Produktbild: Der neunzigste Geburtstag

Der neunzigste Geburtstag Ein ländliches Idyll

3

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.10.2021

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

19/12,8/2,3 cm

Gewicht

240 g

Farbe

Cool Grey / Grau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-70315-9

Beschreibung

Rezension

In seinem ersten Roman seit über 30 Jahren erzählt Günter de Bruyn warmherzig und mit stiller Ironie von den Problemen unserer Gegenwart ("Literaturkritik")
Ein überzeugendes Alterswerk ("Darmstädter Echo")
Kritisch, aber durchaus mit Ironie, denkt dieser große Stilist über den Zustand unserer gesellschaftlichen Verfasstheit nach. ("Deutschlandfunk Kultur")
eine beeindruckend-antiidyllische Geschichte ("Herder Korrespondenz")
keineswegs nur idyllisch, sondern auch ironisch, klug und komisch ("Focus")
Zum Theodor-Fontane-Jahr 2019 [...] erzählt Günter de Bruyn erstmals eine Geschichte über die heutige Bundesrepublik Deutschland [...] mit den von ihm gewohnten poetischen Kunstgriffen ("Wiener Sprachblätter")
mit hellwacher Analyse und durchsetzt mit feiner Ironie ("Die Tagespost")
Eine literaturhistorische und philosophische, aber auch druckgrafische und bibliophile Tour de Force ("Neues Deutschland")
Es ist eine vergnügliche, melancholisch gebrochene, [...] selbstironisch gefärbte Lektüre über das Alter und den rasenden Puls der Zeit im immer noch nicht perfekt zusammengewachsenen Deutschland. ("Die Rheinpfalz")
Ohne auch nur an einer Stelle gestrig oder gar gestelzt zu wirken, ist sein Stil wie gewohnt klar und präzise. ("Dresdner Neueste Nachrichten")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.10.2021

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

19/12,8/2,3 cm

Gewicht

240 g

Farbe

Cool Grey / Grau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-70315-9

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Kathrin-sur-mer

    aus Prerow

    5/5

    07.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    kleines feines Literaturkunstwerk

    Postum möchte ich dem Autor danken für dieses brillante und mit viel Wortwitz ausgestattete Buch, dass uns mit leichter Ironie ein Bild unserer Gegenwart vermittelt, dessen Plausibilität kaum zu leugnen ist und das durchaus wehmütig machen kann, in jedem Fall aber nachdenklich. Vor allem aber bewundere ich den damals 92-jährigen Autor für seine geistige Klarheit, Weisheit und seine kluge Sicht der Dinge.

  • Bories vom Berg

    aus München

    3/5

    28.05.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    «Wir schaffen das» Als…

