Einbürgerungsfeiern als Übergangsritual? Eine Analyse des deutschen Einbürgerungsverfahrens
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
17.08.2020
Verlag
GRINSeitenzahl
13 (Printausgabe)
Dateigröße
532 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346225702
Migration ist "einer der Megatrends des 21. Jahrhunderts" und da es in Deutschland vor allem durch die Flüchtlingswellen im 21.Jahrhundert ein aktuelles Thema ist, wird sich die folgende Arbeit um den Aspekt der Einbürgerung von Migranten drehen (Steller 2012: 177). Da die deutsche Rechtslage für die vollständige Integration und gesellschaftliche und politische Teilhabe das Erlangen der Staatsbürgerschaft vorsieht, soll dieser Prozess genauer untersucht und anhand des Schemas von Arnold van Gennep eingeordnet und bezugnehmend analysiert werden. Das Einbürgerungsverfahren ist kein typisches und in sich geschlossenes Übergangsritual, dennoch lassen sich zahlreiche Merkmale dessen erkennen, die in der Analyse dargelegt werden. Besonders die Einbürgerungsfeier als rituelle Zeremonie mit ihren zahlreichen Elementen und Symbolen möchte ich als Schwerpunkt herausgreifen und detailliert analysieren. Die Einbürgerung ist als politische Maßnahme und gleichzeitig Subjekt des öffentlichen Diskurses, sowie für den Neubürger als eine persönliche, "integrationsrelevante Dimension" (Wunderlich 2005: 14) zu verstehen. Beim Einbürgerungsverfahren handelt es sich außerdem um eine Zeremonie, und der Zweck von Zeremonien ist nach Durkheim, "bestimmte Ideen und Gefühle zu erwecken, die Gegenwart an die Vergangenheit zu binden, das Individuum an das Kollektiv" (1994: 509).
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