Die Europäische Einlagensicherung EDIS. (De)Stabilisert die EU-Einlagensicherung die Finanzmärkte?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
30.09.2020
Verlag
GRINSeitenzahl
45 (Printausgabe)
Dateigröße
759 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346258618
Die jüngste Finanzkrise hat bewiesen, wie wichtig die Einführung einer Europäischen Bankenunion als Ergänzung zur Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion ist. Mit dem einheitlichen Aufsichts- und Abwicklungsmechanismus wurden die ersten beiden Säulen der Bankenunion bereits umgesetzt. Angelehnt an den Vorschlag der Europäischen Kommission soll eine einheitliche Einlagensicherung diese abschließen. Es ist jedoch umstritten, ob ein EU-weiter Charakter stabilisierende oder destabilisierende Auswirkungen auf die Finanzmärkte hat. Während das Vertrauen der AnlegerInnen gestärkt und Bank Runs verhindert werden können, bietet sie zugleich einen Anreiz für Moral-Hazard-Verhalten und sinkende Marktdisziplin.
Es wird ein Modell von Diamond und Dybvig (1983) vorgestellt. Dieses erläutert, wie Bank Runs (dt. Bankansturm) zustande kommen und warum sich eine EU-weite Einlagensicherung positiv auf diese auswirkt. Zum anderen wird ein Modell von Gropp und Vesala (2004) betrachtet, das die Gründe von Moral-Hazard-Verhalten erklärt und zugleich Bedingungen erläutert, unter denen eine explizite Einlagensicherung dieses Verhalten reduziert. Hierbei handelt es sich unter anderem um eine erhöhte Marktüberwachung seitens der AnlegerInnen, die die Finanzinstitute disziplinieren soll. Es wird ein weiterer Lösungsansatz im Sinne der richtigen Anreizsetzung des Bankenmanagements angesprochen, sodass auch der Staat das Moral-Hazard-Verhalten von Banken reduzieren kann. Um das Risikoverhalten derer einzuschränken, sollen die Mitgliedstaaten der Europäischen Bankenunion einen risikoadjustierten Beitrag in eine gemeinsame Einlagensicherung einzahlen. Zugleich sollen mit dieser Methode ungerechtfertigte Quersubventionierungen vermieden werden (Keuschnigg und Winterberg 2017).
Abschließend wird die Finanzpolitik der Vereinigten Staaten näher betrachtet. Die USA waren der erste Staat, der ein DGS auf Bundesebene - die sogenannte Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) - einführte.
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