    «Wir schaffen das» Als 92jähriger Schriftsteller mit einem beachtlichen Œuvre hat Günter de Bruyn nach 35 Jahren erstmals wieder einen Roman veröffentlicht, dessen symptomatischer Titel «Der neunzigste Geburtstag» die autobiografische Färbung offensichtlich werden lässt. Zeitlich im Jetzt angesiedelt und örtlich in Wittenhagen, einem winzigen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern mit gerade mal zweihundert Einwohnern, erzählt der Autor darin vordergründig von den Vorbereitungen zu einem hohen Geburtstag, im Wesentlichen aber von den Befindlichkeiten eines hoch betagten Geschwisterpaars im Rückblick auf ihr Leben. Hedwig und Leonhardt Leydenfrost haben nach dem Mauerfall das ehemalige Gut der Familie als gemeinsamen Alterssitz bezogen, das inzwischen heruntergekommene Herrenhaus gehört ihnen je zur Hälfte, Hedy wohnt im ersten Stock, Leo bewohnt das Erdgeschoss. Bei Hedys 89tem Geburtstag beschließt der Familienrat, zu ihrem Neunzigsten ein großes Fest zu feiern, statt Geschenken sollen dabei aber Spenden für die Einrichtung eines Lagers für alleinstehende Flüchtlingskinder in der alten Reithalle des Gutes eingesammelt werden, Hedy ist Feuer und Flamme für diesen Plan. Sie war als ehemalige grüne Aktivistin in Westdeutschland eine politische Wortführerin der außerparlamentarischen Opposition, später hat sie dann dort Medizin studiert und als Ärztin gearbeitet. Der eher bedächtige, unpolitische Leo ist im Osten geblieben und hat sich als Bibliothekar in Ostberlin hinter seinen Büchern verschanzt, eine Berufswahl, mit der er bewusst allen Querelen von vornherein aus dem Weg ging, denn mit dem DDR-Regime war er keineswegs d’accord. Auch die Geschwister sind sich selten einig, zu verschieden ist ihr Temperament, und so ist ihr Zusammenleben bei aller gegenseitigen Achtung von häufigen Wortgefechten geprägt. In einem entfernt an Fontane erinnernden, ruhigen Erzählfluss mit einer betulichen Diktion wird vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Ereignisse über zwei Charaktere berichtet, deren Intellekt in unterschiedlichen Geisteshaltungen mündet, die nun im hohen Alter immer mehr in ein Staunen übergehen angesichts einer ihnen unverständlicher werdenden Welt, - vor der sie jedoch keinesfalls zu kapitulieren gedenken. In vielen Rückblenden wird ihr Lebensweg verdeutlicht, und damit wird auch ihre gegenwärtige Verfasstheit erklärt. Wunderbar stimmig ist dabei der alte Eigenbrödler Leo gezeichnet, ein der deutschen Sprache verpflichteter Schöngeist mit ausgeprägtem historischen Gespür und herrlich sarkastischer Gegenwartskritik. Insbesondere die Absurdität einer gendergerechten Sprache bringt ihn in Wallung, und ausufernde Telefonitis wird äußerst skeptisch kommentiert: «Dauertelefonierer waren in seinen Augen Kranke, die an erhöhtem Mitteilungsbedürfnis litten». Und so sorgt der alte Nörgler, hinter dem sich in Vielem wohl auch der Autor selbst versteckt, häufig für ein Schmunzeln beim Leser. Die vielen Fragen, die Günter de Bruyn in seinem Roman anreißt, kreisen allesamt um den Generationenkonflikt, um politische und wirtschaftliche Umbrüche, um das Verdängen des Alten und Bewährten durch das Neue und oftmals Fragwürdige, wie es die beiden greisen Idealisten sehen. Dem «Wir schaffen das» einer 2015 auf politischer Geisterfahrt befindlichen Kanzlerin nacheifernd, scheitert die idealistisch betriebene Gründung einer Flüchtlings-Unterkunft für Kinder kläglich. Die Berliner «Asylantenkinder», in Wirklichkeit allesamt Testosteron gesteuerte junge Männer, weigern sich schlicht und ergreifend, in den Bus nach Meckpomm zu steigen, ins Nirwana aus ihrer Sicht. Letztendlich entsteht eine von alten Seilschaften betriebene Wellness-Oase aus der ehemaligen Reithalle der Familie, eine herbe Niederlage für den dörflichen Gemeinsinn. Mit hintersinniger Ironie entwirft Günter de Bruyn ein Bild unserer Gegenwart, dessen Plausibilität kaum zu leugnen ist und das durchaus wehmütig machen kann, in jedem Fall aber nachdenklich.

  • Juti

    aus HD

    3/5

    21.03.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Ost-Motzki Manchmal frage…

