Die tektonische Aufteilung und der Kontinentaldrift Südamerikas. Eine Betrachtung der geologischen Entwicklung Stand: 2006
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Sprache:Deutsch
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Nein
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Nein
Erscheinungsdatum
30.11.2020
Verlag
GRINSeitenzahl
31 (Printausgabe)
Dateigröße
2353 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346305558
Südamerika ist mit 17,8 Millionen Quadratkilometer der viertgrößte Kontinent. Er nimmt circa 12% der Landoberfläche der Erde ein. Dieser Kontinent erstreckt sich von 12° nördlicher Breite bis 55° südlicher Breite und hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von 7500 km, wobei die größte Breite 5000 km beträgt. Südamerika ist im Osten vom Atlantik und im Westen vom Pazifik umgeben. Im Norden bildet die Landenge von Panama eine schmale Verbindung zu Mittel- und Nordamerika und an der Südspitze kommt es zum Zusammentreffen von Atlantik und Pazifik.
Das heutige Südamerika kann grob dreigeteilt werden. Im Westen die Anden, als Gebirge der alpidischen Orogenese und damit die jüngste und aktivste geologische Einheit mit der Subduktionszone an der Westküste von Südamerika, wo die Nazca und die Antarktische Platte auf die Südamerikanische Platte trifft. Östlich der Anden folgt die zweite Einheit der Dreiteilung. Diese Einheit ist durch Sedimentgestein geprägt, welches sehr mächtige Decken ausbildet. Die letzte und zugleich älteste geologische Einheit Südamerikas befindet sich an der Atlantikküste. Es sind alte Schilde vom einstigen Ur-Südkontinent Gondwana.
Wird Südamerika aus geologischer Sicht betrachtet, ist es sinnvoll den Kontinent in das Gebiet der Anden und in das außerandine Gebiet zu unterteilen. Die Unterteilung in diese zwei Betrachtungsräume macht nicht nur Sinn wegen der unterschiedlichen Gesteinszusammensetzung und Gesteinsentstehung, sondern auch auf Grund folgender Merkmale. Auf der atlantischen Seite von Südamerika (außerandiner Raum) befindet sich ein passiver Kontinentalrand. Dieser Bereich gilt als tektonische Ruhezone. Dagegen befindet sich im Raum der Anden, an der Pazifikküste, ein aktiver Kontinentalrand. Dieser zählt mit seinen Begleiterscheinungen wie Vulkanismus und Erdbeben, mit zu einer der aktivsten tektonischen Zonen auf der Erde. Im Bereich der Anden sind die Gebirgsbildenden Prozesse heute noch aktiv, wogegen im außerandinen Raum seit dem Ende des Präkambriums keine Gebirgsbildung mehr stattfand.
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