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Wild Card Thriller

94

10,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.07.2021

Herausgeber

Thomas Wörtche

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

329

Maße (L/B/H)

19,1/12,1/2,7 cm

Gewicht

315 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Making Wolf

Übersetzt von

Karl-Heinz Ebnet

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47151-7

Beschreibung

Rezension

»Mit seinem sympathischen, wenn auch fehlerhaften Protagonisten, seinem schnellen Tempo und vielen Wendungen ist Wild Card ebenso schockierend wie einfühlsam.« ("The Guardian")
»Bestechend.« ("The Sunday Times")
»Drastisch. Tolle neue Stimme.« ("Deutschlandfunk Kultur")
» Wild Card überzeugt als atemloser Politthriller mit satirischen Anklängen.« ("neues deutschland")
» Wild Card hat alle Zutaten bester Hardboiled-Literatur, lakonische Dialoge inklusive … ein außergewöhnlicher Kriminalroman.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Eine sehr gegenwärtige und politische Geschichte, spannend und mit bissigem schwarzen Humor ‒ das ist ganz große Unterhaltung.« ("WDR 1")
»Tade Thompson gelingt ganz nebenbei die schmale Gratwanderung, die politische Verhältnisse gleichzeitig anzuprangern und auf die Schippe zu nehmen.« ("WDR")
»Wild Card ist ein rasanter, flotter Hardboiled-Krimi vor exotischer westafrikanischer Kulisse.« ("diezukunft.de")
»[Wild Card] überzeugt als atemlosen Politthriller mit satirischen Anklängen. Und doch erzählt er realisitisch von den typischen Erfahrungen vieler Migranten.« ("Welt-Sichten")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.07.2021

Herausgeber

Thomas Wörtche

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

329

Maße (L/B/H)

19,1/12,1/2,7 cm

Gewicht

315 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Making Wolf

Übersetzt von

Karl-Heinz Ebnet

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47151-7

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE
info@suhrkamp.de

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  • Bewertung

    5/5

    16.10.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Back to the roots

    „Wildcard“ versprach mehr, als es halten konnte – zumindest für mich. Am Anfang war ich gebannt von der dichten, lebhaften Atmosphäre, die der Leser schon mit den ersten Worten erfährt. Ein fremdes Land, eine uns Mitteleuropäern völlig fremde Kultur mit Sitten und Gebräuchen, die wir uns nicht einmal vorstellen können, geschweige denn unter denen wir auch nur einen Tag ruhig leben könnten. Es ist, als ob der Leser mit dem Protagonisten heimkehrt in eine Welt, die selbst ihm, der er doch dort aufgewachsen ist, völlig surreal erscheint. Man hat das Gefühl, die Hitze, die Feuchtigkeit, die Stimmung, die Gerüche förmlich durch die Seiten zu spüren. In dieser Hinsicht ist das Buch klasse. Ein derart atmosphärisches Buch habe ich lange nicht gelesen. Leider, und das macht es mir schwer, mehr Gutes zu sagen, ist mir das Buch viel zu brutal. Es mag sein, dass die Geschichte das hergibt und dass die Realität dem nahekommt, aber es war mir zu viel. Die Geschichte ist vielseitig erzählt und berührt auch im Wesentlichen die richtigen Punkte, die sie zu einem großen Roman machen könnten, aber irgendwann war ich einfach nur noch angeekelt. Vielleicht muss die Geschichte aber auch genau so sein. Dann aber ist sie am Ende nichts für mich. Schade! Fazit: Wer über ungeschönte, brutale Realität in einer Kultur lesen will, in der der Dollar Eintrittskarte und Todesurteil zugleich ist, für den ist das Buch genau das Richtige. Erschreckend realistisch!

  • Bewertung

    aus Oberkrämer

    5/5

    01.09.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Hohes Tempo, zahlreiche Wendungen

