Die Pestpolitik und das Lazarettwesen in Nürnberg und Venedig (1483-1534). Berührungspunkte und der venezianische Einfluss auf Nürnberg
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
08.07.2020
Verlag
GRINSeitenzahl
78 (Printausgabe)
Dateigröße
1063 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346201942
"Der wirtschaftliche Austausch mit der Serenissima beeinflusste überdies die soziale Entwicklung an der Pegnitz. Er hatte Auswirkungen auf den Aufstieg einzelner Familien, auf die vermögensbezogene Verschiebung unter den Geschlechtern, die Verflechtung von Kaufmannschaft und Stadtregiment und damit auf dessen politisches Agieren." Mit diesen Worten fasst Bettina Pfotenhauer die Auswirkungen zusammen, die auf die Reichsstadt Nürnberg und das dort regierende Fernhandelspatriziat durch den Austausch mit Venedig einwirkten.
Gleichzeitig verband beide Städte ein Schicksal, das gerade bevölkerungsreiche Handelsmetropolen Europas bis ins 18. Jahrhundert vor große Herausforderungen stellte. Die Pest lenkte in regelmäßigen Abständen das Denken, Fühlen und Handeln der Menschen in beiden Städten und stellte eine existentielle Bedrohung für ihre öffentliche Ordnung und Wirtschaft dar. Vor diesem Hintergrund ist der Forschungsstand bemerkenswert, dass beide Städte, Nürnberg für das südliche Reichsgebiet und Venedig für die Städte Norditaliens, die Rolle eines Vorreiters in der politisch gelenkten Pestbekämpfung einnahmen. Vor ihren eigentlichen Kulminationsphasen errichtete Nürnberg ein Pestlazarett, verabschiedete komplexe Pestordnungen, etablierte Pestbehörden und trieb die Isolierung Kranker voran.
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