Bruno Schmitz (1858-1916) Reformarchitekt zwischen Historismus und beginnender Moderne
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
21.07.2020
Verlag
PubliQationSeitenzahl
420 (Printausgabe)
Dateigröße
127145 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783745870121
Im Gegensatz zum Frühwerk, welches dem Historismus verhaftet war, kennzeichnet sich das Haupt- und Spätwerk des Architekten durch eine zunehmende Distanz von der bisherigen Praxis und der Suche nach einem neuen deutschen, wirkungs- und wahrnehmungsorientierten Stil. In Anpassung an die Forderungen nach einem nationalen, funktionalen und modernen Stil entwickelte Schmitz kontinuierlich einen baugattungsspezifischen Charakterstil mit Wiedererkennungswert, den er in gleicher Weise auch zeichnerisch ausbildete. Der durch die Reisen durch Europa und Amerika eingeleitet Emanzipationsprozess bedingte einen monumentalen, an der expressiven und symbolischen Form ausgerichteten Ausdruck der Nationaldenkmäler und eine reformerische Architektursprache im Wohnhaus- oder Geschäftshausbau. Der Wandel der architektonischen Form bezeugt dabei einen internationalen und globalen Stil- und Formenaustausch - bereits vor der Weltausstellung in Chicago 1893 - und eine zunehmende Auseinandersetzung mit dem architekturtheoretischen Diskurs, den Themen der Wahrnehmung, der Form und dem Raum.
Die Architektur Schmitz` offenbart ein Bewusstsein für das politische und gesellschaftliche Potential von Architektur und die Beschäftigung mit den Fragen von Wirkung, Erziehung, Potentialität und Performativität von Baukunst. In der Denkmalarchitektur ist dies am Wandel vom plastischen zum architektonischen Denkmal nachvollziehbar sowie allgemein in dem Bestreben, sich vom Intellektualismus zu lösen und stattdessen eine sinnlich erfahrbare Architektur zu schaffen. In diesem Sinne war Schmitz ein früher Vertreter eines neuen Konzepts, das zum einen den Eklektizismus überwand, zum anderen zu einer dreidimensionalen Organisation von Architektur und der Übersetzung von Raumvorstellungen in gebaute Realität fand.
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