    Die Krimielemente im Buch sind großartig. Keine Person ist durchsichtig, alle haben vermischte Motive und auch Westons Familie kommt nicht ungeschoren davon. Nebenher gibt es eine -- nicht ganz triviale -- Liebesgeschichte. Doch weder die Liebesgeschichte noch der Krimi machen dieses Buch so besonders. Die besondere Note erhält das Buch durch die Position Weston Kogis: Er ist Einheimischer, irgendwie. Aber irgendwie auch doch nicht. Auf den ersten Blick fällt nicht auf, dass er aus London kommt. Er spricht die Sprache. Er ist kein Weißer. Doch er hat sich im letzten Jahrzehnt kaum mit Alcacia und den Menschen dort auseinandergesetzt. Und entsprechend tappt er immer wieder in kleinere und größere Fettnäpfchen. Manchmal sind diese nur lustig oder peinlich; manchmal werden sie allerdings auch gefährlich. Weston scheint phasenweise selbst von seiner Naivität überrascht und nimmt uns deshalb mit auf eine Reise in die eigene Vergangenheit, in das politische Gefüge seines Heimatlandes und in ein Gesellschaftssystem, dass ihm einerseits sehr vertraut und andererseits doch sehr fremd geworden ist. Wir schauen von außen, wie Weston von dieser Außenansicht immer mehr die Innenansicht annehmen kann. Und wie er entsprechend Entscheidungen trifft, die uns mit einem europäischen Hintergrund zunächst unlogisch vorkommen. Doch wir müssen einsehen: Manche Orte der Welt üben eine ganz eigene Anziehungskraft aus. Weston findet in Alcacia, was er in London nie gefunden hat: Die Möglichkeit, sein Leben so zu gestalten, wie er es sicht wünscht. Fazit: Absolut lesenswert! Ein Krimi mit hoher Spannung und etlichen Wendungen. Und für uns alle, die wir die westliche Lebensweise als Idealvorstellung sehen, ist das Buch ein Augenöffner. 5/5 Sternen!

  • Bewertung

    5/5

    26.08.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Leider nicht mein Fall

    Ich muss sagen während die Leseprobe mich schon überzeugt hat und ich auch das Cover echt hübsch fand, hat mich das Buch leider etwas enttäuscht. Das könnte daran gelegen haben das es sich nicht unbedingt um mein Lieblings Genre gehandelt hat oder aber auch das es teilweise etwas in die Länge gezogen war. Dennoch fand ich die Charaktere ansprechend und man konnte sich gut in ihre Lage hineinversetzen. Auch der Schreibstil war ansprechend und man konnte der storyline an sich gut folgen. Ich hätte nur lieber etwas mehr mitgefiebert. Wenn es sich jedoch um euer Genre handelt glaube ich schon das das Buch viel Eindruck hinterlassen kann und definitiv seine Leser Gemeinschaft finden wird. Trotz allem bin ich froh das Buch gelesen zu haben. Vielleicht finde ich ja jemanden in meinem Bekanntenkreis der das Buch mehr wertschätzen wird als ich.

  • Leseigel

    aus Villingen

    5/5

    09.08.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Ironisch, manchmal brutal,…

    Ironisch, manchmal brutal, dabei super spannend Weston Kogi ist vor vielen Jahren aus dem westafrikanischen Land Acacia, das im Chaos versank, mit Hilfe seiner Tante geflohen. Obwohl er nie wieder dorthin zurückkehren wollte, fliegt er zur Beerdigung seiner Tante. Dort trifft er auf seine Jugendliebe Nana und Church, der ihn als Jugendlicher drangsaliert hat und heute Mitglied der Rebellentruppe Liberation Front ist. Er zwingt Weston, der von sich behauptet Kriminalbeamter zu sein, aber nur Wachmann ist, den Mord an einem beliebten Politiker aufzuklären. Dabei wird von Weston erwartet, die Schuld der rivalisierenden christlichen Volksarmee zu zuschreiben. Die wiederum setzen Weston unter Druck, das Gegenteil zu beweisen. Die Lage wird immer undurchsichtiger und Weston möchte nur noch heil zusammen mit Nana aus der Geschichte rauskommen. Der Erzählstil des Autors hat mich von der ersten Seite an gefangengenommen. Die lapidare Sprache mit ihrer beißenden Ironie macht einfach Spaß. Dabei ist die Geschichte sehr spannend und für europäische Vorstellungen manchmal geradezu grotesk. Weston war mich sofort sympathisch. Fast tat er mir leid, als er sich ungewollt mit den Verhältnissen in seinem Heimatland konfrontiert sieht - er, der Londoner aus langweiligen geordneten Verhältnissen. Überrascht hat mich, wie schnell er sich mit den Gegebenheiten, die von Gewalt und Korruption geprägt sind, zurecht gefunden hat und wie professionell er als Laie die Ermittlungen durchführt. Auch seine Entwicklung vom Getriebene, Spielball der verschiedenen Machtblöcke hin zum Agierenden, der seine Vorteile zu nutzen weiß, fand ich überzeugend. Weitere Spannung erzeugen die überraschenden Wendungen, die sowohl Weston als auch mir einiges abverlangt haben. Das Ende habe ich so nicht erwartet, aber es passt zu Weston und der packenden Geschichte. Der Autor hat in meinen Augen einen außergewöhnlichen Thriller geschrieben, der mich in ein für mich fremde und verstörende Welt voller Gewalt entführt . Dem stellt er Weston, einen sympathischen und empathischen Helden gegenüber, der zeigt, dass man in einer solchen Umgebung überleben kann, ohne alle Prinzipien über Bord zu werfen.

