdatum
09.07.2020
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
556 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346202697
Was machen Sportler beziehungsweise Mannschaften, wenn sie trotz des Glaubens an den Sieg verlieren? Sie fordern einen zweiten Versuch oder besser gesagt: Revanche. Frankreich hegte diesen Revanchegedanken nach dem verlorenen Krieg 1870/71 gegen das Deutsche Reich. Es wollte unter anderem Rache nehmen für die Niederlage und auferlegten Reparationen, die ein regelrechtes Trauma bei den Franzosen hervorriefen, aber vor allem wollte Frankreich seinen verlorenen Großmachtstatus zurück, den es mit dem Erwerb überseeischer Gebiete zu erreichen erhoffte.
Trotz der großen Bedeutung, die der Revanchegedanke in der Forschung einnimmt, ist das Thema dieser Arbeit nicht, inwiefern dieser Frankreich zu neuer Größe verhalf, sondern welche Rolle der französischen Kolonialpolitik, im Zeitraum vom Berliner Kongress 1878 bis Anfang der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts, in Tunesien zukommt. Zeitraum und Ort sind daher interessant, weil sie Frankreich am Beginn des Weges zu einer neuen Großmachtstellung zeigen. Auf dem Berliner Kongress 1878 erhält Frankreich erstmals nach der Niederlage von 1870/71 die Möglichkeit, durch Kolonialpolitik außenpolitische Stärke zu zeigen.
Durch die Verträge von Bardo und La Marsa, die Tunesien zum französischen Protektorat erklären, kämpft sich Frankreich schließlich ins Spiel der europäischen Großmächte zurück. Es soll verdeutlicht werden, wie Frankreich den Weg zu einem neuen Großmachtstatus findet und welche Bedeutung dem Erwerb überseeischer Gebiete, in diesem Fall am Beispiel Tunesiens, auf der Suche nach eben diesem Status zukommt.
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