Produktbild: Miroloi

Miroloi Roman

13

15,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

12350

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.04.2021

Verlag

dtv

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

19/12,4/3,5 cm

Gewicht

387 g

Farbe

Marine / Weiß

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14788-0

Beschreibung

Rezension

›Miroloi‹ heißt der erste Roman der Theater- und Kurzgeschichtenautorin Karen Köhler, ein Miroloi ist ein Totenlied, aber dieses Werk strahlt durch sonnendurchglühte Lebendigkeit.

Produktdetails

Verkaufsrang

12350

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.04.2021

Verlag

dtv

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

19/12,4/3,5 cm

Gewicht

387 g

Farbe

Marine / Weiß

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14788-0

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • Bewertung

    5/5

    07.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Unbedingt lesen!

    Ich habe mir Miroloi auf Empfehlung einer Freundin gekauft. Als ich es nach Jahren zur Hand nahm, wusste ich nicht mehr, was ihr so gut gefallen hatte und ich habe komplett ohne Erwartungen angefangen zu lesen. Meine erste Reaktion war: Das Buch ist auch eine ganz eigene Art komisch, aber ich kann es schlecht weglegen. Die Sprache ist etwas gewöhnungsbedürftig zu Beginn, stört den Lesefluss aber keineswegs. Das Buch nimmt einen mit auf eine Reise voller Emotionen. Ich kann es nur empfehlen!

  • Bewertung

    5/5

    06.03.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein unerwartetes neues Lieblingsbuch

    Ich war bei einer sehr guten Freundin zu Hause, als ich zum ersten Mal dieses Buch gesehen habe. Ich fand das Cover sehr ansprechend und habe sie gefragt, welches Buch den da in ihrem Regal stehen würde. Auch so einen Titel hatte ich noch nie gelesen oder gehört. Als Antwort hat sie mir die erste halbe Seite vorgelesen. So schnell wie möglich habe ich mir dann das Hörbuch gekauft und in jeder freien Minute gehört. Ich habe es schier verschlungen, bis mich erst das Ende zum Innehalten gebracht hat. Was mich an diesem Buch so sehr überzeugt hat, waren mehrere Sachen; die Erzählstruktur, die Details in die das Buch geht, die Sprache, die Wortneuschöpfungen, die Hoffnung der Protagonistin im Angesicht ihrer Situation, ihre Rebellion gegen das herrschende System in diesem Dorf und das Ende (welches ich jetzt nicht verraten werde). Es war einfach so unglaublich gut, das hat mich richtig aus den Socken gehauen! In diesem Buch geht es um ein Mädchen ohne Namen, in einem Dorf, das sie nicht akzeptiert und trotzdem lebt sie weiter. Und dieses Dorf hat seine eigenen Gesetze, Regeln und eine eigene Religion, die unseren manchmal etwas ähnlich sind. Und trotz der vielen Regeln findet sich viel mehr Vielfalt und Nuancen zwischen den Steinen der Wege, die dieses Dorf durchziehen. Unterschwellig, aber doch eindeutig wird hierdurch auch Kritik an unserer eigenen Gesellschaft ausgeübt. Und das Ende erst, einfach ein genialer und gleichzeitig schmerzhafter Schluss! Auch sehr gut finde ich, wie die Protagonistin einerseits in ihrem Denken noch sehr jugendlich und naiv ist (schließlich ist sie das auch) und dann aber auch anfängt, ihre Welt und die ihr vorgegebene Lebensweise zu hinterfragen. Einfach ein richtiger Schmaus voller Emotionen, Sprachgewandtheit, vielen Momenten zum Mitfühlen und Rebellion! Was will man mehr?

