Ein Gedichtband voller ehrlicher und berührender Poesie über Liebe, die Sehnsucht nach Freiheit, sowie über surreale Träume.
In diesem Buch wohnen Gedichte, die zum Nachdenken anregen, mit Gesellschaftskritik auf die aktuelle Situation blicken und einem Bilder in den Kopf malen.
Inhalt: 63 Gedichte, aufgeteilt in 3 Themenkapitel, begegnen einem in diesem Buch. Oft verworren, versteckt sich hinter Wortbildern eine Botschaft, die für jeden anders ist. Im 1. Teil des Bandes, geht es um das Thema der Liebe, wie Beziehungen enden, oder niemals beginnen. Die Gedichte dieses Kapitels, stellen dar, was einem passieren kann, wenn man unglücklich verliebt ist. Der zweite Teil zeigt einem, mit Gesellschaftskrititischer Sicht aktuelle Weltgeschehnisse auf, sowie Vergangene, welche die Gesellschaft noch immer prägen und Sehnsucht nach Freiheit machen. Der dritte Teil erzählt von surrealen Träumen, die einen unerwartet heimsuchen und in kuriose Welten werfen.
Stil: Die Gedichte sind sehr abwechslungsreich in ihrem individuellen Aufbau. Man trifft in "Streitgespräch über eine Brücke", (S. 56-57) auf einen Dialog aus direkten Reden. In "die Zyklen", (S. 82-68), findet man drei zusammengehörige "Zyklen" einer Prosa mit jeweils 5 Strophen vor. Dann findet man auf Seite 55 "Altbackenes", welches aus einer einzigen Strophe mit 4 Versen besteht und dennoch eine Bedeutungswucht besitzt.
Auch gibt es immer wieder Wortspiele, wie z. Bsp. in "Loslassen", (S.17), in dem Wörter, die auf "-los", enden die Schwere einer Trennung verdeutlichen.
Fazit: Ditting spielt so liebevoll mit Sprache, dass jedes seiner Gedichte einzigartig und spannend bleibt, egal wie oft man es liest. Man kann in ihnen immer wieder Neues entdecken. Man wird gepackt und verbringt schon mal eine ganze Weile vor einem einzigen Gedicht, um es wieder und wieder zu lesen und in seiner Ganzheit erfassen zu können. Melancholisch, wie Dittings Gedichte, könnte man am Ende auch die Tatsache betrachten, dass man letztendlich nur Raten kann, was der Dichter tatsächlich meint und man sich mit den eigenen Interpretationen zufrieden geben muss. Dennoch ist es eine empfehlenswerte Erfahrung sich ab und zu mit Gedichten, wie diesen selbst zu erforschen. Sich einfach in den Zeilen fallen zu lassen und zu beobachten, was passiert. Meine Reise durch "Lichtverschmutzungen", war eine besondere Erfahrung und ich bin froh, dass ich daran Teilnehmen konnte.
Circlestones Books Blog
5/5
30.04.2021
Buch (Taschenbuch)
Wortbilder, Gedankenbilder
„Manchmal streife ich / durch Gedanken / wie andere vorbei / an Flüssen und unter / Walnussbäumen“ (Zitat aus „Nußknacker“, Seite 67)
Inhalt
Dieser Gedichtband enthält 63 Gedichte und ist in drei Themengruppen unterteilt. Wie der Titel schon andeutet, sind es nachdenkliche, sehnsuchtsvolle und kritische Texte. Es sind Gedichte, die jetzt, in diesem schwierigen Monaten, entstanden sind. und alle bewegen sich durch Erlebnisse, Gefühle, Gedanken in einem Graubereich. Licht, das eingetrübt ist, und dennoch ist es Licht, denn selbst dort, wo die Texte traurig und ernst sind, ist die Stimmung, die sie beim Lesen erzeugen, niemals depressiv oder deprimierend.
Thema und Schreibstil
Im ersten Themenkreis geht es um Liebe, um sehnsuchtsvolle, schmerzhafte Gefühle nach dem Verlust der Zweisamkeit. Es sind Texte über Menschen, die einander verloren und verlassen haben, gescheitert sind.
„Und ich fand / weder mich / noch dich / noch unsere Insel jemals wieder.“ (Zitat aus „Strandgut“, Seite 18)
Der zweite Themenkreis beschäftigt sich mit der Realität, der aktuellen Situation unserer Gesellschaft, und der weit gespannte Bogen reicht von der Natur, über den Neunten November, Fremdenheim, Hunger, Selbsterkenntnis, bis zu einem Streitgespräch über eine Brücke. Auch reale Alltagssituationen erhalten durch die Bilder, die mit der Sprache geschaffen werden, interessante unterschiedliche Deutungsmöglichkeiten. „Sehr spät habe ich sie entdeckt / wie sie mich fragend beobachtete / drüben im Bücherregel.“ (Zitat aus „Versteckte Freiheit“, Seite 53)
Der dritte Themenkreis entführt uns in Traumwelten, hier spielt der Autor mir Worten, variiert Deutungsmöglichkeiten und der bewusste Bruch der Sprache ergibt nachdenkliche, manchmal beklemmende oder skurrile Szenarien, wie sie uns in Träumen begegnen. „Oft besinnen wir uns wahrer Worte / oder bewahren den wörtlichen Sinn / wenn wir doch eigentlich versuchen / sinnvolle Worte zu bewahren“ (Zitat aus „Wortketten“, Seite 63).
