Weibliche Herrschaft im 16. Jahrhundert. Kontroversen um Elisabeth I.
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
09.07.2020
Verlag
GRINSeitenzahl
43 (Printausgabe)
Dateigröße
4691 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346203984
Frauen als Fürstinnen oder Regentinnen waren im sechzehnten Jahrhundert nicht der Normalfall, sondern eher ein unüblicher Zustand. Die Problematik einer Frauenherrschaft in dieser Epoche wird vor allem in ihrer Komplexität durch die Wechselwirkungen diverser historischer Wirklichkeitsebenen gezeigt. Die Konzeption des Königtums beruhte auf einem patriarchalischem Machtkonstrukt.
Der Historiker Ernst Kantorowicz stellte die These von den zwei Körpern des Königs auf, das heißt er geht von einem natürlichen und einem politischen Körper eines Königs aus. Auf den natürlichen Körper der Frau, also auf ihre Weiblichkeit, gab es stets diverse Projektionen. Und immer wieder wurde darauf verwiesen, dass eben diese Weiblichkeit die Politikfähigkeit des Körpers der Königin in die Schranken verweist und der politische Körper einer Frau der Nähe zu einem männlichen Körper bedarf.
Dabei kreiste die Frage um die weibliche Regierungsfähigkeit nicht nur um eine hypothetische Frage, wie der misogyne Jean Bodin feststellte, denn Erbfolgeregelungen in den europäischen Monarchien, verdrängten zunehmend die Fürstenwahl. Die Gynäokratiedebatte wurde Bestandteil der frühneuzeitlichen Querelle des femmes und die Positionen der Frauenherrschaft viel diskutiert.
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