Im Leben der Statikerin Inna gibt es keine Zufälle. Nur Zahlen und Berechnungsmodelle. Auch den drohenden Schneesturm hat sie einkalkuliert. In einer alten Fabrikhalle außerhalb der Zivilisation ist sie vertieft in ihre Arbeit, als plötzlich ein Wanderer auftaucht und behauptet, vom Unwetter überrascht worden zu sein. Inna gewährt ihm Schutz, obwohl sie ahnt, dass es Igor nicht zufällig hierher verschlagen hat. Abgeschnitten von der Außenwelt beginnen endlose Stunden, in denen sich Inna und Igor in einer scheinbar harmlosen Unterhaltung verlieren. Bis Igor einen fatalen Fehler macht … Ein perfides Spiel beginnt, denn Igor hat nur eine einzige Frage. Eine Frage, die er nicht stellen darf. Was er nicht weiß: Inna wird nicht zum ersten Mal verhört. Sie trägt ein dunkles Geheimnis mit sich, und eins hat sie sich vor mehr als 30 Jahren geschworen: Sie wird Igors Frage niemals beantworten, um keinen Preis der Welt. Während draußen der Sturm wütet, eskaliert auch die Situation in der Halle, denn Igor rennt die Zeit davon ...
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Jeanette Lube
aus Magdeburg
5/5
07.01.2022
Buch (Taschenbuch)
Verstörend, aufregend, außergewöhnlich
Dieses Buch erschien 2021 in der Gmeiner-Verlag GmbH und beinhaltet 310 Seiten.
„Schweigen, Verstand, Täuschung.“
Inna ist Statikerin, die sich mit Tragfähigkeitsannahmen, Berechnungsmodellen und Zahlen auskennt. Es gibt keine Zufälle in ihrem Leben. Und genau aus diesem Grund ist auch der eisige Wind nur ein kalkulierbarer Vorbote, der sich im Laufe des Tages zu einem Schneesturm kumulieren soll. Es gibt einen gewaltigen Schneesturm, der Inna eine ganze Nacht lang festhält, in einer alten Fabrikhalle weit außerhalb der Zivilisation, mit Igor! Igor taucht plötzlich auf und behauptet, vom Unwetter überrascht worden zu sein…
Die scheinbar harmlose Stimmung, mit der Nienke Jos zwischen Wahnsinn und Eskalation mäandriert, ist zum Zerreißen gespannt. Dies ist ein sagenhafter Thriller um ein Verhör, das keins sein darf, mit einer Frau, die nicht spricht.
Ich habe bereits zwei Bücher der Autorin Nienke Jos gelesen und wusste also, auf was ich mich mit diesem Buch einlasse. Ihr Schreibstil ist sagenhaft, unglaublich und einfach besonders. Von der ersten Seite an war ich sofort in der Handlung des Geschehens und rauschte nur so durch die Seiten, weil ich unbedingt erfahren wollte, was hier geschehen ist. Da aus dem Klappentext nicht wirklich erkennbar ist, was hier wirklich passiert ist, möchte ich hier auch nichts verraten. Ich kann behaupten, dass ich noch voll im Rausch bin. Die Geschichte ist einfach unglaublich und lässt mich verstört zurück. Ich fühlte direkt mit Inna mit und kann es noch immer nicht fassen. Was hier passiert ist, ist einfach nur der Wahnsinn! Dieses Buch lässt keine Zeit zum Verschnaufen, ich bekam teilweise Schnappatmung und erlebte Stunden voller Gänsehautmomente und Nervenkitzel. Ich empfehle dieses Buch gern allen weiter, die gern außergewöhnliche Thriller lesen. Dieses Buch ist mit keinem anderen Thriller vergleichbar! Die Autorin Nienke Jos hat eine Art zu schreiben, dass es den Leser förmlich in die Handlung reißt und man das Buch nicht mehr aus den Händen legen kann. Was für ein spannender, fesselnder, packender, aufregender und wortgewaltiger Thriller! Die Autorin kann mit der Sprache so unwahrscheinlich gut umgehen. Ich kann wieder sagen, dass ich unglaublich begeistert bin und die Autorin Nienke Jos mich fassungslos und bestürzt zurücklässt, mich aber komplett überzeugt hat! Sie hat es voll drauf!!!