Fazit
Ein Lyrikband, den man immer wieder zur Hand nehmen wird, Gedichte nochmals lesen, neu erlesen, denn der Autor malt mit seinen Texten sofort Bilder und Gefühle in unsere Gedanken, die wir mit unseren eigenen Erfahrungen deuten und erleben. Eines meiner Lieblingsgedichte in diesem Buch ist „Sternstunden der Zukunft“, das zum dritten Themenkreis, den Traumwelten, gehört. „Abends saßen wir dann / und schauten hinunter / ganz zuversichtlich / in unsere Vergangenheit.“ (Zitat Seite 68).
Circlestonesbooks.blog
5/5
30.04.2021
Buch (Taschenbuch)
Wortbilder, Gedankenbilder…
Wortbilder, Gedankenbilder „Manchmal streife ich / durch Gedanken / wie andere vorbei / an Flüssen und unter / Walnussbäumen“ (Zitat aus „Nußknacker“, Seite 67) Inhalt Dieser Gedichtband enthält 63 Gedichte und ist in drei Themengruppen unterteilt. Wie der Titel schon andeutet, sind es nachdenkliche, sehnsuchtsvolle und kritische Texte. Es sind Gedichte, die jetzt, in diesem schwierigen Monaten, entstanden sind. und alle bewegen sich durch Erlebnisse, Gefühle, Gedanken in einem Graubereich. Licht, das eingetrübt ist, und dennoch ist es Licht, denn selbst dort, wo die Texte traurig und ernst sind, ist die Stimmung, die sie beim Lesen erzeugen, niemals depressiv oder deprimierend. Thema und Schreibstil Im ersten Themenkreis geht es um Liebe, um sehnsuchtsvolle, schmerzhafte Gefühle nach dem Verlust der Zweisamkeit. Es sind Texte über Menschen, die einander verloren und verlassen haben, gescheitert sind. „Und ich fand / weder mich / noch dich / noch unsere Insel jemals wieder.“ (Zitat aus „Strandgut“, Seite 18) Der zweite Themenkreis beschäftigt sich mit der Realität, der aktuellen Situation unserer Gesellschaft, und der weit gespannte Bogen reicht von der Natur, über den Neunten November, Fremdenheim, Hunger, Selbsterkenntnis, bis zu einem Streitgespräch über eine Brücke. Auch reale Alltagssituationen erhalten durch die Bilder, die mit der Sprache geschaffen werden, interessante unterschiedliche Deutungsmöglichkeiten. „Sehr spät habe ich sie entdeckt / wie sie mich fragend beobachtete / drüben im Bücherregel.“ (Zitat aus „Versteckte Freiheit“, Seite 53) Der dritte Themenkreis entführt uns in Traumwelten, hier spielt der Autor mir Worten, variiert Deutungsmöglichkeiten und der bewusste Bruch der Sprache ergibt nachdenkliche, manchmal beklemmende oder skurrile Szenarien, wie sie uns in Träumen begegnen. „Oft besinnen wir uns wahrer Worte / oder bewahren den wörtlichen Sinn / wenn wir doch eigentlich versuchen / sinnvolle Worte zu bewahren“ (Zitat aus „Wortketten“, Seite 63). Fazit Ein Lyrikband, den man immer wieder zur Hand nehmen wird, Gedichte nochmals lesen, neu erlesen, denn der Autor malt mit seinen Texten sofort Bilder und Gefühle in unsere Gedanken, die wir mit unseren eigenen Erfahrungen deuten und erleben. Eines meiner Lieblingsgedichte in diesem Buch ist „Sternstunden der Zukunft“, das zum dritten Themenkreis, den Traumwelten, gehört. „Abends saßen wir dann / und schauten hinunter / ganz zuversichtlich / in unsere Vergangenheit.“ (Zitat Seite 68).
Betty1337
2/5
05.05.2021
Buch (Taschenbuch)
Eine Reise
Eine Reise durch die Gefühle, Sehnsüchte und Träume die uns in dieser Zeit begleiten. Manche der Gedichte versteht man sofort. Andere erst noch ein wenig darüber Nachdenken. Und andere versteht man erst wenn man das Buch später nochmal hervorholt. Doch insgesamt ist es ein guter Gedichteband. Der zu einer Reise zu Gefühlen ansetzt die wir alle in dieser schwierigen Zeit erfahren haben.
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