Und wie ist es Weihnachten bei Ihnen? Weihnachten, wir wissen's alle, ist das Fest der Liebe und der familiären Idylle. Was aber tun, wenn man beim Weihnachtsessen von der Schwiegermutter kaltlächelnd gemästet wird? Die Nachbarn einem mit grell blinkender Weihnachtsdeko den Schlaf rauben? Man furchtbare Angst hat, beim Kauf des Weihnachtsbaums zu versagen und obendrein den heuchlerischen Schwur getan hat: "Dieses Jahr schenken wir uns nichts"? Vielleicht ist es da einfach am besten, im Kreis der Liebsten besinnliche Lieder zu singen. Fragt sich nur, ob vor dem Essen oder nach dem Essen. Oder nach der Bescherung? Oder statt der Bescherung ...? Kongenial interpretiert vom bissigen Satiriker, Schauspieler und Moderator Oliver Kalkofe.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Igelmanu66
aus Mülheim
5/5
14.11.2014
Buch (Gebundene Ausgabe)
Geschichten vom weihnachtlichen Wahnsinn
Ich brauchte mal wieder ein paar nette, lustige Geschichten. Bei Mark Spörrle bin ich da eigentlich immer an einer guten Adresse! Und da sich die Weihnachtszeit nähert, hab ich mir gestern mal wieder dieses nette kleine Buch hervorgeholt.
Geschichten über die Weihnachtszeit, komplett ohne Sentimentalität aber voll von skurrilen Alltagssituationen herrlich! Wir lesen unter anderem über den Plan, sich mal nichts zu schenken und die diversen Schwierigkeiten bei der Umsetzung
Äh, sagte ich. Nur, um ganz sicher zu sein: Dass wir uns nichts schenken, gilt auch für Kleinigkeiten wie etwa Schokolade, richtig? Genau, sagte meine Liebste bemüht unschuldig. Wieso fragst du?
Umgekehrt ist der Akt des Schenkens ebenfalls kein leichter. Auch nicht für den Verkäufer
Darum geht es nicht. Es geht um die Frage, ob diese Tasche hier wirklich für heterosexuelle Männer geeignet ist. Wenn nicht, dann ist dagegen natürlich auch nichts zu sagen. Aber es wäre fatal, wenn diese Tasche völlig falsche Signale über ihren Träger aussenden würde, ohne dass dieser zumindest Bescheid wüsste, um welche Signale es sich handelt. Verstehen Sie?
In Erwartung der stillen, Heiligen Nacht schmücken viele Menschen großzügig ihre Fenster, Balkone und Fassaden. Nicht immer zur Freude ihrer Nachbarn
Würde es Ihnen etwas ausmachen, die blinkenden Lichter auszuschalten? Nur über Nacht? Wir wohnen gegenüber und können nicht schlafen!
Sehr schön auch zu lesen, wie sich erwachsene Männer vor einem Weihnachtsessen bei den Schwiegereltern fürchten können
Muss ich unbedingt mitgehen? Wirklich jedes Mal? Ich kann doch auch mal krank sein? Du redest wie ein kleines Kind. Genau so fühle ich mich ja auch, wenn ich bei deinen Eltern zum Essen bin.
In der Folge erfahren wir noch, welche mögliche Folge ein lustiger Abend auf der Firmenweihnachtsfeier haben kann
Als ich am Tag nach der Firmenweihnachtsfeier gegen Mittag ins Büro wankte, fiel mir auf, dass mich die Entgegenkommenden seltsam musterten.
Nach dem Weihnachtsessen kann es ganz schön riskant sein, einen Espresso anzubieten. Und eine Rolle beim Krippenspiel in der Grundschule hat enorm zukunftsentscheidende Bedeutung! Und so mancher böser Ehestreit kurz vor dem Heiligen Abend entsteht dadurch, dass er einen in ihren Augen unansehnlichen Weihnachtsbaum erworben hat
Sie entscheiden sich aber schnell. Sind Sie Single oder geschieden? Ich hatte letztes Jahr drei Scheidungen wegen Bäumen in angeblich falscher Größe.
Auf keinen Fall sollte man auch die Frage unterschätzen, ob vor oder nach dem Essen gesungen wird
Wir haben immer zuerst gegessen. Und dann war Bescherung. Also nein! Zuerst war Bescherung. Und dann wurde gesungen. Und dann, vor der Kirche, haben wir gegessen.
Was gibt es noch? Liebe Geschenke von Verwandten und die Schwierigkeiten, sie umzutauschen. Oder Onkel, die nach einigen Einsätzen bei dem kleinen Nachwuchs nicht akzeptieren können, dass ihr Auftritt plötzlich nicht mehr gefragt ist.
Wer also so wie ich zwischendurch mal was kurzes, vorweihnachtlich-lustiges lesen möchte, ist bei diesem Buch auf der sicheren Seite.