Daniela Weigel
5/5
06.05.2021
Buch (Taschenbuch)
Sehr verworren
Die Statikerin Inna traut nur ihren Zahlen und Berechnungen. Menschen gegenüber hat sie keinerlei Vertrauen. Zufälle gibt es für sie nicht. In einem großen Schneesturm taucht plötzlich Igor auf und behauptet vom Unwetter überrascht worden zu sein. Inna hängt die ganze Nacht mit ihm fest, und glaubt ihm kein Wort. Wer ist Igor und was will er von ihr ?
Ich hatte richtige Schwierigkeiten in das Buch zu kommen. Die verschiedenen Handlungsstränge machen den Eindruck als wären es komplett verschieden Geschichten. Beim lesen verstand ich nicht, ist es eine andere Geschichte sind es Rückblicke oder Erinnerungen. Das hat mir beim lesen leider die Spannung genommen. Erst zum Ende hin offenbart sich was es damit auf sich hat. Das war mir etwas zu verworren. Der Schreibstil ist anders, und ich bin mir nicht sicher ob ich ihn gut finde oder nicht. Diese Geschichte muss man definitiv mit absoluter Konzentration lesen, ein kurzes abschweifen der Gedanken erlaubt die Story nicht.
Es lohnt sich an der Geschichte dran zu bleiben, schade das die einzelnen Stränge erst sehr spät zusammenführen, denn erst dann beginnt man das ganze zu verstehen. Plötzlich werden die einzelnen Protagonisten vor meinem Auge real, ich verstehe sie und fühle mit ihnen. Erst dann hat mich die Spannung packen können.
Wenn man diese Geschichte mit voller Konzentration ließt, offenbart sich einem ein Thriller der anders ist, und damit durchaus punkten kann.
Ich vergebe 3
Magische Farbwelt
5/5
06.05.2021
Buch (Taschenbuch)
Ich liebe diese Sprachgewandtheit
Ich glaube, dieser Thriller hat das Potenzial, dass er von mir ein zweites Mal gelesen werden könnte. Denn ich bin mir im Nachhinein nicht ganz sicher, ob ich stets aufmerksam genug war, um einige Begebenheiten im Buch als wichtig genug zu erfassen. Auch jetzt, nachdem ich das Buch ausgelesen habe, beschäftigt mich sein Inhalt, die Geschichte im Inna, Jenke und Marga. Die Autorin Nienke Jos beschreibt in „Die Angst der Schweigenden“ verschiedene Charaktere, die dem Leser sympathisch sind. Zumindest dem ersten Eindruck zufolge. Und dann entwickelt sich die dramatische Geschichte. Und auch wenn einzelne Handelnde grausam agieren – nennt mich verrückt – ich habe einige von ihnen in mein Herz geschlossen. Denn es stellt sich mir die Frage nach dem Warum, nach den Hindergründen. Besonders liebreizend ist mir Marga zu Tage getreten, die ich als Einzige als unschuldig in der Geschichte des Thrillers freisprechen möchte. Ich liebe ihre Art zu artikulieren, ihre Neugierde, ihre Hilfsbereitschaft. Die Autorin Nienke Jos schreibt kurzatmig, prägnant und auf eine mir bisher unbekannte Art ausdrucksstark. Der Schreibstil ist einfach fesselnd. „Die Angst der Schweigenden“ wühlt mich auf, prägt mich ein Stückweit und hilft aber auch, mich und meine Mitmenschen zu hinterfragen. Und genau das braucht ein gutes Buch für mich. Und wenn es dann noch so nervenaufreibend ist wie dieses Exemplar, hat die Autorin alles richtig gemacht.