  • Bewertung

    Book Circle Community

    4/5

    29.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Aus- und Aufbrechen einer gequälten, jungen Frau

    In „Miroloi“ erzählt Karen Köhler von einer jungen Frau, ohne Namen, ohne Rechte, die sich auflehnt. Es ist ein eindrucksvolles Romandebüt, der die Themen Isolation, Tradition und den Drang nach Veränderung miteinander verwebt. Die fiktive Insel, auf der die Geschichte spielt, dient als Metapher für alle Arten von geschlossenen Systemen – sei es politisch, gesellschaftlich oder religiös. Köhlers Roman ist in Strophen gegliedert, in schöner, prosaischem Sprachstil - um sich von der Realität abzugrenzen hat die Autorin neue Wörter für alltägliche Gegenstände erfunden und auch erklärt wofür sie gut sind. Sehr schön umgesetzt. Köhler erzählt detalliert über den Alltag und wie die Dorfbewohner sich vor der Aussenwelt verschließen, aus Angst vor dem Unbekannten und in dem Glauben, dass das „Böse“ außerhalb ihrer Grenzen lauert und wie die gequälte Frau ohne Namen sich einen Namen macht und ihre Flucht und ihren Aufstand plant. Im Prinzip ist es ein Totenlied (Miroloi sei der griechische Ausdruck dafür), welches in bestimmten Kulturen am Ende eines Menschenlebens über diesen gesungen wird. So “singt” die Frau ohne Namen ihre Lebensgeschichte in Prosa - ob sie tatsächlich stirbt verrate ich hier nicht. „Miroloi“ ist nicht nur eine Geschichte über das Aufeinandertreffen von Fortschritt und Tradition, sondern auch eine ergreifende Erzählung über Selbstermächtigung. Eine Leseempfehlung!

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    13.08.2021

    eBook (ePUB)

    Ein wichtiges Totenlied

    Ich wollte das Buch auf Seite 70 bereits aus der Hand legen, als es geschah: Es packte mich, fing mich ein und ließ mich bis zum Ende nicht mehr los. 571 Seiten in 2 Tagen (ok, ich bin für 15 Tage in Thailands Quarantäne weggeschlossen, aber ich hätte auch draußen jede Minute lesen müssen…) Das Mädchen ohne Namen, die Protagonistin des Buches, wurde als Baby auf die Treppe des Bethauses auf der fiktiven Insel „im schönen Dorf“ (vermutlich in Griechenland) ausgesetzt. Seitdem ist sie verantwortlich für alles Schlechte, was im Dorf passiert. Sie wird von den abergläubischen Dorfbewohnern gemoppt und beschimpft, die Dorfkinder laufen ihr hinterher: „Eselshure, Schlitzi, Nachgeburt der Hölle. Ich war schon von Anfang an so hässlich, dass meine Mutter mich lieber hier abgelegt hat, statt mich zu behalten“ (S.9). Sie gehört nicht zur Gemeinschaft, darf keinen Namen haben, nicht heiraten und auch später keine Kinder kriegen. Aber sie darf arbeiten: Auf dem Feld, im Stall, in der Küche, Wäsche waschen und nähen.. Jeder darf sich das Mädchen für Arbeiten ausleihen. Das Dorf ist hinterwäldlerisch: Frauen dürfen nicht lesen und schreiben lernen. Es gibt keinen Strom und wer nicht gehorcht, wird an den Pfahl gebunden und bestraft. Es ist die Geschichte einer männerdominierten Dorf-Gesellschaft, wo ein Mädchen Mut aufbringt und sich widersetzt. Die Sprache des Romans ist poetisch, aber naiv doch interessant. Mir hat gefallen, wie Karen Köhler es geschafft hat, verschieden Kulturen und Religionen zu verknüpfen: So heisst das Gebetbuch des Dorfes Khorabel, die 3 Götter kommen aus dem Hinduismus, wobei die Gemeinschaft eher an die Sekte Colonia Dignidad erinnert. Das Buch hat mich ein wenig traurig zurückgelassen: so weiß man, dass es diese Art von Unterdrückung noch in der heutigen Zeit gibt und Religionen als Machtmittel benutzt werden. Ein großartiges Romandebüt, ein Buch was nicht so schnell vergessen wird, ein Buchhighlight für mich!

