Die Darstellung, Bedeutung und Funktion des Bären in der mittelalterlichen Literatur Einige ausgewählte Aspekte
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
03.11.2020
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
563 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346288165
An Literatur wurden Heiligenviten, Chroniken und Epen vornehmlich des 7. bis 15. Jahrhunderts herangezogen. Neben Heiligen treten Könige, Heerführer, Herzöge und Romanhelden als Protagonisten auf. Interessanterweise hat der Bär darin nie die Hauptrolle inne. Er fungiert als Deuteragonist beziehungsweise Antagonist. Die Arbeit setzt sich zum Ziel, die unterschiedlichen Aspekte der Bärenepik darzustellen, in ihrer Funktion für die Erzählung zu untersuchen und in ihrem Kontext zu deuten.
Der Bär wird in der mittelalterlichen Literatur auf so unterschiedliche Weise wie kaum ein anderes Tier dargestellt. Einerseits tritt er als gefährliches Raubtier auf, das Schafe und Rinder reißt, und andererseits ist er friedlich und geduldig wie ein Lamm. Besonders die Hagiographie bietet eine Fülle an Belegen für untertäniges Verhalten des Bären, während in Epen und Sagen eher die kämpferische Seite des Tieres betont wird. Das liegt darin begründet, dass Tiere im mittelalterlichen Zeichendenken als Träger einer zweiten, allegorischen Bedeutung gesehen werden, die sich wiederum nicht immer auf eine einzige Aussage festlegen lässt, sondern, wie im Fall des Bären, voller Ambiguität steckt und nur aus der jeweiligen Erzählsituation heraus zu deuten ist.
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