Unbehagen

Inhaltsverzeichnis


Vorwort


1 Einleitung


Das Unbehagen in der Kultur ff.

Die Frage

Risiko Theorie


2 Soziodizee


Theodizee

Handeln / Handlungsfähigkeit

Von der Theodizee zur Soziodizee

Drei Soziodizeen


3 Versuchsaufbau


Änderungsimperative

Evolution

Der Fehlschluss von der Notwendigkeitauf die Möglichkeit

Gesellschaft der Gegenwarten

Fixierung auf Gegenwarten


4 ( An-)Ordnung



Überall Akteure

Versammlungen oder Differenzierungen?

Was für Systeme?

(Un-)Erreichbarkeit


5 Andockstellen


Ambivalenz des Selbstverhältnisses

Sach- und Sozialdimension

Querlagen

Institutionenabhängige Lebenslagen


6 Arrangements


Institutionen

Filigrane Ordnung

Die verborgene Krise


7 Himmel


Gesellschaft als Familienangelegenheit

Moralüberschuss

Ex oriente lux?

Tianxia

Die Welt in Ordnung bringen


8 Organisation


Die Organisation der Gesellschaft

Gesellschaft als Organisation?


9 Offenheit



«Trade-tested Betterment»

Noch einmal: Krise


10 Latenz


Schutzlosigkeit

Physiodizee

Die Ungerechtigkeit des Sprechens

Latenzverlust in der Sachdimension


11 Konsum


Was macht einen Unterschied?

Unterhaltung


12 Was tun?


Sichtbarkeit / Unsichtbarkeit

Risiko-Lernprozesse

Genügt Evolution?

Ein Beispiel: Sterben als Risiko

Am Ende noch einmal: Latenz

Anmerkungen

Sachregister

Unbehagen

Theorie der überforderten Gesellschaft

Buch (Gebundene Ausgabe)

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Unbehagen

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eBook

eBook

ab 19,99 €

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.09.2021

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

21,8/14,3/3,6 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.09.2021

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

21,8/14,3/3,6 cm

Gewicht

632 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-77453-9

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Sind wir alle überfordert?

S.A.W aus Salzburg am 06.10.2021

Bewertungsnummer: 1583851

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zentrales Theorem des Autors ist, dass unsere globale Gesellschaft aufgrund immer größerer Komplexität von einer Überforderung in die nächste taumelt und daher der soziale Konsens schwindet, was den nun zu tun sei, um die Zukunft zu bewältigen. Nassehi beginnt mit der Definition der Krise, die längst zu einem Dauerzustand geworden ist, weil wir von diversen Entwicklungen überrollt werden, ohne vorhersehen zu können, wie das alles endet und wo die richtigen Lösungen liegen. Der Autor hat Recht mit dieser Zustandsbeschreibung. Alles was uns heute als Lösung erscheint, ist nach 10 Jahren meist schon wieder obsolet, weil von der technologischen und sozialen Wirklichkeit überholt. Es ist daher eine Illusion in einen stabilen Ruhezustand zurückkehren zu wollen, denn dieser wird sich einfach nicht einstellen, so lehrt uns die historische Erfahrung. Alle populären Rezepte sind daher Irreführungen, die wenig zur Lösung beitragen. Andererseits macht der Autor Mut, denn die Menschheit hat bereits lange Erfahrung mit diesem Zustand der komplexen Unsicherheit, und konnte in der Vergangenheit alle Krisen bewältigen, sonst gäbe es uns heute gar nicht mehr. Die Ideologien und sozialen Konstrukte fungieren als Brücken, um soziale Gemeinschaften zusammenzuhalten und auf einen gemeinsamen Weg in die Zukunft einzuschwören. Solche Brücke sind a das Handeln, b das Miteinander und c die Nation. All dies ist zwar im Widerspruch zur Wirklichkeit, die eben komplex und heterogen ist. Indem man Handeln, Miteinander und Stärkung der Nation einfordert, werden Interessensgruppen, Parteien und Nationen aber auf gemeinsames Vorgehen eingeschworen. Das Buch ist ein hochintelligenter Diskurs über die derzeitigen Thesen der Soziologie. Diese helfen dabei, ideologische Scheinsicherheiten kritisch zu hinterfragen, was die Entwicklung vorantreibt und uns auf das kommende Neue vorbereitet. Andererseits sind diese Thesen aber so hochgestochen komplex, dass die meisten Laien wohl wenig damit anfangen können, weil der Diskurs der Wissenschaftler Nutzen und Anwendbarkeit soziologischen Denkens eher verschleiert als verdeutlicht. Insofern ist das komplexe Denken der Soziologie wohl Voraussetzung für die Analyse der Gesellschaft, gleichzeitig aber Teil des Problems, weil für die Wirksamkeit ihrer Erkenntnisse, sowohl Erdung als auch anschaulicher Nutzen verloren gehen. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Problem Zukunft. Es kommt anders als man denkt“
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Sind wir alle überfordert?