tigercat666
aus Haigerloch
5/5
28.03.2021
Buch (Taschenbuch)
Tragfähigkeit-annahmen,…
Tragfähigkeit-annahmen, Berechnungsmodelle, Zahlen: Inna ist Statikerin. In ihrem Leben gibt es keine Zufälle. So ist auch der eisige Wind nur ein kalkulierbarer Vorbote, der sich im Laufe des Tages zu einem Schneesturm kumulieren soll. Ein gewaltiger Schneesturm, der Inna eine ganze Nacht lang festhält, in einer alten Fabrikhalle weit außerhalb der Zivilisation. Wäre da nicht Igor. Igor, der plötzlich auftaucht und behauptet, vom Unwetter überrascht worden zu sein Zum Zerreißen gespannt ist die scheinbar harmlose Stimmung, mit der Nienke Jos zwischen Wahnsinn und Eskalation mäandriert. Ein sagenhafter Thriller um ein Verhör, das keins sein darf, mit einer Frau, die nicht spricht. Was für ein ungewöhnlicher und äußerst spannenden Krimi. Ich weiß gar nicht wie ich die Handlung zusammenfassen soll ohne zu viel zu verraten. Ich versuche es mal, kann aber nicht garantieren, dass mir nicht der eine oder andere kleine Spoiler dazwischen gerät. Inna wächst mit ihren Geschwistern Jenke und Beeke, bei ihrem Vater auf einer Burg auf, der Vater ist ein Despot, der seinen Kindern keine Liebe zu geben hatte. Einzig die Haushälterin Ede umsorgt und behütet sie, ihr Allheilmittel ist Kakao und ein heißes Bad, wenn die Kinder durchgefroren vom Spielen auf einem nahegelegenen Güterbahnhof nach Hause kommen, auch an dem Tag als sie den Tod der Mutter miterleben ist Ede für sie da. Jahrzehnte später arbeitet Inna als Statikerin, die Zahlen geben ihr Sicherheit, alles, was sie nicht berechnen kann, verwirrt und verunsichert die Frau zutiefst. Auf einem zugefrorenen See findet die kleine Marga den Weihnachtsmann, er ist verletzt und braucht ihre Hilfe, aber sie darf niemandem verraten, dass sie ihn getroffen hat, sonst fällt Weihnachten aus und sie wäre schuld. Igor versucht während eines Schneesturms Informationen von Inna zu bekommen, von denen nicht nur sein weiteres Leben abhängt. Die Autorin Nienke Jos, zeigt auf wie zerbrechlich und gleichzeitig widerstandsfähig Kinderseelen sind und was äußere Einflüsse bewirken. Während Inna und ihre Geschwister in ständiger Angst leben, wächst Marga in einer Familie auf wie sie jedem Kind nur zu wünschen ist und so ist es nicht verwunderlich, das dieses Kind etwas Besonderes ist. Mutig, klug, fürsorglich, für ihr alter sehr redegewandt und vielleicht ein klein wenig zu selbstständig gerät sie in eine scheinbar ausweglose Situation. Besondere Kinder in Büchern sind häufig nervig, was nicht an besonderen Kindern allgemein liegt, sondern daran das ihre Erschaffer, sprich die Autorinnen und Autoren sie so darstellen. Nienke Jos ist die Figur der Marga wirklich gut gelungen, ebenso wie all ihre Protagonisten. Was sie tun, wie sie denken und welche Schlüsse sie aus den Geschehnissen ziehen ist nachvollziehbar und niemals übertrieben. Auch der Aufbau der Story ist interessant, ich war mir oft nicht sicher in welcher Zeit sich die Handlung gerade abspielt, die Kindheit Innas und ihr Aufenthalt in der alten Fabrikhalle bilden die zeitlichen Eckpunkte, alles andere liegt irgendwo dazwischen. Das ist manchmal etwas verwirrend, aber solange man sich auf die Handlung einlässt im Vertrauen darauf, das sich am Ende alles auflöst, erfährt man ein außergewöhnliches und sehr spannendes Lesevergnügen. Die Angst der Schweigenden ist ein außergewöhnlicher, sehr spannender Krimi der den Titel Psycho-Thriller wirklich verdient. Von dieser Autorin will ich definitiv mehr lesen.
