Ada König will herausfinden, was diese wichtige Sache ist, die ihr Vater ihr erzählen wollte, kurz bevor er das Lenkrad herumriss und die Welt ins Chaos stürzte. Was hat es mit dem 'Verbrannten Mann' auf sich, der Ada seit dem Autounfall verfolgt, und wieso träumt sie von Else, der alten Frau aus dem Dorf, die sich an nichts erinnert und doch nie vergisst, die Walnüsse aufzusammeln, die der Meister im Garten des Königs fallen lässt.
„Du glaubst doch nicht, dass so ein Pakt über Leben und Tod ohne Gegenleistung geschlossen wird. Jeder weiß das. Jeder muss bereit sein, den Preis zu zahlen.“
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Weil ihr Vater ihr etwas wichtiges mitteilen wollte, macht Ada sich auf um ihn zu besuchen. Dieser Besuch endet mit einem schweren Autounfall. Während Ada ohne nennenswerte Verletzungen davon kommt, liegt ihr Vater, Herr König im Koma. Ada hatte nie einen guten Kontakt zu ihm. Als Ada auf die ältere & an Demenz erkrankte Else trifft, passieren danach mysteriöse Ereignisse. Die auch ihre Familie betreffen. So folgt ihr schon seit dem Autounfall ein verbrannter Mann. Wie die Geschichte ausgeht? Bitte selber lesen.
Die Geschichte ist aus den Perspektiven von Ada, ihrer Mutter & der älteren Dame Else geschrieben. Die Protagonisten wirken auf mich sehr gut herausgearbeitet & authentisch. Ada ist einem direkt sympathisch.
Der Schreibstil ist flüssig & locker & hat mir sehr gut gefallen. Mich konnte dieses Buch super fesseln. Man mag König & Meister gar nicht aus der Hand lesen.
Am Ende wurden zwar nicht alle Fragen beantwortet. Aber das ist auch in Ordnung.
Für alle die sich gerne mal gruseln mögen.
Ganz klare Leseempfehlung!
Sharon Baker
aus Mönchengladbach
4/5
21.06.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mysterythriller mit einigen Überraschungen ...
Ada König wird von ihrem Vater zum Essen eingeladen und wie so oft gehen sie alten Traditionen nach. Gleiche Uhrzeit, gleiche Gaststätte und gleiches Essen, nur das ihrem Vater, was auf der Seele liegt und er ihr was Wichtiges mitteilen möchte. Aber die Jahre haben die Beziehung zwischen Vater und Tochter etwas auseinandergebracht und so hört Ada nur mit halbem Ohr ihrem Vater zu. Auf der Rückfahrt sehen sie Rehe und ehe sich Ada versieht, kommen sie von der Straße ab und überschlagen sich. Ihr einziger Gedanke ist nur bitte nicht ich bitte nicht ich. Aber kann so ein Wunsch ohne Folgen bleiben? Der Vater liegt nach dem Unfall in Koma und Ada fragt sich die ganze Zeit, was wollte er ihr sagen. Und kann es sein, dass sie verfolgt wird? Wird Ada mit einem Besuch in ihrem Elternhaus schlauer? Und hat sie nun aus Versehen einen Pakt mit dem Teufel geschlossen?
Theresa Hannig ist für mich keine Unbekannte, denn ich hatte schon ihren Roman „Die Optimierer“ gelesen und fand diesen richtig klasse. Diesmal geht sie aber nicht in die Zukunft und lässt Science-Fiction mit der Wirklichkeit verschmelzen, sondern lässt hier ein bisschen das Unheimliche mit einfliessen. Ein Spannungsroman mit übersinnlichem Einfluss, ob mir das auch gefallen hat, erzähle ich euch nun.
Ada König ist jemand, der für seinen Beruf entflammt, aber auf der sozialen Schiene auf der Strecke bleibt. So ist ihr Freundeskreis gleich null und ihr einziger Kontakt ihr Vater, aber dieser steckt in seiner Welt fest. Früher war ihr Vater ihr ein und alles, er war der König ihrer Welt, aber mit zunehmendem Alter sieht man manche Dinge klarer anders und man wundert sich über sich selbst. Nun passierte dieser Autounfall und Ada ist allein, ihre Mutter ist beruflich sehr eingespannt und hat ihr Kind schon lange sich selbst überlassen und so ist Ada gerade voll überfordert. Aber nicht nur das, sie hat Schuldgefühle, übermächtig und drängend, denn sie hat nur für ihr eigenes Leben gebeten und nicht auch für ihres Vaters. Was hat sie da nur geritten?!? Jetzt nagt nicht nur, dass schlechte Gewissen und ihre Albträume an ihr, sondern in der Klinik begegnet sie dem „Verbrannten Mann“ und fühlt sich ständig beobachtet. Bis ihr der Kragen platzt und sie sich dem stellen will, dem Pakt über Leben und Tod und der Preis, der dafür verlangt wird. Nun muss Ada drei Aufgaben erfüllen, damit sie ihr Leben normal weiterleben kann. Eine Reise beginnt in die Vergangenheit, zu ihren eigenen Leben und der Wahrheit.
