Amartya Sen Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2020. Ansprachen aus Anlass der Verleihung
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- Deutsch, Englisch ausgewählt
14,90 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
01.11.2020
Herausgeber
MVB + weitereVerlag
Mvb GmbHSeitenzahl
100
Maße (B/H)
13,3/20,3 cm
Gewicht
165 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch, Englisch
ISBN
978-3-7657-3331-4
Amartya Sen hebt Solidarität und Verhandlungsbereitschaft als essentielle demokratische Tugenden hervor und beweist, dass Kulturen keine Quelle des Streits um Identitäten sein müssen. In eindringlichen Darstellungen zeigt er, wie Armut, Hunger und Krankheit mit fehlenden freiheitlichen Strukturen zusammenhängen. Mit dem »Human Development Index«, dem »Capabilities Approach« und den »Missing Women« hat er früh Konzepte vorgelegt, die bis heute hohe Maßstäbe für die Ermöglichung, Gewährleistung und Bewertung gleicher Chancen und menschenwürdiger Lebensbedingungen setzen.
Sein inspirierendes Werk ist Aufruf dazu, eine Kultur politischer Entscheidungen zu fördern, die von der Verantwortung für andere getragen ist und niemandem das Recht auf Mitsprache und Selbstbestimmung verwehrt.
Amartya Kumar Sen wurde am 3. November 1933 in Shantiniketan in Indien geboren. Er lehrt als Professor für Wirtschaftswissenschaften und Philosophie an der Harvard University in Cambridge (Massachusetts) und hat die Thomas W. Lamont University Professur inne. Mit seinem vielfältigen wissenschaftlichen Werk leistet er bedeutende Beiträge unter anderem zur Wohlfahrtsökonomie, Sozialwahltheorie, Entscheidungstheorie, zur Analyse von Hunger und Armut sowie zur Entwicklungsökonomie. Zugleich setzt sich der Wirtschaftsphilosoph, zu dessen Forschungsthemen auch Public Health und Gender Studies gehören, unermüdlich für Demokratie, Freiheit und globale Gerechtigkeit ein.1998 wurde er mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geehrt. 2020 erhält Amartya Sen, der als einer der wichtigsten Denker unserer Zeit gilt, den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Amartya Sen stammt aus einem traditionsreichen akademischen Elternhaus und verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Dhaka, der heutigen Hauptstadt von Bangladesch. Seine Schulausbildung beendete er in seiner Geburtsstadt Shantiniketan. Geprägt wurde sein Aufwachsen durch die Unabhängigkeitsbewegungen in Indien während der 1940er Jahre und von den Auseinandersetzungen zwischen Hindus und Moslems, die ebenfalls in dieser Zeit stattfanden, sowie von der großen Hungersnot in Bengalen 1943.
Nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften am Presidency College in Kalkutta, wurde er 1959 am Trinity College in Cambridge/England promoviert und widmete sich gleichzeitig dem Studium der Philosophie, was sich in einer Vielzahl seiner späteren Arbeiten niederschlägt: Problemstellungen der ökonomischen Theorie treffen auf Moralphilosophie und Ethik.
In den 1960er Jahren lehrte Amartya Sen als Gastprofessor am Massachusetts Institute of Technology sowie in Stanford, Berkeley und Harvard. Anschließend war er Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Delhi School of Economics der Universität von Delhi (1963–1971) und der London School of Economics (1971–1977) sowie Drummond Professor of Political Economy der Universität Oxford (1977–1987) . Von 1988 bis 1998 hatte er die Thomas W. Lamont University Professur an der Harvard University inne, bis er 1998 zum Direktor des Trinity Colleges in Cambridge/England berufen wurde. 2004 kehrte er als Thomas W. Lamont University Professor sowie als Professor für Wirtschaft und Philosophie an die Harvard Universität zurück.
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