Bewertung
aus Schalksmühle
5/5
11.02.2021
Buch (Taschenbuch)
Psychologie und Manipulation
Ein gewaltiger Schneesturm zieht auf, weshalb Inna über Nacht in einer Fabrikhalle im Wald festsitzt. Plötzlich taucht Igor auf, der behauptet, er sei vom Wetter überrascht worden. Kann Inna ihm trauen?
Dieser Einzelband hat mich wirklich umgehauen und auch nachdenklich zurück gelassen.
Zu Beginn kann man sagen, dass das Cover gut zu einem Buch diesen Genres passt, vorallem mit der blutigen Schrift. Die Kapitel sind mit drei bis fünf Seiten recht kurz, lassen den Leser aber schnell durchs Buch fliegen. Bereits im ersten Kapitel erfährt man viel über die Protagonistin, das lässt direkt Spannung aufkommen und macht neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte, weshalb der Leser immer weiter dran bleiben möchte. Vorallem, weil sie eine sehr extreme Vergangenheit besitzt, welche am Anfang der Geschichte noch Fragen aufwirft. Außerdem laufen zwei Geschichten und viele Personen parallel zueinander, zunächst gibt es dafür auch keine Erläuterungen für den Leser. Diese Geschehnisse gehen nach und nach ineinander über, werden verknüpft, woraus sich später eine einzige Geschichte ergibt. Auch der Schreibstil hat mir ziemlich gut gefallen. Es werden Gedanken der Personen eingebaut, die nicht gleich als ihre Gedanken oder, in diesem Moment, realer Situation zu erkennen sind. Immer wieder werden auch mal Zeitungsberichte eingebaut, was dem Leser nocheinmal eine andere Art von Text gibt. Durch das Thema Kinder und ihre Schicksale kratzt die Geschichte sehr stark an der Psyche des Lesers. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die pädagogische Sicht auf die Kinder mit ihren Eigenschaften, die sie aus ihrer Kindheit für das spätere Leben geprägt haben. In diesem Buch wird tatsächlich Manipulation und Psychologie vom Feinsten angewendet! Für diesen Aspekt und die tollen Verzweigungen der Geschichte und Gedankengänge der Charaktere verdient die Autorin meinen vollsten Respekt. Alles in Allem lässt das Buch den Leser sowohl fassungslos und sprachlos, als auch nachdenklich zurück.
Zwei Aspekte haben mir leider weniger gut gefallen. Zum einen finde ich das Format des Buches sehr breit, das ist jedoch nur eine persönliche Präferenz. Die Schrift im Inneren des Buches ist jedoch nicht so nah am Rand, weshalb man es deshalb kaum gemerkt hat. Außerdem fielen mir im Laufe der Geschichte die zeitlichen Einordnungen der Geschehnisse oft schwer, was den Lesefluss des öfteren gestört hat. Doch am Ende liefen die Geschichten, wie bereits erwähnt, alle zusammen, weshalb am Ende keine Fragen offen blieben.
Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass dieser Thriller ein Buch ist, der mir nach langer Zeit mal wieder richtig gut gefallen hat. Vorallem die Leser, die gerne spannende, gut verknüpfte und psychologisch gut bedachte Geschichten lesen, werden viel Gefallen an dem Buch finden. Wer mit dem Thema Tod/Brutalität an Kindern gar nicht umgehen kann, sollte von diesem Buch Abstand nehmen. Für alle anderen ist es wirklich spannend und lässt den Leser stark mitfühlen.
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5/5
07.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Auch in ihrem neuen Thriller beschreibt...
Auch in ihrem neuen Thriller beschreibt sie wieder gnadenlos die menschlichen Abgründe. Diesmal geht es um eiskalte und grausame Entscheidungen innerhalb der Familie, unter denen ganz besonders die kleinen Kinder leiden. Vorsicht an die Leser, die so etwas nicht aushalten.
Sehr spannend geschriebener Thriller mit geschickt verwobenen Erzählsträngen und einer fesselnden Mischung aus Vergangenheit, Fiktion und Realität. Man kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Unbedingt lesenswert!
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