  • Lesepartie

    aus Bielefeld

    5/5

    08.09.2019

    eBook (ePUB)

    Eindrucksvoll

    Karen Köhler hat mit ihrem Debütroman einen bewegenden und sehr aufwühlenden Roman erschaffen. Zuerst findet man dieses rückständige Dorf seltsam und aus der Zeit gefallen. Nach und nach kommt es einem in den Sinn, dass es auf dieser vermeintlich freien und aufgeklärten Welt wahrscheinlich noch sehr viele dieser „Dörfer“ gibt. Unterdrückung ist dort an der Tagesordnung. Als Legitimation dient wie so oft der Wille der Götter, der natürlich von Männern niedergeschrieben wird. Eine Weltordnung wie im Mittelalter, aktueller denn je. Ein Waisenmädchen ohne Rechte, welches tagtäglich viel schlimmes erfährt, ist die starke Hauptfigur dieses Romans. Es ist bewundernswert, wie sie versucht im Kleinen ihre persönliche Freiheit zu leben. Manchmal musste ich mit dem Lesen aufhören, weil ich wütend wurde, weil ich nicht weiter lesen wollte, weil die Menschen im Dorf so ungerecht und hartherzig waren. Trotz dieser erschreckenden Dorfdiktatur, bewahrt sich die Geschichte immer den Funken Hoffnung. Es ist ein Roman, der in einem außergewöhnlichen, zu Herzen gehenden Schreibstil verfasst ist. Dieser Debütroman steht zu Recht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.

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Bewertungen (13)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Andrea Dauter

    Andrea Dauter

    Thalia Berlin Borsig – Hallen Am Borsigturm

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    frei schwimmen

    Die Geschichte wirkt erst einmal wie aus einer vergangenen Zeit, doch wurde mir schnell klar, dass es durchaus real sein könnte. Ein Mädchen, namenlos- wächst bei ihrem Finder und Bethausvater auf. Das verspricht Schutz und ein Stück Freiheit für Dinge, die sonst Frauen verboten sind. Doch die Regeln, die das Dorfleben festlegen, bestimmen die Ältesten. Alltäglichkeiten, die im Dorf zu erledigen sind, muss das Mädchen unter Tausendaugen und auf Zickzackwegen und ohne Schutz bewältigen, denn sie wird als Unglücksbringerin beschimpft. Sie stellt Fragen und nicht alle können beantwortet werden. Ihre Sehnsucht nach einem selbst bestimmten Leben mit Namen wächst …
  • Zum Bewerterprofil von Konstanze Mletzko

    Konstanze Mletzko

    Thalia Varel

    Buchhändler*in

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    5/5

    31.07.2021

    eBook (ePUB)

    Ein Mädchen ohne Namen, Findling, Hexenkind, Teufelsbrut...

    Wir befinden uns auf einer abgelegenen griechischen Insel. Die Protagonistin lebt hier in einer Glaubensgemeinschaft ohne die Vorzüge unserer Zivilisation. Man versorgt sich selbst und lebt äußerst traditionell. Es gibt einen Glauben und einen Ältestenrat. Auf diesen zwei Säulen hat man Regeln für diese Gesellschaft festgelegt. Die junge Frau um die es geht ist eine Ausgestoßene, ein Findlingskind, dass als Kind versucht hat wegzulaufen und dafür 'an dem Pfahl' bestraft wurde. Doch der Bethausvater nimmt sich ihrer an und erkennt ihren wachen Geist. Und auch die Liebe für die es dort eigentlich keinen Platz gibt, begegnet ihr plötzlich und bringt alles durcheinander. So beginnt sie zu fragen, warum nur sie keinen Namen hat und sonst doch alles.... und warum die Männer nicht singen dürfen und die Frauen keine Hosen tragen dürfen... Die Fragen nehmen kein Ende und die Revolution startet in ihrem Geist. Sprachlich ist dieses Buch ein Fest. Noch nie habe ich ein Buch gelesen, wo Sprache als stilistisches Mittel so akurat eingesetzt wurde. Miroloi ist eine echte Perle in der aktuellen Literatur.
  • Zum Bewerterprofil von Lisa O.

    Lisa O.

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

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    5/5

    18.06.2021

    eBook (ePUB)

    Kraftvolles Romandebüt

    Ein Mädchen ohne Namen als Protagonistin "singt" ein Todeslied. Ihr Todeslied, ein sogenanntes "Miroloi" Sie wächst in einer sehr Natur und Traditions verbunden Inselgemeinschaft auf, in der Frauen sich den Männern unterzuordnen haben. Doch sie ist unangepasst. Ein ganz kraftvolles Romandebüt & "hochwertige" Literatur

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Bewertungen (3)

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