  • Magineer

    aus Köln

    5/5

    09.08.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Exzellenter African Noir…

    Exzellenter African Noir Weston Kogi, der sich in London als unterbezahlter Wachmann mehr schlecht als recht durchschlägt, kehrt zur Beerdigung seiner Tante nach Alcacia zurück, jenes von Unruhen geschüttelte westafrikanische Land, das er vor fünfzehn Jahren übereilt verlassen hat. Eigentlich sollte es nur ein kurzer Aufenthalt werden, aber dann flunkert Weston ausgerechnet gegenüber Church, dem Typen, der ihn damals in der Schule gemobbt hat, etwas von seiner angeblich steilen Karriere bei der britischen Polizei vor. Prompt verdonnert ihn Church mit ein paar Drohungen dazu, in einem Jahre zurückliegenden Attentat zu ermitteln, und als Weston widerwillig mit seinen Nachforschungen beginnt, stößt er in ein Wespennest. Bald steht er im Fokus verschiedener miteinander verfeindeter Parteien, und wenn er jemals heil aus Alcacia entkommen will, muss er mit den Wölfen heulen - oder sterben ... Der eigentlich im Science-Fiction-Genre beheimatete britisch-nigerianische Autor Tade Thompson legt mit "Wild Card" seinen ersten Thriller vor und landet sogleich einen Volltreffer. Sein hitzeschwüler Hardboiled-Krimi steht in der Tradition früher amerikanischer Pulp-Literatur á la Dashiell Hammett und Raymond Chandler und bringt einen multikulturellen Twist in das Genre des postmodernen "crime noir". Sein Protagonist Weston Kogi, Sinnbild viriler Männlichkeit und einer gesunden Portion übersteigerten Egos, betätigt sich seinen Vorbildern gleich als fast schon stoischer Gänger zwischen den Welten, auf einem schmalen Pfad, auf dem die Grenze zwischen Moral und Gesetzlosigkeit permanent zu verschwimmen droht. Alcacia ist ein Albtraumland, in dem Brutalität und Korruption zum alltäglichen Geschäft gehören, und in dem man nur überlebt, wenn man sich den Gegebenheiten anpasst und ebenso brutal auf seine Umwelt reagiert. Das liest sich erschreckend und auch unterkühlt, weil zumindest an der Oberfläche Emotionalität nicht zum Repertoire von Weston Kogi zählt, aber Tade Thompson erschafft hier mit seltener sprachlicher Wucht ein dreckiges Verbrecher-Epos unter der sengenden Sonne Westafrikas, in dem Schlamm und Blut und Schweiß aus jeder Buchseite tropfen. Hier wird auch die Ausweglosigkeit gegenwärtiger Weltpolitik in Entwicklungsländern spürbar, die in ihrer Erlösermentalität meilenweit an den tatsächlichen Verhältnissen vorbeigeht. Was dagegen bleibt, ist ein Roman, der einen erbarmungslosen Sog entfesselt - mitreißend, spannend und unglaublich atmosphärisch konstruiert und dabei von einer seltenen Klugheit, die sich unter einer ermatteten Abgeklärtheit erspüren lässt. Eine bewegende Sternstunde, bei der man nur hoffen kann, dass sie bald die (angedeutete) Fortsetzung findet! Leser mit einem Faible für erbarmungslos nihilistische Thriller und entsprechend starken Nerven/Mägen haben hier absolut keinen Grund, nicht zuzuschlagen - besser geht es in diesem Genre derzeit wirklich nicht.

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Bewertungen (94)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Markus Kowal

    Markus Kowal

    Thalia Köln – Rhein-Center

    Buchhändler*in

    5/5

    22.07.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Da reist man in die ferne Heimat...

    Da reist man in die ferne Heimat zur Beerdigung seiner Tante und trifft auf Verwandte. Die Ex Freundin ist auch noch dabei. Natürlich übertreibt man da mit den eigenen Erfolgserlebnissen und man wird vom Wachmann zum Detective. Wenn es da nicht diesen Mord gegeben hätte. Super!!!

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Bewertungen (1)

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