Aus dem Urschlamm Zwei Funkessays über Ferdinand Hardekopf und Rolf Dieter Brinkmann
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- Deutsch ausgewählt
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Paperback
Erscheinungsdatum
04.01.2021
Verlag
Edition RejoyceSeitenzahl
60
Maße (L/B/H)
22/17/0,5 cm
Gewicht
130 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-947261-24-6
Kein Heimatdichter war Rolf Dieter Brinkmann, sondern ein leidenschaftlich hassender Heimatloser, der jeden seiner Wohnorte in wüsten Schimpftiraden verewigte. Geboren 1940 im oldenburgischen Vechta, entfloh er dem norddeutschen Kleinstadtmief nach Essen, nach Köln, schließlich nach Rom, ohne sich jemals mit irgendeinem Teil der Welt versöhnen zu können. Seine Beat-Gedichte und Hörspiele, sein Roman "Keiner weiß mehr" und die Beschimpfungsorgien seines Buches "Rom, Blicke" machten Brinkmann zum Schreibhelden der Underground-Generation, konnten an seiner bitteren Armut freilich nichts ändern. Mit seinem Unfalltod in London im April 1975 wurde Brinkmann zum Kultautor. Der pointierte Dialog "Vechta, Blicke" zeichnet den Lebensweg eines Rebellen nach, der aus dem Oldenburgischen auszog, die Welt das Fürchten zu lehren.
Aber da war er nicht der erste. Bereits 1876 wurde in Varel am Jadebusen, 75 Kilometer Luftlinie nördlich von Vechta, Brinkmanns Kollege Ferdinand Hardekopf geboren, auch er jemand, der allen Grund hatte, dem Urschlamm seiner Herkunft so früh wie möglich zu entfliehen. Seinen von Frustrationen geprägten Lebensweg zeichnet der erste Essay dieses Bändchens nach, "Der Expressionist vom Jadebusen".
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