Dieser Mysterythriller lässt sich richtig gut lesen, hat an den richtigen Stellen Gänsehauteffekte und ich liebe es, wenn die Wahrheit ans Tageslicht kommt. Dazu noch jede Menge interessante und unbeugsame Figuren, deren Vergangenheit zu manchem Schauer beim Lesen einlädt. Ada hat wirklich Eltern, die es in sich haben, der Vater, der sich als Lehrer berufen fühlt und mehr in sein Leben hineininterpretiert, als da ist. Und eine Mutter, die sich dem Dorfleben entzieht und lieber Karriere macht, als Ehefrau und Mutter zu spielen. Wie kann man da gescheit heranwachsen soll, ist echt fraglich. Tja, und meine Lieblingsfigur ist Elvis, ein junger Mann, der bettelt und den Ada auf ungewöhnlicherweise kennenlernt. So wird es nie langweilig, sondern sorgt für einen Lesesog, weil man einfach mehr herausfinden möchte. Komische Familie, komisches Haus und ein Baum der Meister heißt, klingt doch irre. So steckt in dieser Geschichte nicht nur der Aspekt von was ist, wenn ich einen Pakt mit dem Teufel abschließe, sondern wohin führt mich der Blick in die Vergangenheit. Was ist mit den Eltern passiert? Warum ist die Beziehung gescheitert? Und was könnte damals vorgefallen sein?
Theresa Hannig hat einen richtig feinen Spannungsroman geschrieben, der mit einigen Überraschungen aufwartet und nicht gleich zu entwirren war. So machte es Spaß zu lesen und mitzurätzeln. So manches ergibt nämlich nicht immer direkt Sinn und wird erst später klarer. Dazu noch die Familienstudie, denn wenn man Familie hat, hat man immer was zum mitreden und diese ist echt nicht ohne. Dazu noch das dörfliche Umfeld mit seinen Eigenheiten, das rundet die Geschichte nochmals fein ab.
König und Meister ist ein Mysterythriller, der spannend, abwechslungsreich und mit einer guten Portion Schauer ausgestattet ist. Ich habe es gern gelesen und so manch eine Frage schwirrt noch im Kopf herum.
bookshuntress
4/5
27.05.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Ende zum Grübeln.
Der Vater von Ada König möchte ihr unbedingt etwas wichtiges erzählen, jedoch geraten die beide in einen Autounfall, bei dem Adas Vater schwer verletzt wird und sie trägt auf wunderlicher weise keinen großen Schaden. Nun will sie unbedingt herausfinden, was ihr Vater ihr erzählen wollte und was es mit dem verbrannten Mann auf sich hat, der sie seit dem Unfall verfolgt.. Dabei stoßt sie auf Familiengeheimnisse , von denen ihre distanziert Mutter am liebsten will, dass diese nie ans Licht kommen würden. Doch gibt Ada nicht auf und schnüffelt weiter, wobei ihr auch ein freiwillig obdachloser Student und die seltsame alte Dame aus dem Dorf, die nie vergesst die Walnüsse auf zusammen, helfen.
Theresa Hanning schafft es auf eine interessante Art und Weise ein eigentlich wirklich grauenhaftes Geheimnis so in die Geschichte einzubetten und zu erzählen, dass es einem beinah normal vorkommt.
Die Geschichte wird aus der Sicht Adas, ihrer Mutter,Karin, und der älteren Dame, Else, erzählt. Dabei brachten die Sichten von Karin und Else immer neuen Rätselstoff, den Ada zu lösen versucht.
Jedoch muss ich sagen, dass mir die Teil aus Elses Sicht eher weniger interessiert haben, da gerade diese Teile am verwirrendsten waren, was zum Teil auch daran liegt, dass Else bereits Demenz ist, wodurch ihre Gedankengänge einfach verworrener sind.
Ada war mir direkt sympathisch, da sie auf mich einfach so echt wirkt. In keinster Weise und nicht einmal wirkte sie aufgesetzt auf mich und ich konnte jede ihrer Handlungen sehr gut nachempfinden. Es war spannend ihr bei ihrer Rätselsuche zu begleiten.
Ihre Mutter hingegen mag ich hingegen kaum. Bereits bei der ersten Erwähnung wusste ich, dass ich sie kaum mögen werde. Dennoch kann ich grundsätzlich ihr Verhalten verstehen, ebenso, wie ich begriffen habe, dass sie nicht einfach ein abgrundtief schlechter Mensch ist. Sie ist eben komplexer als es den ersten Anschein hat.
Ein kleiner Szenstealer war für mich Elvis, der Bettler, und ich gerne mehr über ihn erfahren.
Der Schreibstil ist einfach und letzt sich gut Lesen, dass ich am längeren Stück dran sitzen konnte.
Des Ende des Buch ließ mich ein wenig verloren zurück. Alle meine Fragen würden nicht beantwortet und über machen Sachen denke ich immer noch nach. Was wiederum jedoch den Eindrucks des Buch länger wirken lässt.