    Der Ost-Motzki Manchmal frage ich mich, warum ich überhaupt dieses Buch gelesen habe und nicht ein anderes. Mir gefiel wohl die Behandlung aktueller Politik, allerdings aus Ostdeutscher Sicht. Dies muss kein Nachteil sein, aber nach Lektüre des Buches wird doch klar, warum die AFD ein vorwiegend ostdeutsches Problem ist. Hedwig Leydenfrost feiert am 5.8. 2016 ihren 90. Geburtstag. Ein Jahr vorher beginnen die Planungen, also ob ein Fest gefeiert werden soll oder nicht. Sie selbst ist kinderlos hat aber Fatima, ein bosnisches Flüchtlingskind aufgenommen. Aus ihrem Leben erfahren wir, dass sie in Westdeutschland gelebt, der Friedens- und Umweltbewegung nahe stand und in der zugehörigen Partei war (die Grünen werden nicht genannt). So passt es auch, dass sie mit Aktion neue Heimat Flüchtlingskinder unterstützen will. Ihr jüngerer Bruder Leo, wir wissen nicht genau wie alt er ist, aber über 80 wird auch er sein, dagegen blieb in der DDR, wollte nicht in die Partei eintreten, lernte seine Frau Maria kennen, die früh starb, hat aber 2 Töchter und einen Sohn, der bei der Stasi arbeitete, trotzdem oder deswegen auch nach der Wende Karriere gemacht hat, aber jeden Kontakt mit den Vater abgebrochen hat. Während seine Familienbeziehung noch interessant ist, kann ich den vielen Dorfbewohnern, die auch wie bei Hansens „Mittagsstunde“ zeigen, dass sich das Leben auf dem Dorf wandelt, nicht viel abgewinnen. Ich glaube, es ist auch nicht so gedacht, dass alle Personen zu behalten sind. In einer Szene wird die Zusammenlegung der Friedhöfe behandelt, was mir sehr gut gefallen hat. Weniger gefällt mir die seitenlange Ablehnung einer Gender gerechten Sprache. Die Pfarrerin muss gleich 3 Gemeinde versorgen und wird von Leo ebenfalls kritisiert. Dass sie sich letztlich mit Fatima auf eine lesbische Beziehung einlässt, darf man wohl so lesen. Die Behandlung der „Willkommenskultur“ bringt substantiell nichts Neues. Einzig dass das Dorf von Flüchtlingskindern, - und damit auch von fremdenfeindlichen Anschlägen verschont bleibt, wie ich beim Lesen schon befürchtet und Streit unter den Dorfbewohnern vermutete, all das kommt nicht, weil gar keine Flüchtlinge ins Dorf wollen. Das ist eine interessante und nicht vorhersehbare Wendung. Mir ist das Buch zu bieder erzählt. In Menasses „die Hauptstadt“ wird satirisch Auschwitz als Hauptstadt vorgeschlagen. Produktive, neue politische Ideen fehlen hier, nur dem Motzen wird Raum gegeben. Auch der Verlauf der Geburtstagsfeier wird im Grunde vorher schon verraten, von mir aber nicht. Man kann dieses Buch lesen, muss es aber nicht. 3 Sterne.

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Unsere Meinungen

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    Gabriele Sudhoff

    Thalia Cottbus – BLECHEN carré

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.02.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mein neuer Schatz im Bücherregal

    Die Familie Leydenfrost hat sämtliche Veränderungen der Gesellschaft der letzten Jahrzehnte innerhalb der Familie durchlebt - die DDR-Vergangenheit, den Zusammenbruch des Systems und den Neuanfang. Wie geht jedes einzelne Familienmitglied mit der Vergangenheit um? Wie wirken die rasanten Veränderungen der letzten Jahre auf die Familie? Wunderbar zeigt sich, wie die alte Zeit in die neue übergeht. Was jahrhundertelang Bestand hatte, scheint nicht mehr wichtig zu sein. Und doch scheinen sich manche Dinge nie zu ändern... "Der neunzigste Geburtstag" erklärt, berührt und beseelt und wirkt lange nach.
  • Zum Bewerterprofil von K. Thuma

    K. Thuma

    Thalia Dresden – Haus des Buches

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.12.2018

    eBook (ePUB 3)

    Alterswerk

    Günter de Bruyn lässt es sich nicht nehmen, in seinem nun hochbetagten Alter die gegenwärtigen Zustände in unserem Land anhand der Geschehnisse in einem kleinen brandenburgischen Dorf zu schildern. Manches Detail ist zugespitzt, hin und wieder fühlt man sich beim Lesen gar an ein Possenspiel erinnert. Der Autor hat sich einen durchaus kritischen Geist bewahrt und kann aufgrund seiner Lebenserfahrung viele Hintergründe durchschauen und offenlegen und zudem passende Vergleiche ziehen. Ein sehr lesenswerter Roman!
  • Zum Bewerterprofil von Annegrit Fehringer

    Annegrit Fehringer

    Thalia Kassel

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.11.2018

    eBook (ePUB 3)

    Brillant erzählt!

    In einer überaus feinen und geschliffenen Sprache erzählt uns Leonhardt Leydenfrost vom bevorstehenden neunzigsten Geburtstag seiner Schwester Hedwig, die eigentlich gar nicht feiern will. Virtuos und brillant erzählt!
  • Zum Bewerterprofil von Annette W.

    Annette W.

    Thalia Berlin – Alexa

    Buchhändler*in

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    4/5

    04.02.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch über drei Generationen,...

    Ein Buch über drei Generationen, drei politische Systeme, deutsche Geschichte - dicht und ironisch erzählt. Ein kleines leises Buch über das anständig Altwerden und so viel mehr!

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