Produktbild: Der gedichtete Himmel

Der gedichtete Himmel Eine Geschichte der Romantik

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28,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.03.2021

Abbildungen

mit 29 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

22,3/15/3,3 cm

Gewicht

644 g

Farbe

Silbergrau

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-76693-0

Beschreibung

Rezension

"Den beliebten Romantik-Klischees rückt Stefan Matuschek nun in seinem facettenreichen, kurzweilig und elegant geschriebenen Epochenporträt zu Leibe () Ein durch und durch romantisches Buch."

ZEIT Online, Marianna Lieder

"Matuschek schlägt einen substanziellen Begriff des Romantischen vor, der () nicht die Poetik der Schlegels nachbetet, sondern sich an einem literarischen Stilphänomen entwickelt, das an einer Vielzahl von aussagekräftigen Beispielen nachgewiesen wird."

Neue Zürcher Zeitung, Florian Bissig

Der Titel seines Buches enthält die Grundthese: der gedichtete, von Literatur und Kunst ausgestaltete, selbstgemachte Himmel tritt an die Stelle des metaphysisch-religiösen."


SZ, Lothar Müller



"Seine kluge, pointierte Analyse stellt der deutschen Nabelschau eine europäische Perspektive gegenüber.

SWR 2, Holger Heimann

"Der gedichtete Himmel macht diese innerweltliche Transzendenz als geistigen Kern der deutschen wie der italienischen, französischen, englischen oder schottischen Romantik aus und weist das in brillanten Kurzinterpretationen nach.

WELT am Sonntag, Richard Kämmerlings

"Kluges, pointiertes Buch."

SRF, Holger Heimann

"Matuschek erzählt von Kunstreligion und dem Fantastischen, von Nationalisierung und Weltschmerz."

Der Standard, Michael Wurmitzer

"Luzide Analyse.

Frankfurter Rundschau, Harro Zimmermann

"Erhellend ist vor allem der kundige und weite Blick auf die Vielfalt der europäischen Romantiken und auf Theater."

Der Freitag, Erhard Schütz

"Matuscheks Buch ist erhellend und ergiebiger als vieles andere über die Romantik als »deutsche Affäre«."

Buchkultur, Alexander Kluy

"Thesenfreudiges, gut lesbares Epochenporträt."

Neue Zürcher Zeitung, Oliver Pfohlmann

"Ein elegant geschriebenes Epochenporträt."

Cicero, Ulrike Moser und Maria Winkler

"Ein gelehrtes Buch mit großem Horizont, das souverän Literatur, Kunst und Theorie mit politischer Geschichte verbindet.

Falter, Alfred Pfoser

"Stefan Matuschek bricht eine Lanze für die trostspendende Bedeutung der Einbildung, für unser in-der-Welt-Sein."

"In seinem klugen Epochenporträt fächert Stefan Matuschek die Romantik als europäisches Phänomen neu auf.

Heilbronner Stimme, Christoph Feil

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.03.2021

Abbildungen

mit 29 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

22,3/15/3,3 cm

Gewicht

644 g

Farbe

Silbergrau

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-76693-0

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

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  • Juti

    aus HD

    5/5

    06.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Standardwerk der Romantik…

    Standardwerk der Romantik 2.000 Seiten brauchte angeblich Friedrich Schlegel, um Romantik zu definieren. Andererseits kannst du im einem Satz sagen, dass du „fantasyhaft“ ein gesellschaftlich-kulturelles Erneuerungsprogramm durchsetzen willst (10). Am Ende heißt es, Romantik sei immer die Alternative gegen die akademisch-klassizistische Tradition (352). Fangen wir doch an mit dem Theologen Schleiermacher, der wie folgt zitiert wird: „Nicht der hat Religion, der an eine heilige Schrift glaubt, sondern, welcher keiner bedarf und wohl selbst eine machen könnte.“ (18) Ja, Schleiermacher fordert keine Rück- sondern eine Neubesinnung auf die Religion. Auch wenn sich die Menschen ihre Götter einbilden, kann man sie als „unverzichtbare menschliche Dimension erst nehmen“ (21). So lehrt auch die italienische Romantik, dass man Texte aufgrund unterschiedlicher Eigenschaften „romantisch“ nennen kann. (23) Wilhelm Meisters Lehrjahre gilt als erster Prosaroman und läutet mit Fichte und der Katschen Philosophie und der Französische Revolution das neue Zeitalter ein, selbst wenn Friedrich Nicolai lieber Friedrich den Großen, die Kartoffel und die Amerikanische Republik als Ursache sieht. Der wohl in der Literatur beheimatete Autor definiert die Romantik aber auf Seite 52 umfassend: „Als romantische Naturwissenschaftler bezeichnet man diejenigen, die um 1800 […] an der Vorstellung einer umfassenden Einheit festhielten.“ Doch kehrt Matuschek schnell zur Literatur zurück. Mit August Klingmann landen wir sogar bei der Religion. Er schafft einen Wahnsinnigen, der sich für Gott hält (101). Andererseits schreibt er auch von Jean Paul, dass dem gottlosen eine finstere Welt blüht (103). Mit europäischem Bezug weist er daraufhin, dass Hoffmanns Erzählungen im Ausland berühmter sind als in seinem Heimatland. Auch Voltaire verspottete seine „Jungfrau von Orleans“, während Schiller ihr Ansehen wiederherstellte. Das Lieblingswort des Autors ist „Kippfigur“. Man kann die romantische Literatur oder auch die romantischen Bilder von Dürer und Rafael religiös verstehen oder nicht. Und während später die nationalen Romantiker den deutschen Katholizismus als Fremdherrschaft ansehen, erklärt der Jenaer Professor: „Es sind keine religiösen oder gar theologischen Gründe, die hier die Konversion bewirken. Es ist die sinnliche Überwältigung und die römisch-katholische Kirchenarchitektur (157). Doch für Schlegel schreibt er später, dass er sich nach der Konversion von der Ironie distanziert. „Kippfiguren zwischen Gott und Abgott“ erschienen ihm wie Blasphemie (200). Ein anderer Teil der Romantik sind Vampirgeschichten. Selbst der junge Goethe hat mit „Die Braut von Corinth“ eine religionskritische – da Religion als körper- und lustfeindlich wahrgenommen wird – Ballade zum Thema verfasst (201f). Der Teil der nationalen Romantik interessierte mich weniger. Die Gotik ist auch keine deutsche, sondern eine französische Stilrichtung, dessen passender Roman Victor Hugos „Der Glöckner von Notre Dame“ ist (294). Turnvater Jahn hätte es zum Schluss für mich nicht gebraucht, auch wenn mir neu war, dass seine Übungen Vorbereitung fürs Militär für die Befreiungskriege war. Aber es ist so viel Inhalt im Buch, dass 5 Sterne gerechtfertigt sind.

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    Kathrin Stürmer

    Jenaer Universitätsbuchhandlung Thalia – EKZ Neue Mitte

    Buchhändler*in

    5/5

    21.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Reich an Neubewertungen und Verweisen...

    Reich an Neubewertungen und Verweisen auf Literatur und Kunst. Für mich ist das Buch Ergänzung und z.T. auch Gegenentwurf zu Safranskis Buch "Romantik". Interessant ist die Sicht, statt von Weimarer Klassik als Epoche von Klassikern in der Epoche der Romantik zu sprechen.

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