Alles in allem ein echt gutes Buch, an dem es an Rätseln und Verwirrungen nicht mangelt.
misspider
4/5
25.04.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gelungenes Verwirrspiel
Als Ada ihren Vater Frank König besucht, weil dieser ihr etwas Wichtiges mitzuteilen hat, haben die beiden einen schweren Autounfall. Während Ada mit leichten Blessuren davonkommt, liegt der König schwerverletzt im Koma. Ada bleibt vorerst im alten Elternhaus der Königs und versucht herauszufinden was denn so dringend gewesen sein könnte. Vor dem Haus steht ein riesiger, bedrohlich wirkender Walnussbaum, den ihr Vater den "Meister" nennt, und überall, auch im Haus, findet Ada alte Walnüsse. Dann begegnet sie einem durch schwere Verbrennungen unkenntlich gewordenen Mann, der ihre eine Schuld vorwirft, die sie nur durch das Erfüllen von drei Aufgaben begleichen könne. Ab jetzt häufen sich die merkwürdigen, mysteriösen und unheimlichen Vorfälle. Ada bittet ihre Mutter, die die Familie schon vor Jahrzehnten verlassen hatte um Karriere zu machen, nach Peining zu kommen. Doch auch ihre Mutter scheint nur Geheimnisse zu haben und etwas zu verbergen. Letztendlich liegt es an Ada, die Rätsel der Vergangenheit zu entschlüsseln und herauszufinden, was damals vorgefallen ist. Dabei erhält sie verwirrende Hilfe von der alten Else, die sich als Nachbarin und Bekannte ihres Vaters vorstellt. Und von einem weiteren Verbündeten, den sie auf überaus kuriose Weise kennenlernt.
Besonders gut gefallen hat mir an dem Buch, dass es fast unmöglich war, vorherzusehen was als nächstes kommt. Immer wieder hatte ich eine Ahnung, wie alles zusammenhängen könnte, nur um im nächsten Kapitel wieder einmal eines besseren belehrt zu werden. Es war ein großes Vergnügen, diese Schnitzeljagd mit Ada zu verfolgen und nach und nach die Geheimnisse der Königs, des Meisters und auch ihrer eigenen Vergangenheit aufzudecken. Hat Ada Wahnvorstellungen? Steckt jemand anderes hinter all den unheimlichen Ereignissen? Oder gibt es eine einfache rationale Erklärung? "König und Meister" liefert ein gelungenes Verwirrspiel, das mich bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen hat.
Ann-Christin Jacob
aus Kiel
5/5
25.04.2021
eBook (ePUB)
Weitreichende Konsequenzen
Ada ist mit ihrem Vater, dem "König", im Auto unterwegs, denn dieser möchte ihr etwas sehr Wichtiges mitteilen. Nun ist es so, dass Ada und ihr Vater teilweise ein recht angespanntes Verhältnis zueinander haben und sich auch oft streiten. So auch an jenem Tag der Autofahrt. Es kommt, wie es kommen muss: Adas Vater baut einen Unfall, bei dem Ada mit einem blauen Auge davon kommt, sich selbst jedoch lebensbedrohlich verletzt. Adas Leben dreht sich fortan um folgende Fragen: was wollte ihr Vater ihr unbedingt erzählen? Was hat es mit dem verbrannten Mann und seinen Aufgaben auf sich und welches Geheimnis hütet die ältere Dame aus der Nachbarschaft? Bevor sich Ada versieht, lüftet sie ein schreckliches Geheimnis, bei dem es um Leben und Tod geht.
Nach eigenen Aussagen der Autorin handelt es sich bei diesem Werk um einen Mysterythriller, für mich ist diese Einordnung nicht ganz verständlich, denn den typischen Thrill habe ich dort tatsächlich etwas vermisst. Dies ist aber überhaupt nicht schlimm, denn die Mystery-Elemente des Buches sind fantastisch gesetzt und bewirken, dass sich der Leser wahrlich danach sehnt, dass die einzelnen Handlungsstränge aufgelöst werden. Diese Auflösung gelingt der Autorin wirklich gut und sie schafft es zudem auch, das Buch mit einer sehr wichtigen Message zu versehen. Diese besagt nämlich, dass jede noch so kleine Handlung zu einer wahrhaften Katastrophe führen kann und dass Ehrlichkeit immer an erster Stelle stehen sollte, denn nur so lassen sich manche Tragödien vermeiden.
Der Schreibstil des Buches lässt sich sehr flüssig lesen und führt dazu, dass das Buch auch recht zügig durchgelesen werden kann. Die einzelnen Charaktere sind mit einer Fülle an Persönlichkeitseigenschaften bestückt, welche sehr fein ausgearbeitet sind und dem Leser ermöglichen, sich stark in die jeweilige Figur hineinfühlen zu können.
Besonders gut gefallen hat mir an der Story, dass das grundsätzlich Geschehene durchaus real sein könnte und dass das Erfahrene und die damit verbundenen Gefühlslagen absolut nachvollziehbar und verständlich gewesen sind.
Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen!
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