Produktbild: Ich liebe unendlich Gesellschaft

Ich liebe unendlich Gesellschaft Rahel Varnhagen: Lebensbild einer Salonière

4

12,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.04.2021

Verlag

Eulenspiegel Verlagsgruppe Buchverlage

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

19/12,4/1,7 cm

Gewicht

222 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-359-03003-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.04.2021

Verlag

Eulenspiegel Verlagsgruppe Buchverlage

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

19/12,4/1,7 cm

Gewicht

222 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-359-03003-4

Herstelleradresse

Eulenspiegel Verlag
Märkisches Ufer 28
10179 Berlin
DE

Email: kontakt@eulenspiegelverlag.de

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  • Manuela404

    5/5

    11.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Man hat das Gefühl, man würde sie nun auch kennen, aber das taten wohl nicht mal ihre Zeitgenossen

    Nolte gelingt es in Ihrem Portrait von Rahel Varnhagen eben jenes Bild der Salonière an die Oberfläche zu holen, das vor zweihundert Jahren auch ihre Zeitgenossen so an ihr fasziniert haben muss. In vielen kurzen Kapiteln vermittelt sie den Facettenreichtum, den diese Frau zu bieten hatte und verdeutlicht, wie ungewöhnlich sie damit gleichzeitig war. Wie ganz nebenbei skizziert Nolte das Bild der damaligen Verhältnisse, dazu zählen die Stellung des Judentums in der Gesellschaft und andere relevante politische Themen, wie die Französische Revolution. Durch das Buch geleiten einen Rahels eigene Worte, sowie die ihr Nahestehender und so hat man das Gefühl als schriebe sie einem selbst, oder man wäre mitten in ebenjener Gesellschaft. Das ist im Grunde das, was sie wollte: Dass ihr Briefe eine „originale poetische Geschichte“ von ihr erzählen. Das Buch ist jedem zu empfehlen, denn auch Rahel Varnhagen lud jeden zu sich ein. Es ließt sich leicht und schnell, passt in jede Tasche und ist durch die Kürze der Kapitel auch für Fahrten in U-Bahnen, Fahrstühlen oder als Begleitung für die Mittagspause geeignet.

  • Bewertung

    aus Kronberg

    5/5

    23.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unterhaltsamer Informationsreichtum durch Anekdoten

    Der Eulenspiegel Verlag hat mich bereits mit seinem Anekdotenbuch über Theodor Fontane sehr erfreut. Nun war ich natürlich neugierig auf dieses Buch, das Rahel Varnhagens Leben in Vignetten und Anekdoten berichtet. Ich wußte bislang wenig über sie: eine der bekannten Damen Berlins, die für ihre Salons berühmt waren, in denen sich die großen Köpfe des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts versammelten. Nun habe ich in knapp über 110 Seiten eine ganze Menge mehr gelernt und bin erneut beeindruckt, wie viele Informationen man auf unterhaltsame Weise auf so wenig Raum unterbringen kann. Der gute Eindruck beginnt schon mit dem leuchtend gelben, hochwertig festen Einband, dessen reduzierte Gestaltung ich gelungen finde. Ein Lesebändchen rundet das Gesamtbild schön ab, hinten auf dem Einband befindet sich ein kurzer Lebensüberblick und ein Porträtbild Rahel Varnhagens. Der Text folgt ihrem Lebensweg in Episoden, manche nur eine halbe Seite lang, nie mehr als zwei Seiten. So kann man zwischendurch immer angenehm hineinlesen. Die Vignetten sind chronologisch, so lernen wir Rahel von Geburt an kennen und folgen ihr bis über ihren Todestag hinaus. Die Texte sind locker geschrieben, hier und da ein wenig zu salopp, und gelegentlich waren es mir am Anfang zu viele Wiederholungen. Insgesamt liest sich das Buch aber angenehm, berichtet anschaulich und bindet auch historische und kulturelle Informationen gelungen ein – nie zu überbordend, aber alles zum Hintergrundverständnis ist vorhanden und klar formuliert, so daß sicher auch jemand, dem diese Epoche fremd ist, sich gut hineinfinden kann. Hinzu kommen zahlreiche Zitate von Rahel Varnhagen und ihren Zeitgenossen. Diese komplettieren das Bild ausgezeichnet, sorgen für Farbe, manchmal ein Schmunzeln, bringen manchmal zum Nachdenken. Ob Rahel Varnhagen die „geistreichste Frau des Universums“ (Heinrich Heine) war, mag dahingestellt bleiben; die vorhandenen Zitate reichen nicht aus, sich darüber ein Bild zu machen; mich hat eher ihr Lebensweg vor dem historischen Hintergrund beeindruckt. Gelegentlich fehlten mir ein paar erklärende Sätze, gerade was ihr Leben in jüngeren Jahren betraf, gab es einige Stellen, die ich unklar formuliert oder nicht hinreichend erklärt fand. Insgesamt aber habe ich die Lektüre nicht nur genossen, sondern auch viel über Rahel und ihr Umfeld, sowie über die Auswirkungen historischer Ereignisse auf die Menschen erfahren. Eine kleine Liste mit weiterführender Literatur komplettiert das Buch erfreulich. Rundum gelungen und empfehlenswert!

