Moda, je t’aime. El look de día más chic. Untersuchungen zum fremdsprachlichen Einfluss in der Modesprache Spaniens
95,88 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Paperback
Erscheinungsdatum
18.11.2020
Verlag
Cuvillier VerlagSeitenzahl
328
Maße (L/B/H)
21/14,8/1,8 cm
Gewicht
426 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7369-7313-8
Ein zweites Merkmal ist der globale Charakter der Mode, da häufig neue Entwicklungen aus dem Ausland aufgenommen werden. Die Texte, in denen über Mode geschrieben wird, enthalten daher eine Vielzahl fremdsprachlicher Elemente, da nicht nur die aktuellen Trends, sondern entsprechende Bezeichnungen gleich mit übernommen werden. Auf dieser Grundlage besteht das Ziel der vorliegenden Arbeit darin, eine umfassende Analyse der Modesprache Spaniens durchzuführen, wobei der Schwerpunkt der Betrachtung vor allem auf den fremdsprachlichen Einflüssen im Bereich der Lexik liegt. Dazu wurden lexikalische Entlehnungen aus dem Englischen und aus dem Französischen untersucht, die der Benennung und Beschreibung der weiblichen Kleidung dienen.
Bei der Auswertung des fremdsprachlichen Materials wurde zwischen der Integration von und dem produktiven Umgang mit Lehnelementen differenziert. Was die Integration von Lehnwörtern anbelangt, ist zu beobachten, dass in der Modesprache vor allem die unadaptierten Wortformen auffallen (georgette, clutch, cropped top, look, etc.), die gegenüber den formal angepassten Elementen (esmoquin, pailettes, caqui, tecno, cóctel, etc.) den größeren Teil der Belege ausmachen. Der produktive Umgang mit Lehnelementen ist sowohl im Bereich der Morphologie als auch in der Semantik zu beobachten. Tendenzen in der Wortbildung betreffen z. B. das Verfahren der Komposition, wobei die Analyse deutlich gemacht hat, dass die Mehrheit der produktiven Lehnelemente den Determinativkomposita zuzuordnen ist. Bezüglich der Semantik der untersuchten modesprachlichen Lexeme sind Phänomene von Bedeutungswandel zu beobachten. Vor allem metaphorische Prozesse (blazer, top, gafas cat-eye, etc.) und Metonymien (sneaker, camel suit, fedora, jersey, etc.) können nachgewiesen werden. Weitergehende Bedeutungsveränderungen beziehen sich auf die Reduktion von Polysemie (jersey, top, etc.) und auf lexikalische Absorptionen (body, esmoquin).
Aus den charakteristischen Merkmalen im Bereich der Lexik, Wortbildung und Semantik erwächst die spezifische strukturelle Eigenschaft der Modesprache, die sich in ihrer Beschaffenheit grundsätzlich von der Gemeinsprache unterscheidet.
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