S.A.W aus Salzburg am 06.10.2021
Bewertungsnummer: 1583851
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zentrales Theorem des Autors ist, dass unsere globale Gesellschaft aufgrund immer größerer Komplexität von einer Überforderung in die nächste taumelt und daher der soziale Konsens schwindet, was den nun zu tun sei, um die Zukunft zu bewältigen. Nassehi beginnt mit der Definition der Krise, die längst zu einem Dauerzustand geworden ist, weil wir von diversen Entwicklungen überrollt werden, ohne vorhersehen zu können, wie das alles endet und wo die richtigen Lösungen liegen. Der Autor hat Recht mit dieser Zustandsbeschreibung. Alles was uns heute als Lösung erscheint, ist nach 10 Jahren meist schon wieder obsolet, weil von der technologischen und sozialen Wirklichkeit überholt. Es ist daher eine Illusion in einen stabilen Ruhezustand zurückkehren zu wollen, denn dieser wird sich einfach nicht einstellen, so lehrt uns die historische Erfahrung. Alle populären Rezepte sind daher Irreführungen, die wenig zur Lösung beitragen. Andererseits macht der Autor Mut, denn die Menschheit hat bereits lange Erfahrung mit diesem Zustand der komplexen Unsicherheit, und konnte in der Vergangenheit alle Krisen bewältigen, sonst gäbe es uns heute gar nicht mehr. Die Ideologien und sozialen Konstrukte fungieren als Brücken, um soziale Gemeinschaften zusammenzuhalten und auf einen gemeinsamen Weg in die Zukunft einzuschwören. Solche Brücke sind a das Handeln, b das Miteinander und c die Nation. All dies ist zwar im Widerspruch zur Wirklichkeit, die eben komplex und heterogen ist. Indem man Handeln, Miteinander und Stärkung der Nation einfordert, werden Interessensgruppen, Parteien und Nationen aber auf gemeinsames Vorgehen eingeschworen. Das Buch ist ein hochintelligenter Diskurs über die derzeitigen Thesen der Soziologie. Diese helfen dabei, ideologische Scheinsicherheiten kritisch zu hinterfragen, was die Entwicklung vorantreibt und uns auf das kommende Neue vorbereitet. Andererseits sind diese Thesen aber so hochgestochen komplex, dass die meisten Laien wohl wenig damit anfangen können, weil der Diskurs der Wissenschaftler Nutzen und Anwendbarkeit soziologischen Denkens eher verschleiert als verdeutlicht. Insofern ist das komplexe Denken der Soziologie wohl Voraussetzung für die Analyse der Gesellschaft, gleichzeitig aber Teil des Problems, weil für die Wirksamkeit ihrer Erkenntnisse, sowohl Erdung als auch anschaulicher Nutzen verloren gehen. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Problem Zukunft. Es kommt anders als man denkt“

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Unbehagen

von Armin Nassehi

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  • Unbehagen

  • Vorwort


    1 Einleitung


    Das Unbehagen in der Kultur ff.

    Die Frage

    Risiko Theorie


    2 Soziodizee


    Theodizee

    Handeln / Handlungsfähigkeit

    Von der Theodizee zur Soziodizee

    Drei Soziodizeen


    3 Versuchsaufbau


    Änderungsimperative

    Evolution

    Der Fehlschluss von der Notwendigkeitauf die Möglichkeit

    Gesellschaft der Gegenwarten

    Fixierung auf Gegenwarten


    4 ( An-)Ordnung



    Überall Akteure

    Versammlungen oder Differenzierungen?

    Was für Systeme?

    (Un-)Erreichbarkeit


    5 Andockstellen


    Ambivalenz des Selbstverhältnisses

    Sach- und Sozialdimension

    Querlagen

    Institutionenabhängige Lebenslagen


    6 Arrangements


    Institutionen

    Filigrane Ordnung

    Die verborgene Krise


    7 Himmel


    Gesellschaft als Familienangelegenheit

    Moralüberschuss

    Ex oriente lux?

    Tianxia

    Die Welt in Ordnung bringen


    8 Organisation


    Die Organisation der Gesellschaft

    Gesellschaft als Organisation?


    9 Offenheit



    «Trade-tested Betterment»

    Noch einmal: Krise


    10 Latenz


    Schutzlosigkeit

    Physiodizee

    Die Ungerechtigkeit des Sprechens

    Latenzverlust in der Sachdimension


    11 Konsum


    Was macht einen Unterschied?

    Unterhaltung


    12 Was tun?


    Sichtbarkeit / Unsichtbarkeit

    Risiko-Lernprozesse

    Genügt Evolution?

    Ein Beispiel: Sterben als Risiko

    Am Ende noch einmal: Latenz

    Anmerkungen

    Sachregister