  • Aischa

    aus Kissing

    5/5

    20.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Leben fürs Ringen um Wahrheit

    Bereits das Vorwort macht neugierig und weckt große Erwartungen, zietiert Autorin Dorothee Nolte doch gleich anfangs den Dichter Heinrich Heine mit seinem Urteil, Rahel Varnhagen sei "die geistreichste Frau des Universums". Nolte zeichnet ein anschauliches Bild Rahels, angefangen von ihrer schweren Kindheit, in der sie als Tochter eines reichen jüdischen Juwelenhändlers zwar keine materielle Not kannte, aber enorm unter dem cholerischen Vater litt. Kurz und prägnant - das ganze Büchlein umfasst gerade einmal gut 120 Seiten - skizziert Nolte, in welchem Umfeld Rahel aufwächst. Dabei fokussiert sie sich nicht nur auf Privates, sondern man erfährt als Leser auch einiges über das Berlin im ausgehenden 18. Jahrhundert. Man begleitet Rahel durch ihr abwechslungsreiches Leben mit vielen Höhen und Tiefen, mit reichlich Verliebtheiten und Liebesbeziehungen bis zur späten Heirat mit einem deutlich jüngeren Mann und ihrem frühen Tod mit nur 61 Jahren. Rahel schart berühmte Zeitgenossen um sich, Alexander und Wilhelm von Humboldt, Fürst Pückler oder die Familie Mendelssohn Bartholdy gehen bei ihren Gesellschaften ein und aus. Ihr scharfer Verstand wird dabei allseits geschätzt - ihre ebenso scharfe Zunge stößt hingegen so manchen vor den Kopf. Dies nimmt Rahel jedoch in Kauf, stellt sie doch das Ringen um Wahrheit über alles. Und so wählt sie ihre Diskussionspartner denn auch in erster Linie danach aus, wer sie als Mensch interessiert, unabhängig davon, welchem Stand oder welcher Religion er oder sie angehört. Über 6.000 Briefe und zahlreiche Tagebücher sind von Rahel erhalten. Sie wollte sie noch zu ihren Lebzeiten veröffentlicht wissen. Dies ist bemerkenswert, galten diese damals einzig mögliche Ausdrucksformen für eine Frau doch als minderwertige Literatur. Die Anerkennung von Rahels literarischem Nachlass als Werk hat daher zweifellos Bedeutung für die Emanzipation der Frau. Das schmale Büchlein ist sehr liebevoll gestaltet. Die kurzen Kapitel sind mit originellen, treffenden Überschriften versehen und analog zu Rahels Lebensabschnitten in größere Segmente unterteilt. Deren Titel sind, ebenso wie der Untertitel auf dem Cover, in eine altertümlich anmutende Schreibschrift gesetzt - ein wunderschöner Bezug zu den handschiftlichen Hinterlassenschaften Varnhagens. Eine Zeittafel, Literaturtipps und ein Lesebändchen runden die hübsche Ausstattung ab. Eine rundum gelungene Kurzbiografie; lediglich Rahels scharfer Verstand trat für mich nicht wirklich hervor, dazu hätte ich mir ein paar Beispiele gewünscht.

  • Bewertung

    5/5

    26.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Was ist der Mensch am Ende anders als eine Frage!“

    Dorothee Nolte beendet ihr Vorwort zu Rahel Varnhagen mit den Worten: „der geistreichsten Frau des Universums.“ Ob ich selbst auch so weit gehen und Varnhagen so bezeichnen würde, das kann ich nicht genau sagen. Dafür kenne ich einen zu großen Prozentsatz aller Frauen dieses Universums oder auch nur der Erde zu wenig. Man kann aber mit Fug und Recht behaupten, dass Varnhagen für ihre Zeit ein Vorbild, ja vielleicht sogar eine Ikone war, die von vielen geehrt und verehrt wurde. Gleichzeitig hatte diese Dame das große Pech, in einer Zeit geboren zu sein, in der es das weibliche Geschlecht noch weitaus schlechter hatte als heute. Von ihrem jüdischen Hintergrund ganz zu schweigen. Im Anbetracht ihrer überaus hohen Intelligenz und ihrem Drang, diesen Wissensdurst stetig zu stillen, ein wahrer Jammer. Und dennoch hat sie es geschafft, sich mit den Mitteln, die ihr zustanden, einen Namen zu machen. Nolte portraitiert hier das Leben einer Dame, welche in der heutigen Zeit wohl auf den Covern aller Zeitschriften unseres Landes stehen würde als die Powerfrau, die weiß was sie kann, was sie will und die sich nicht schämt, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen. Eine Eigenschaft, welche besonders heutzutage an Wichtigkeit kaum zu überbieten ist. Vielen Dank für diesen Einblick, Frau Nolte!

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