Igelmanu
aus Mülheim
5/5
14.11.2014
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ich brauchte mal wieder ein…
Ich brauchte mal wieder ein paar nette, lustige Geschichten. Bei Mark Spörrle bin ich da eigentlich immer an einer guten Adresse! Und da sich die Weihnachtszeit nähert, hab ich mir gestern mal wieder dieses nette kleine Buch hervorgeholt. Geschichten über die Weihnachtszeit, komplett ohne Sentimentalität aber voll von skurrilen Alltagssituationen – herrlich! Wir lesen unter anderem über den Plan, sich mal nichts zu schenken – und die diversen Schwierigkeiten bei der Umsetzung… „“Äh“, sagte ich. „Nur, um ganz sicher zu sein: Dass wir uns nichts schenken, gilt auch für Kleinigkeiten wie etwa Schokolade, richtig?“ „Genau“, sagte meine Liebste bemüht unschuldig. „Wieso fragst du?““ Umgekehrt ist der Akt des Schenkens ebenfalls kein leichter. Auch nicht für den Verkäufer… „“Darum geht es nicht. Es geht um die Frage, ob diese Tasche hier wirklich für heterosexuelle Männer geeignet ist. Wenn nicht, dann ist dagegen natürlich auch nichts zu sagen. Aber es wäre fatal, wenn diese Tasche völlig falsche Signale über ihren Träger aussenden würde, ohne dass dieser zumindest Bescheid wüsste, um welche Signale es sich handelt. Verstehen Sie?““ In Erwartung der stillen, Heiligen Nacht schmücken viele Menschen großzügig ihre Fenster, Balkone und Fassaden. Nicht immer zur Freude ihrer Nachbarn… „“Würde es Ihnen etwas ausmachen, die blinkenden Lichter auszuschalten? Nur über Nacht? Wir wohnen gegenüber und können nicht schlafen!““ Sehr schön auch zu lesen, wie sich erwachsene Männer vor einem Weihnachtsessen bei den Schwiegereltern fürchten können… „“Muss ich unbedingt mitgehen? Wirklich jedes Mal? Ich kann doch … auch mal krank sein?“ – „Du redest wie ein kleines Kind.“ – „Genau so fühle ich mich ja auch, wenn ich bei deinen Eltern zum Essen bin.““ In der Folge erfahren wir noch, welche mögliche Folge ein lustiger Abend auf der Firmenweihnachtsfeier haben kann… „Als ich am Tag nach der Firmenweihnachtsfeier gegen Mittag ins Büro wankte, fiel mir auf, dass mich die Entgegenkommenden seltsam musterten.“ Nach dem Weihnachtsessen kann es ganz schön riskant sein, einen Espresso anzubieten. Und eine Rolle beim Krippenspiel in der Grundschule hat enorm zukunftsentscheidende Bedeutung! Und so mancher böser Ehestreit kurz vor dem Heiligen Abend entsteht dadurch, dass „er“ einen in „ihren“ Augen unansehnlichen Weihnachtsbaum erworben hat… „“Sie entscheiden sich aber schnell. Sind Sie Single oder geschieden? … Ich hatte letztes Jahr drei Scheidungen wegen Bäumen in angeblich falscher Größe.““ Auf keinen Fall sollte man auch die Frage unterschätzen, ob vor oder nach dem Essen gesungen wird… „“Wir haben immer zuerst gegessen. Und dann war Bescherung.“ – „Also nein! Zuerst war Bescherung. Und dann wurde gesungen. Und dann, vor der Kirche, haben wir gegessen.““ Was gibt es noch? Liebe Geschenke von Verwandten und die Schwierigkeiten, sie umzutauschen. Oder Onkel, die nach einigen Einsätzen bei dem kleinen Nachwuchs nicht akzeptieren können, dass ihr Auftritt plötzlich nicht mehr gefragt ist. Wer also so wie ich zwischendurch mal was kurzes, vorweihnachtlich-lustiges lesen möchte, ist bei diesem Buch auf der sicheren Seite.
Bewertung
aus Solingen
3/5
03.01.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Buch "Aber dieses Jahr…
Das Buch "Aber dieses Jahr schenken wir uns nichts" von Mark Spörrle ist 109 Seiten lang und beim Rowohltverlag erschienen. Das Hardcover ist wertig mit schönen dicken Leseseiten und netten schwarz-weiß Illustrationen die, die Kurzgeschichten sehr gut ergänzen. Weihnachten ist das Fest der Liebe und der Harmonie, besonders in der Familie. Aber wer kennt denn nicht das ganze Chaos vor Weihnachten und die unliebsamen Gäste, die einen das Weihnachtsfest schwer machen? Hier wird auf humorvolle Art und Weise die weihnachtliche Familienkrise beleuchtet. Der Klapptext und auch die Aufmachung ließen mich einige humorvolle Geschichten vermuten. Die Storys sind auch sehr nett und ab und zu konnte ich durchaus auch einmal schmunzeln, aber der Humor ist doch sehr speziell und teilweise auch flach. Ich bin leider enttäuscht, weil ich dachte ich werd mich bestimmt vor Lachen kringeln, aber über ein Schmunzeln hinweg hat das Buch nicht mehr zu bieten. Der Schreibstil ist flüssig und die Kurzgeschichten sind schnell gelesen, aber sie fesseln nicht richtig. Wir haben hier ein Buch welches sich absolut im Mittelfeld bewegt. Die Geschichten sind zu fantasievoll und schräg erzählt um wirklich schlecht zu sein, aber sie entlocken leider nur ein müdes Lächeln und entfalten nicht ihr Potential, was durchaus vorhanden ist, aber nicht richtig ausgebaut wurde. Fazit: Mittelmäßige Kurzgeschichten, die recht amüsant geschrieben sind, aber über ein Schmunzeln hinweg nicht mehr zu bieten haben. Leider wird das vorhandene Potenzial hier nicht ausgebaut, was ich sehr schade finde. Kann man lesen, muss man aber nicht. Nett für Zwischendurch!
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